Das Van-de-Velde-Jahr an der Bauhaus-Universität Weimar

2013 feiert die Bauhaus-Universität Weimar einen ihrer einflussreichsten Köpfe - Henry van de Velde. Seine Weimarer Zeit von 1902 bis 1917 gilt als die produktivste Phase, hier verwirklichte er eine Fülle von öffentlichen und privaten Gebäuden, Innenausstattungen und Möbelentwürfen. 1902 gründete der »Alleskünstler« in Weimar sein Kunstgewerbliches Seminar und errichtete von 1904 bis 1911 zwei seiner wichtigsten architektonischen Werke - die Kunstschule und die Kunstgewerbeschule. Heute zählen das Gebäudeensemble, in denen die Fakultäten Gestaltung und Architektur der Bauhaus-Universität Weimar untergebracht sind, zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Den 150. Geburtstag von Henry van de Velde nimmt die Bauhaus-Universität Weimar zum Anlass, gemeinsam mit der »Impulsregion Erfurt Weimar Jena« das umfangreiche Werk des belgischen Architekten und Designers zu würdigen. Die Angebote  laden ein, sich dem Vordenker des Bauhauses an Originalschauplätzen zu nähern. Einen Überblick über alle Veranstaltungen der »Impulsregion Erfurt Weimar Jena« im Van-de-Velde-Jahr 2013 finden Sie unter www.vandevelde2013.de.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Person Henry van de Velde und zu seinem Kunstschulensemble.

Van-de-Velde-Spaziergang

Auf dem Van-de-Velde-Spaziergang erfahren Interessierte viel Wissenswertes und Anekdotisches über das berühmte Weimarer Kunstschulensemble. Unter dem Motto »Vom Detail zum Ganzen« zeigen Studierende der Universität das scheinbar Verborgene und fast Vergessene an Van de Veldes Architektur und führen zu ausgewählten Wirkungsstätten in Weimar.

mehr

Van de Velde zum Mitnehmen

Das Bauhaus.Atelier der Bauhaus-Universität Weimar bietet eine Reihe von Souvenirs und Publikationen an, die das Van-de-Velde-Jahr thematisch aufgreifen. So haben Produkt-Design-Studierende Van-de-Velde-Souvenirs entworfen, etwa einen Ornament-Button und einen Memo-Halter.

mehr

Fassadenprojektionsfestival »Genius Loci«

Das Fassadenprojektionsfestival Genius Loci Weimar ist ein außergewöhnliches audiovisuelles Spektakel. Vom 9. bis zum 11. August 2013 werden Künstlerinnen und Künstler das Hauptgebäude der Bauhaus-Universität Weimar mit ihren nächtlichen Projektionen zum Leben erwecken.

mehr

Van de Velde kommt gut an

Zum 150. Geburtstag des belgischen »Alleskünstlers« und im Rahmen des Van-de-Velde-Jahres waren und sind Interessierte eingeladen, Teile seines Werks an alter Wirkungsstätte zu erleben. Zwar schloss vor kurzem die erfolgreiche Ausstellung »Der Architekt Henry van de Velde«, doch damit endet nicht das Van-de-Velde-Programm an der Bauhaus-Universität Weimar.

Als Vordenker des Bauhauses spielt Henry van de Velde nicht nur eine prägende Rolle für die Entwicklung der Hochschule. Vielmehr arbeitete er an einem fundamental neuen Verständnis von Gestaltung und Architektur in Abgrenzung zu vorherrschenden Paradigmen. Insbesondere sein architektonisches Wirken faszinierte ca. 6.500 Besucherinnen und Besucher in der Ausstellung »Der Architekt Henry van de Velde«.

Von 28. März bis 13. Mai 2013 wurde im Obergeschoss und dem Oberlichtsaal des Hauptgebäudes der Bauhaus-Universität Weimar dessen architektonisches Werk ausgiebig dokumentiert. Sogar nicht verwirklichte Projekte konnten neben existierenden Bauten Dank der unermüdlichen Arbeit mehrerer Gruppen von Studierenden der Architektur gezeigt werden. Im Rahmen eines Projekts ließ die Gruppe Teile von Van de Veldes Schaffen in 3D-Modellen auferstehen. Für die Konzipierung und Umsetzung zeichneten sich Dr.-Ing. Norbert Korrek, Prof. Dr. Andreas Kästner, Michael Kraus und Tobias Dahl verantwortlich. Letzterer gestaltete gemeinsam mit Patrick Martin, beide Alumni der Visuellen Kommunikation, eine aufwendige Publikation zu Ausstellung, die mittlerweile vergriffen ist. Die Ausstellung stand damit rundum exemplarisch für die Entstehung eines übergreifenden Projekts aus der Lehre an der Bauhaus-Universität Weimar.

Den Zugang zu einem weiteren Aspekt im Schaffen des »Alleskünstlers« schuf das 12. Internationale Bauhaus-Kolloquium. Auch dieses Jahr lud die Fakultät Architektur wieder zu einem hochkarätig besetzten Kolloquium zum Thema des »Gesamtkunstwerks«, bei dem immer wieder der Bezug zu Van de Velde hergestellt werden konnte. Insgesamt wurde das diesjährige Kolloquium in der wissenschaftlichen Community sehr positiv auf- und angenommen. Doch mit diesen beiden Veranstaltungen endet nicht das Van-de-Velde-Jahr an der Bauhaus-Universität Weimar.

Die architektonischen Schaffensphasen des Belgiers sind noch immer im ersten Obergeschoß des Hauptgebäudes zu betrachten. Zudem wird der beliebte Van-de-Velde-Spaziergang seit Ostern diesen Jahres zwei mal am Wochenende angeboten. Samstags und Sonntags, jeweils um 11 Uhr, können Interessierte das Werk und die Gedankenwelt Van de Veldes an dessen alter Wirkungsstätte erleben. Studierende der Bahaus-Universität Weimar führen interessierte Besucherinnen und Besucher und geben einen fundierten und erfrischend-spannenden Blick auf die für das Bauhaus so prägende Figur.

  • Die Ausstellung »Der Architekt Henry van de Velde«

    Studierende der Bauhaus-Universität Weimar gestalteten eine Ausstellung, in der das gesamte architektonische Schaffen Henry Van de Veldes zu sehen war. Vom berühmten Kunstschulensemble der Bauhaus-Universität Weimar bis hin zu nicht realisierten oder zerstörten Objekten - virtuelle Modelle machten das Schaffen Van de Veldes beeindruckend realistisch greifbar.

    mehr
  • 12. Internationales Bauhaus-Kolloquium

    Das Bauhaus-Kolloquium ist die älteste und renommierteste Konferenz zu Architekturtheorie und -geschichte im deutschsprachigen Raum. 2013 widmete sich die Tagung Van de Veldes Idee des Gesamtkunstwerks und diskutierte in diesem Kontext die Rolle der zeitgenössischen Architektur.

    mehr