16.01.2012

Viertes Künstlergespräch der Reihe »STUDIO REAL | Kunst und Dokument«

Die Künstlergesprächsreihe »STUDIO REAL | Kunst und Dokument« stellt Künstlerinnen und Künstler vor, die unterschiedliche dokumentarische Materialien und Themen in ihrer Arbeit fokussieren. Das letzte Künstlergespräch findet am Mittwoch, 25. Januar 2012 um 20.00 Uhr mit Alexander Schwinghammer (Weimar) statt.


»Zwischen Beschreiben und Berichten«

Ausgangspunkt ist die dokumentarische Darstellung, die ihre Form in Berichten, Zeichnungen, Fotografien, Filmen oder Ausstellungen findet. Fotografie nimmt hierbei eine Schlüsselrolle ein, bedient sie doch technisch und visuell zentrale Ansprüche, die an das Dokumentarische gestellt werden können.
Während das dokumentarische Bild insbesondere im Zusammenhang mit Formaten des Berichtens regelmäßig Krisen durchläuft, die seine Verwendung immer wieder in Frage stellen, bleibt es doch Bestandteil von dokumentarischen Darstellungen. Mediale Formate des Dokumentarischen sind zu keiner Zeit allein durch ihre informative Funktion bestimmt, sondern historischen und somit insbesondere technischen, kulturellen und formalen Bedingungen unterworfen. Ausgehend von Feld des Dokumentarischen verbundenen Aspekten der Aufzeichnung, Präsentation und Teilhabe führt der Vortrag durch zentrale Momente dokumentarischer Bildlichkeit.

Alexander Schwinghammer lehrt an der Bauhaus-Universität Weimar im wissenschaftlichen Lehrgebiet »Geschichte und Theorie der Visuellen Kommunikation«. Zuletzt ist die gemeinsam mit Kiwi Manrath herausgegebene Anthologie »What does a Chameleon Look Like?« bei Herbert von Halem erschienen. 

Die Künstlergesprächsreihe »STUDIO REAL« begleitet den gleichnamigen Fachkurs im Studiengang Freie Kunst der Bauhaus-Universität Weimar, der sich mit dem Dokumentarischen in der Bildenden Kunst beschäftigt. »STUDIO REAL | Kunst und Dokument« wird von Studierenden organisiert und betreut. Die Konzeption und Leitung hat Caroline Hake, Lehrbeauftragte, Studiengang Freie Kunst.

»STUDIO REAL« wird aus Mitteln des Studierendenservicefonds der Bauhaus-Universität Weimar und des Careers-Service finanziert und findet in Kooperation mit der ACC Galerie Weimar statt. Für Studierende ist der Eintritt frei.

Wo: 
ACC Galerie Weimar
Burgplatz 1+2
99423 Weimar


Nach vorn

Trophy

Installation
Kunststoffteile von Gehäusen elektronischer Geräte

Die Trophäe:
Nach der erfolgreichen Jagd bleibt ein Teil der Beute und des Erfolgserlebnisses in den Jagdtrophären konserviert. Der Schädel des erlegten Tiers fungiert als Sinnbild für die Überlegenheit über die Natur, die nun als lebloses Relikt an der Wand verbleibt.

Unsere Waffen:
Unnatürliche - künstliche Stoffe revolutionierten schnell den Konsummarkt. Das daraus entstandene Umweltproblem der synthetischen Gegenstände wächst immer mehr im Bewußtsein unseres Alltags. Mit imensen Auswirkungen auf unser Umfeld bedrängen wir die vom Menschen unangetastete Natur. Unsere Trophäen - unsere Waffen sind oder waren Kunststoffwerkzeuge.

von
Sebastian Hertrich

Studiengang
Freie Kunst 

Betreuer:
Prof. Liz Bachhuber und Anke Hannemann

Projekt:
Müllprojekt - to be continued

Sommersemester 2011

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