Bauhaus.Journal Online

Saalgebäude im Gelände des ehemaligen Institutes für Medizin und Biologie der Akademie der Wissenschaften der DDR, Berlin-Buch (Foto: Martin Maleschka)
ehemaliges Haus des Reisens, Berlin, Alexanderplatz (Foto: Mark Escherich, Bauhaus-Universität Weimar)
Halle-Neustadt (Foto: Mark Escherich, Bauhaus-Universität Weimar)
Fassadenausschnitt des ehemaligen Bürogebäudes „Textil Commerz“, Unter den Linden, Berlin (Foto: Mark Escherich, Bauhaus-Universität Weimar)
Erstellt: 11. Dezember 2013

Tagung zur Erhaltung des ostmodernen Bauerbes an der Bauhaus-Universität Weimar

Wie sieht die Praxis der Denkmalpflege von Bauten und Ensembles der 1960er und der 1970er Jahre aus? Wie können erhaltungswürdige Gebäude ermittelt und denkmalgerecht saniert werden? Mit Fragen der denkmalpflegerischen Praxis in der sozialistischen Nachkriegsmoderne befassen sich am 31. Januar und 1. Februar 2014 Referentinnen und Referenten aus dem In- und Ausland innerhalb der Tagung »Denkmal Ost-Moderne II«.

Architektur und Städtebau der 1960er bis 1970er Jahre genießen mittlerweile eine große fächerübergreifende Aufmerksamkeit und haben in den Alltag der Denkmalpflege Eingang gefunden. Zum verantwortungsvollen Umgang mit der Architektur der DDR-Moderne wurde bislang wenig geforscht, auch wenn die Architektur selbst zunehmend akzeptiert wird. Oft gelten die Gebäude nicht oder nur mittels drastischer baulicher Eingriffe als sanierungsfähig.

Impulsvorträge zur DDR-Architektur zwischen Altlast und Kulturerbe, zur Rehabilitierung der DDR-Nachkriegsmoderne und zu Architektenkollektiven der (Ost-)Moderne eröffnen die Tagung. Im Rahmen der interdisziplinär ausgerichteten Konferenz kommen Architekten, Denkmalpfleger, Architekturhistoriker, Denkmalpfleger und Ingenieure zu Wort, die aus ihrer Erfahrung im Umgang mit dem historischen Baubestand der DDR-Moderne berichten. Konkret werden Bauten aus Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Thüringen sowie Beispiele aus Osteuropa vorgestellt, z.B. Belgrad.

»Wir haben 2011 erstmals ein Symposium zur denkmalpflegerischen Praxis der Nachkriegsmoderne veranstaltet, zu dem 200 Fachleute nach Weimar gekommen sind. Während damals Strategien der Aneignung und Erhaltung des baulichen Erbes im Mittelpunkt standen, geht es nun um Probleme der denkmalpflegerischen Praxis des ostmodernen baukulturellen Erbes«, fasst Prof. Dr. Hans-Rudolf Meier, Professor für Denkmalpflege und Bauerhaltung, den Ansatz der Tagung zusammen.

Veranstalter der Tagung sind die Professur Denkmalpflege und Baugeschichte der Bauhaus-Universität Weimar gemeinsam mit der Wüstenrot Stiftung, Ludwigsburg.

Eine Anmeldung bis zum 10. Januar 2014 ist erforderlich.
Der Unkostenbeitrag beträgt 30 Euro.

Eckdaten zum Symposium 
31. Januar und 1. Februar 2014
Hörsaal A, Hörsaalkomplex Bauhaus-Universität Weimar, Marienstraße 13, 99423 Weimar und Oberlichtsaal, Hauptgebäude der Bauhaus-Universität Weimar, Geschwister-Scholl-Str. 8 , 99423 Weimar

Zum Gesamtprogramm des Symposiums

Ein Tagungsband zur ersten Tagung »Denkmal Ost-Moderne I« ist 2012 im Berliner Jovis-Verlag erschienen: Denkmal Ost-Moderne. Aneignung und Erhaltung des baulichen Erbes der Nachkriegsmoderne (Stadtentwicklung und Denkmalpflege Band 16), Herausgeber: Mark Escherich, 256 Seiten, Preis: 29,80 Euro, ISBN 978-3-86859-143-9. 

Für organisatorische Rückfragen steht Ihnen gern zur Verfügung: Cornelia Unglaub, Sekretariat der Professur Denkmalpflege und Baugeschichte, Fakultät Architektur und Urbanistik, Tel.: +49 (0) 36 43 / 58 31 29, E-Mail: cornelia.unglaub@uni-weimar.de

In inhaltlichen Fragen können Sie sich gern an Dr. Mark Escherich, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Professur Denkmalpflege und Baugeschichte, wenden: Tel.: +49 (0) 178 / 3931266, E-Mail: mark.escherich@uni-weimar.de