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Respekt
vor dem Bestehenden
Das Projekt wird nicht gelingen, wenn es trotz aller Perfektion
im Detail ein Fremdkörper in der umgebenden Stadt bleibt.
Einfügung in den Kontext muß mehr sein als
Anbindung
an vorhandene Infrastrukturen, Bezug auf bestehende Sozialstrukturen
und Einhaltung von Geschoßflächenzahlen und Traufhöhen.
Es hat eine eminent kulturelle Dimension.
Mit
dem neuen Quartier muß die vorhandene Stadt weitergebaut
werden. Am Ende des 20. Jahrhunderts können wir uns Anderes
gar nicht mehr leisten.
Die
Umgebung des Quartiers, der Ilmpark, das Haus am Horn, eröffnet
den historischen und kulturellen Horizont, vor dem die Neubauten
bestehen müssen. Das "neue bauen" bedarf, um den ökologischen
und sozialen Zielen gerecht zu werden, der kulturellen Akzeptanz,
die auch ästhetisch vermittelt werden muß. Dies kann
nur durch die Rückbindung an Traditionen und Gewohntes
gelingen, um schließlich vielleicht auch zu einer Ästhetik
des Bauens beizutragen, die zwei Weimarer Traditionen, die der
Klassik und die des Bauhauses verbindet, und damit etwas zu
schaffen, was Ziel allen Bauens sein sollte: Heimat.
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