Handwerk der Zukunft
Smart Bauen und Sanieren: Bauhaus-Universität Weimar erprobt Robotik im Handwerk
Das Forschungsprojekt »Handwerk der Zukunft – Datengestützte Planung und Mensch-Roboter-Interaktion im Baubestand« entwickelt neue Ansätze, Techniken und Methoden für das digitale Bauen im Bestand. Der Fokus liegt auf datenbasierten Planungs- und Ausführungsverfahren, insbesondere auf baulich-assistiven Technologien und der Zusammenarbeit von Mensch und Roboter. Damit reagiert das Projekt auf den akuten Fachkräftemangel und die stagnierende Produktivität in der Bauwirtschaft. Gleichzeitig soll das Bauen im Bestand grundlegend und nachhaltig modernisiert werden.
Ein zentraler Schwerpunkt ist die Einbindung relevanter Akteur*innen wie Planungsbüros und Handwerksbetriebe, die direkt in den Forschungs- und Entwicklungsprozess einbezogen werden. Die Hauptthemen des Projekts umfassen:
- vernetzte, innovative Planungsprozesse
- maßgeschneiderte Bauverfahren und konstruktive Systeme
- assistive und automatisierte Lösungen für den Bestand
- nachhaltige Materialsysteme und Anwendungsmodelle
- integrale Prozessketten und flexible Bauabläufe
Das interdisziplinäre Projekt wird von der Bauhaus-Universität Weimar und der Materialforschungs- und Prüfanstalt (MFPA) Weimar gemeinsam durchgeführt. Ein Industriebeirat begleitet die Arbeit. Die Förderung erfolgt von 2026 bis 2028 durch den Europäischen Sozialfonds und die Thüringer Aufbaubank mit rund einer Million Euro.
30.08.2026
Filmbeitrag "Der Bauhaus-Code"
Im Rahmen des MDR-Filmbeitrags „Der Bauhaus-Code – Revolution des Alltags“ (Buch und Regie: Jörg Pfeifer) wurde das von den Professuren für Designtheorie/Designforschung und Komplexe Tragwerke entwickelte Lehr- und Forschungsformat „Robotic Tectonics“ vorgestellt. Im Mittelpunkt standen dabei insbesondere die Lehrenden und Studierenden im D–LAB. Anhand des Formats wurden zentrale Fragen nach den Ideen und Idealen des historischen Bauhauses aufgegriffen und daraufhin befragt, wie diese in die Gegenwart und Zukunft übersetzt werden können.
Der Beitrag ist in der ARD Mediathek unter diesem Link abrufbar (verfügbar bis zum 20.08.2027).
21.07.2026
Robotisches Lernen und Experimentieren an der IEEE GECOn 2026
Die Ergebnisse der interdisziplinären Bauhaus-Lehrveranstaltungsreihe zum Thema robotisches Lernen und Experimentieren (konzipiert und durchgeführt durch die Professuren Designtheorie/Designforschung und Komplexe Tragwerke) wurden an der IEEE German Education Conference (GECon) 2026 an der TU Ilmenau präsentiert. Eine wesentliche Rolle spielen der direkte Zugang zu industrieller Robotik im Lehr- und Lernkontext und die Vermittlung (und Erprobung) grundlegender Kenntnisse zur Konzeption, Gestaltung und Implementierung robotischer Interaktion und Manipulation. Die Publikation des Tagungsbandes folgt in Kürze.
Für weitere Informationen bitte diesem Link folgen.
17.06.2026
Beitrag zum Tag der Ingenieurwissenschaften
Im Rahmen des Forschungsprojekts „Handwerk der Zukunft“ wurde am 17. Juni 2026 eine interaktive Demonstration im D-LAB der Bauhaus-Universität Weimar präsentiert. Dabei konnten sich Schülerinnen spielerisch mit einem kollaborativen Roboterarm messen und unmittelbar erleben, wie Mensch und Maschine interagieren und künftig im Handwerk zusammenarbeiten können. Die Demonstration war Teil des Tags der Ingenieurwissenschaften, der rund 250 Schülerinnen sowie zahlreiche Gäste aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Bildung zusammenbrachte.
Weitere Informationen zum Tag der Ingenieurwissenschaften finden Sie unter diesem Link.
12.05.2026
Erster Projektworkshop mit dem Industriebeirat an der Bauhaus-Universität Weimar
Das Forschungsprojekt arbeitet eng mit einem Industriebeirat aus Thüringer Unternehmen und weiteren Stakeholdern zusammen. So fördert es den kontinuierlichen Austausch zwischen Forschung, Wirtschaft und Praxis. Beim ersten Projektworkshop kommen die Forschungsgruppe und der Beirat am Dienstag, 12. Mai 2026, erstmals zusammen. Sie diskutieren gemeinsam die Projektziele, aktuelle Entwicklungen und künftige Perspektiven. Die Zusammenarbeit dient dem fortlaufenden Wissens- und Technologietransfer zwischen Universität, Unternehmen und Öffentlichkeit.
Zeit: Dienstag, 12. Mai 2026, 10 – 12 Uhr
Ort: Bauhaus-Universität Weimar, Bauhausstraße 11, Seminarraum L, 99423 Weimar
14.01.2026
Smart Bauen und Sanieren: Bauhaus-Universität Weimar erprobt Robotik im Handwerk
Kleine und mittelständische Handwerksbetriebe stehen vor wachsenden Herausforderungen. Umbau und Sanierung im Bestand werden zunehmend komplexer, der Zeitdruck steigt und der Fachkräftemangel verschärft sich. Digitale Werkzeuge und robotische Systeme versprechen Entlastung. Doch wie lassen sich die neuen Technologien so einsetzen, dass sie Handwerker*innen im Alltag tatsächlich helfen? Diese Frage untersucht ein interdisziplinäres Forschungsteam der Bauhaus-Universität Weimar im Projekt »Handwerk der Zukunft«. Vom europäischen Sozialfond erhalten die Forschenden dafür von 2026 bis 2028 ca. eine Million Fördermittel.
Bauhaus-Universität Weimar
Materialforschungs- und -prüfanstalt (MFPA)
Praxisnaher Austausch
Praxisnähe prägt das Projekt und wird gleichermaßen von Fördermittelgeber und dem Projektteam gelebt. Deshalb arbeitet das Team eng mit einem Industriebeirat zusammen, der aus Thüringer Unternehmen und Stakeholdern besteht. Der Beirat begleitet das Vorhaben während der gesamten Laufzeit mit fachlichen Impulsen und ebenso mit kritischen Fragen. Diese Zusammenarbeit zwischen Forschungsteam, Unternehmen und Stakeholdern sorgt für einen stetigen Wissens- und Technologietransfer in die Wirtschaft, und darüber hinaus.
Mindestens zweimal im Jahr treffen sich Forschungsgruppe und Industriebeirat zu öffentlichen Sitzungen und Workshops. Hier werden Projektfortschritt und -ergebnisse präsentiert und gemeinsam diskutiert. Bereits bei der Antragstellung erklärten sich folgende Unternehmen bereit, im Industriebeirat mitzuwirken:
- WBB Aktiengesellschaft
- Kummer Lubk + Partner Architekten Ingenieure Generalplaner PartG mbB
- MKP GmbH
- Tragwerk Software
- hf Sensor GmbH
- Ingenieurkammer Thüringen
Sprecher des Forschungsprojekts
Jun.-Prof. Dr.-Ing. Lars Abrahamczyk
Professor für Komplexe Tragwerke