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Noch
vor der südlichen Ausweitung des Kasernengeländes
entwickelte Walter Gropius seit 1919 den Plan für eine
Bauhaus-Siedlung, die als Gesamtwerk der ganzen Bauhaus-Gemeinschaft
zugute kommen sollte. Es kam zur Gründung einer Bauhaus-Siedlungsgenossenschaft,
der neben Gropius Angehörige, Freunde und Mäzene des
Bauhauses angehörten. Als Ort für diese Siedlung wurde
ein Gelände am Horn ausgewählt, wo Gebäude in
verschiedenen Strukturen für das Wohnen und die Unterbringung
der Schule selbst vorgesehen waren, Elemente, die in Teilen
später in Dessau tatsächlich realisert werden konnten.
Die Wirtschaftskrise verhinderte eine weitere Verfolgung des
Gesamtprojekts; unter allen Umständen wollte man aber zur
Bauhaus-Ausstellung 1923 ein vollständig durch das Bauhaus
eingerichtetes Musterhaus zeigen. Dieses gelang mit dem heute
als »Haus am Horn« bekannten Gebäude, nach
einem Entwurf des Malers Georg Muche, der durch Gropius' Atelier
realisiert wurde. Dieser kleine experimentelle Bau wurde zur
Ausstellung durch die verschiedenen Bauhaus-Werkstätten
komplett eingerichtet und mit den modernsten industriell produzierten
Vorrichtungen ausgestattet.
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