20.07.2011

»Gestaltung.Die Achte« ist frisch erschienen

Bereits die achte Ausgabe der DVD-Edition von Prof. Herbert Wentscher zeigt nun studentische Arbeiten, die zwischen 2009 und 2011 an der Fakultät Gestaltung entstanden ist. Auf der DVD werden Kurzspielfilme, Experimentalfilme / Videokunst, Animationen und Musikvideos präsentiert. Neben zahlreichen Studierendenfilmen sind Anna Linkes mehrfach ausgezeichneter Kurzfilm »Arbeiter verlassen die Fabrik« und der Bonustrack »Das Yoga der Kunst« von Prof. Herbert Wentscher enthalten.


Kunst, Kino und Kommunikation konvergieren heute im bewegten digitalen Bild. Dies zeigt auch die Auswahl der studentischen Arbeiten auf dieser Video-Edition: Die Bandbreite umfasst künstlerische und narrative Arbeiten sowie Musikclips, Trickfilme und Computeranimationen. Gemeinsam ist ihnen ein frischer, experimenteller Impuls, der bei den einschlägigen Fachveranstaltungen regelmäßig Beachtung findet, obwohl die Weimarer Ausbildung den großen Film- und Fernsehausbildungsstätten keine Konkurrenz machen kann und will. Die Liste studentischer Erfolge auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene hat sich seit der Veröffentlichung der Edition Gestaltung.Die Erste (1999) über die Jahre kontinuierlich und eindrucksvoll fortgesetzt. Die Editionen bzw. einzelne Beiträge wurden an vielen Orten, in Klubs und Museen, auf Festivals und im Fernsehen gezeigt.

Die DVD kann bei Frau Sindy Ruppert im Dekanat der Fakultät Gestaltung für 10 € käuflich erworben werden.

Auf Gestaltung.Die Achte sind folgende Arbeiten veröffentlicht (Gesamtlänge 99 Minuten):

Arbeiter verlassen die Fabrik | Anna Linke, 10:39 min, 2009/2010
In Anspielung an die Brüder Lumière verlassen auch in diesem Film Arbeiter die Fabrik. Karin erledigt Tag für Tag dieselben Handgriffe. Als ein Neuer seinen Job in der Metallfabrik beginnt, scheint die Eintönigkeit ein Ende zu haben. Er findet Gefallen nicht nur an Karin, sondern auch an den seltsamen Eisenfiguren, die sie heimlich erschafft und bald schweißen sie ihre Figuren um die Wette.

Morgen gibt es Fisch | Florian Wehking, 19:22 min, 2010
Der elfjährige Finn liebt das gemeinsame Angeln mit seinem Vater Martin. An einem der Wochenendbesuche bei den getrennt lebenden Eltern erfährt er durch den neuen Freund der Mutter, dass er nicht das leibliche Kind von Martin ist. Als Scheidungs- und Kuckuckskind sucht Finn nach einer neuen Identität in der gespaltenen Familie, um am Ende seinen Platz zwischen den Stühlen einzunehmen.

I want my sex | Christian Bomm, Tina Kaden, 5:06 min, 2010
I want my sex behauptet im Lutschen und Lecken, Spucken und Schlecken von Körperteilen und Lebensmitteln den Sex als organisch – orgasmisches Spiel. Weg vom freud’schen Unterdrückten hin zur Exploration queerer Identität und Lust quellen und schmatzen die Bilder zu Found-Footage-Ton.

Sonne, Mond und Sterne | Jelka Kretschmar, Thomas Raatz, Eva-K. Wicke, 4:58 min, 2009
Der achtjährige Manuel aus dem Plattenbaugebiet “Weimar Nord” möchte am liebsten Kosmonaut werden. Zu Ausschnitten ehemals fortschrittlicher sozialistischer Wohnbauarchitektur imaginiert sich der kleine Junge das Leben im Weltall.

M | Benjamin Schmidt, Philotheus Nisch, Philip Neues, Sascha Krischok, Florian Bräunlich, 2:49 min, 2010
Zeitgleich mit dem Beginn des Seins keimt eine Sehnsucht nach Geborgenheit und Sättigung. Das Verlangen wird vorerst gestillt... 

Sterne fischen | Margarita Göbel, 6:39 min, 2010
Woher kommen die Sterne und wohin verschwinden sie? Und wir? Wohin verschwinden wir? Wie und Wann? Der 10-jährige Espen ist fasziniert von der Vorstellung, wir seien vielleicht „nur eine Idee, nicht wirklich existent“ und bringt damit das Weltbild seines Großvaters für einen Moment ins Wanken.

Baiji | Katharina Hullmann, 7:07 min, 2011
Der chinesische Flussdelfin gilt als ausgestorben. In diesem computeranimierten Clip gegen das Artensterben sehen wir, wie im Jangtse-Fluss eine der letzten Delfinmütter ihr Junges gegen die zahlreichen Bedrohungen durch den Menschen zu verteidigen sucht.

Chapeau Claque – Unsere Liebe ist wie ein Storch | Kristin Herziger, 3:47 min, 2009
Die bitter–süße Leichtigkeit der Liebe zwischen Beflügelung und Fall, Kommen und Gehen.

Kaffee un Kippen | Daniel Wacker, Jana Magdalena Keuchel, 3:51 min, 2009
Manchmal braucht es keinen tieferen Sinn, manchmal geht es einfach nur um Spaß. Und um den Kater danach, Melancholie, einen Kaffee und ne Kippe. Gefühl wird zur Realität und verwandelt sich in ein ausgelassenes Tanzspektakel.

Troy von Balthazar: CATT | Ingo Schiller, 4:04 min, 2010
Deine Eltern hatten recht: Nie im Wald übernachten!

Me and Oceans: The Giant | Tobias Schütze, 3:59 min, 2010
Ein Riese, dessen Welt langsamer läuft als unsere, erlebt Einsamkeit, Anderssein, Abgeschiedenheit, Abgesondertheit. Wie aus dem Nichts hält er einen Fisch in den Händen, doch seine Umgebung hat sich vollkommen geändert.

Das Yoga der Kunst | Herbert Wentscher, 2:36 min, 2009
...Das Yoga der Kunst ist so angelegt, dass es – ohne Intellekt und Emotionen zu negieren – das Herz als Quelle und Ziel ansieht, als Leitmedium der durch das Kunstwerk übertragenen Schwingungen...

Mittelstreifen | Jana Magdalena Keuchel, 21:24 min, 2011

Zeitsprünge | Juliane Kuhnt, 1:40 min, 2010
Zeitsprünge ist ein grafischer Animationsfilm, der von der endlosen Wandelbarkeit und Neuerfindung der Welt, der Unendlichkeit, handelt.

 


Nach vorn

lightweight table base

Diese abnehmbaren Beine sind speziell entwickelt, um das Problem wackelnder und eventuell ausreißender Tischbeine bei zerlegbaren Tischen zu verhindern. Ein gekantetes Aluminiumblech wird auf die Ecke der Tischplatte gesteckt und mit einer Klettverbindung auf die Dicke der Tischplatte eingestellt. Die Beine, mit dem Blech fest verbunden, werden durch diagonale Zurrgurte verspannt.

von
McKenzie Klein 
Pratt Institute, N.Y.

Studiengang
Produkt-Design

Projekt
»Leichte Entwürfe«

Betreuer:
Prof. Heiko Bartels, Welf Oertel

Sommersemester 2011

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