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Ziel
des Projektes ist die Planung, Entwicklung und Realisierung
eines Quartiers, das in städtischer Vielfalt modellhaft
Sparsamkeit im Umgang mit den natürlichen Ressourcen, die
Offenheit der Bauwerke für soziale Veränderungen und
den Respekt vor der bestehenden Stadt in hoher ästhetischer
Qualität demonstriert. Damit folgt das Projekt den EXPO-Leitthemen
"Wohnen und Arbeiten" und "Umwelt und Entwicklung".
Sparsamkeit
im Umgang mit Energie,
Material und Boden
Mit
Grund und Boden wird schonend und sparsam umgegangen. Durch
intensive und effektive Nutzung der Bauflächen im Projektgebiet
ist ein relativ größeres Bauvolumen auf gleichem
Raum unterzubringen als in den üblichen vorstädtischen
Einzel- und Reihenhausgebieten. Es soll gezeigt werden, daß
auf stadtnahen Grundstücken trotz höherer Bodenpreise
Wohnqualitäten erreichbar sind, die eine echte - auch wirtschaftliche
- Alternative zum Einfamilienhaus "auf der grünen Wiese"
bieten.
Es
ist fast selbstverständlich, daß der Energieverbrauch
sowohl bei der Herstellung als auch bei der Benutzung von Gebäuden
drastisch reduziert werden muß, wenn das Ziel einer nachhaltigen
Entwicklung erreicht werden soll. In den weiteren Beratungen
sollen gemeinsam mit Fachleuten geeignete Verfahren der Bilanzierung
gewählt werden, die eine möglichst umfassende Berücksichtigung
aller relevanten Faktoren gewährleisten.
Nicht
die applizierte haustechnische Lösung soll im Vordergrund
stehen, sondern grundlegende planerische und konstruktive Entscheidungen.
Das Ziel einer entscheidenden Reduzierung des Energieverbrauchs
kann nur gelingen, wenn sich nicht nur die Bauten, sondern vor
allem ihr Gebrauch verändern. Daß Sparsamkeit nicht
Armut, die Reduktion auf das Notwendige nicht Verzicht bedeuten,
wird das neue Quartier beweisen müssen.
Es
sollen möglichst Materialien eingesetzt werden, die in
der Gesamtbilanz mit geringstmöglichem Energieaufwand produziert,
transportiert und verarbeitet werden können. Dabei ist
aber auch ihre Dauerhaftigkeit, ihre Wiederverwendbarkeit und
der notwendige Unterhaltungsaufwand zu berücksichtigen.
Es wird keine Präferenz für bestimmte Materialien,
etwa Holz, ausgesprochen.
Ein
Schwerpunkt könnte der modellhafte Einsatz von elementierten,
vorgefertigten und standardisierten Bauteilen sein. Dies folgt
nicht nur der historischen Referenz - Gropius' "Bausatz im Großen"
- sondern eröffnet auch die Chance, die Herstellungs- und
Logistikkosten zu reduzieren und eine spätere Demontage
und Wiederverwendung zu ermöglichen.
Den
vorgenannten Zielen entsprechend, wird eine weitgehende Nutzung
der vorhandenen Substanz angestrebt. 
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