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Vor dem historischen
Hintergrund des Anfang der 20er Jahre gescheiterten Planes einer
Bauhaussiedlung auf dem Hang östlich der Ilm, der nur im
Unikat des »Haus am Horn« fragmentarisch verwirklicht
wurde, entstand 1996 die Idee, am Ende dieses Jahrhunderts in
Weimar, der Stadt des Bauhauses und der deutschen Klassik, ein
neues Stadtquartier auf dem ehemaligen Kasernengelände
an der Leibnizallee modellhaft zu planen und zu realisieren
und es im Jahr 2000 im Rahmen der Weltausstellung EXPO
2000 der Öffentlichkeit vorzustellen. Das Motto der Weltausstellung
»Mensch, Natur, Technik« gibt diesem Projekt einen
thematischen Rahmen vor: Der Standort nahe dem Gartenhaus Goethes,
einem Symbol der Naturzuwendung der Aufklärung und der
deutschen Klassik und dem Haus am Horn, stellvertretend für
die klassische Moderne und die Reformbewegungen der letzten
Jahrhundertwende, führt zum Nachdenken über das Verhältnis
des Menschen zur Natur. Heute wird offenbar, daß sich
Bauen im Einklang mit der Natur nicht mit dem Haus im Grünen
für jedermann verwirklichen läßt - sondern in
der Rückbesinnung auf die ökologische und soziale
Qualität des Urbanen: die Stadt der kurzen Wege, der kompakten
Baukörper und des Miteinanders verschiedener Bevölkerungsgruppen.
Das neue Quartier »Am Horn« soll für eine neue
Modernität stehen: eine Modernität des Dauerhaften.
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Das 1999 sanierte Haus am Horn.
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