Kirche der Berufsschule Gijón, Asturien, Spanien (Architekt: Luis Moya Blanco, errichtet 1946-1957), Foto: Max Welch Guerra
Kirche der Berufsschule Gijón, Asturien, Spanien (Architekt: Luis Moya Blanco, errichtet 1946-1957), Foto: Max Welch Guerra

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Erstellt: 14. November 2013

Internationales Symposium über Städtebau unter den Diktaturen im 20. Jahrhundert

Experten diskutieren am 21. und 22. November 2013 in Weimar die Geschichte und Geschichtsschreibung unter dem Städtebau faschistischer Regimes in Italien, Portugal, Sowjetunion, Spanien und Deutschland im 20. Jahrhundert.

»Das Symposium ist für uns ein wichtiger Baustein beim Aufbau unseres europäischen Netzwerkes zum Thema Städtebau und Diktaturen im 20. Jahrhundert«, erläutert Prof. Dr. Max Welch Guerra, Direktor des Bauhaus-Instituts für Geschichte und Theorie der Architektur und Planung sowie Professor für Raumplanung und Raumforschung an der Bauhaus-Universität Weimar. »Wir werden in den kommenden Jahren im Verbund intensiv an diesem Themenfeld forschen, denn erst durch eine gesamteuropäische Perspektive lässt sich der Städtebau der Diktaturen befriedigend verstehen«, so Prof. Welch Guerra weiter. 

Mit dem Symposium möchte der Forschungsverbund die europäische Perspektive weiter ausbauen. Er tut dies ausgehend von einer Bestandsaufnahme der jeweiligen natio­nalen Geschichtsschreibungen sowie der Betrachtung besonderer städtebaulicher Projekte, Personen oder Themen. Erst in einer europäischen Perspektive werden etwa die sehr unterschiedlichen Spielräume und Rollen der führenden Fachleute, aber auch die Unterschiede bei den begünstigten wie ausgegrenzten sozialen Schichten deutlich.

Zu den international bekannten Referentinnen und Referenten der Konferenz zählen die Professoren Harald Bodenschatz (Center for Metropolitan Studies/TU Berlin), Dr. Marco Cremaschi (Università Roma Tre), Carlo Sambricio und Álvaro Sevilla (Universidad Politécnica de Madrid) und Teresa Marat (Instituto Universitário de Lisboa).

Bislang hatte sich der diktatorische Städtebau in Deutschland jahrzehn­telang auf die NS-Zeit konzentriert. Studien über städtebauliche Aspekte unter Diktatoren blieben eine Ausnahme. Mittlerweile ist jedoch auch der städtebauliche Wandel unter Mussolini, Stalin, Salazar und Franco Gegenstand umfassender Untersuchungen geworden.

Arbeitssprache des Symposiums ist Englisch. Der Eintritt ist kostenfrei.

Das Symposium wird gefördert durch:
Deutscher Akademischer Austausch Dienst (DAAD), finanziert aus Mitteln des Auswärtigen Amtes (AA).

Eckdaten zum Symposium
Städtebau unter den Diktaturen im 20. Jahrhundert:
Italien, Portugal, Sowjetunion, Spanien und Deutschland.
Geschichte und Geschichtsschreibung

Veranstalter:
Bauhaus-Institut für Geschichte und Theorie der Architektur und Planung
Fakultät Architektur und Urbanistik

21./22. November 2013
Hauptgebäude der Bauhaus-Universität Weimar, Oberlichtsaal
Geschwister-Scholl-Str. 8 , 99423 Weimar

Verantwortlich: Prof. Dr. Max Welch Guerra; Direktor Bauhaus-Institut/Institut für Europäische Urbanistik
Konferenzleitung: Harald Bodenschatz, Piero Sassi, Max Welch Guerra

> Zum Gesamtprogramm des Symposiums

> Informationen zum Bauhaus-Institut für Theorie und Geschichte der Architektur und Planung

Für Rückfragen steht Ihnen gern Gabriela Oroz, Referentin für Fakultätsmarketing, Fakultät Architektur und Urbanistik, zur Verfügung (Tel.: +49 (0) 36 43 / 58 31 15, E-Mail: gabriela.oroz[at]uni-weimar.de).

 

 

Kontakt
Claudia Weinreich
Pressesprecherin
Bauhaus-Universität Weimar
Tel.: +49(0)3643/58 11 73
Fax: +49(0)3643/58 11 72
E-Mail: presse[at]uni-weimar.de
Web: www.uni-weimar.de/medienservice