25.01.2012

Vorletzter Vortrag der Ringvorlesung zur Medienphilosophie

Am Dienstag, 31. Januar 2012 um 19 Uhr spricht Martin Seel (Frankfurt am Main) über »Immersion und Illusion im Kino. Phänomenologische Erkundungen« im Hörsaal C der Marienstraße 13 C.


Wie verändern sich unser Bewusstsein, unser ästhetisches Erleben und unser Denken unter dem Einfluss technischer Medien? Seit einiger Zeit hat sich in der Philosophie eine neue Richtung etabliert, die Medienphilosophie. Ausgelöst wurde sie von der umwälzenden Entwicklung der Medien und speist sich daher auch aus der neueren Medientheorie. Die von der Bauhaus-Universität Weimar veranstaltete Vorlesungsreihe »Körper des Denkens« bringt nun wichtige und profilierte Vertreter und Kritiker der Medienphilosophie aus Weimar und ganz Deutschland zusammen und gibt ein weites Panorama des aktuellen Diskussionsstandes.

Im Zentrum der Vorlesungen steht die aktuelle Frage nach den Bedingungen des Denkens und damit der Philosophie selbst: Welchen Anteil an den Gedanken, den Erkenntnissen und auch den Gefühlen haben die Werkzeuge des Denkens, Erkennens und Fühlens? Die vielfältigen Wahrnehmungs- und Schreibmaschinen, die intelligenten Apparaturen, die Speicher- und Sprechzeuge – können sie als technische Körper des Denkens gefasst werden? Und inwieweit ist das Denken zugleich auch an den biologischen Körper, an seine Eigenschaften und Gefühle, gebunden?

Zur Entwicklung der Medienphilosophie hat die Bauhaus-Universität Weimar maßgeblich beigetragen. Hier wurde vor zehn Jahren die erste Professur für Medienphilosophie eingerichtet. Heute hat die Bauhaus-Universität Weimar eine ganze Reihe medienphilosophisch geprägter Professuren aufzuweisen und verfügt mit dem Internationalen Kolleg für Kulturtechnikforschung und Medienphilosophie (IKKM) über eine herausgehobene Forschungseinrichtung in diesem Bereich.

Die Vorlesungsreihe wird veranstaltet von Prof. Dr. Lorenz Engell (Fakultät Medien), Prof. Dr. Frank Hartmann (Fakultät Gestaltung) und Prof. Dr. Christiane Voss (Fakultät Medien) und immer dienstags, um 19 Uhr im Hörsaal C der Marienstr. 13 C statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Veranstaltungstermine:

7. Februar 2012, 19 Uhr 
Erich Hörl (Bochum)
Ökologien des Denkens. Über Geschichte und Perspektiven radikaler Environmentalität


Nach vorn

Trophy

Installation
Kunststoffteile von Gehäusen elektronischer Geräte

Die Trophäe:
Nach der erfolgreichen Jagd bleibt ein Teil der Beute und des Erfolgserlebnisses in den Jagdtrophären konserviert. Der Schädel des erlegten Tiers fungiert als Sinnbild für die Überlegenheit über die Natur, die nun als lebloses Relikt an der Wand verbleibt.

Unsere Waffen:
Unnatürliche - künstliche Stoffe revolutionierten schnell den Konsummarkt. Das daraus entstandene Umweltproblem der synthetischen Gegenstände wächst immer mehr im Bewußtsein unseres Alltags. Mit imensen Auswirkungen auf unser Umfeld bedrängen wir die vom Menschen unangetastete Natur. Unsere Trophäen - unsere Waffen sind oder waren Kunststoffwerkzeuge.

von
Sebastian Hertrich

Studiengang
Freie Kunst 

Betreuer:
Prof. Liz Bachhuber und Anke Hannemann

Projekt:
Müllprojekt - to be continued

Sommersemester 2011

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