Seit über 60 Jahren ist Weimar ein Zentrum der Baustoffforschung und -lehre in Deutschland. Der Grundstein dafür wurde vom Bauingenieur Friedrich August Finger gelegt, der 1944 Professor für "Baustoffkunde, Ingenieurbau und Statik" an der damaligen Hochschule in Weimar wurde. Ihm ist es zu verdanken, dass 1953 eine Fakultät Baustoffkunde und Baustofftechnologie gegründet wurde.
Die Baustofflehre und -forschung an der Bauhaus-Universität Weimar werden aktuell vom F.A. Finger-Institut für Baustoffkunde vertreten, welches 1995 von Herrn Prof. Dr.-Ing. habil. Jochen Stark gegründet wurde und sich unter seinem maßgeblichen Einfluss zu einem der national und international renommiertesten Baustoff-Institute entwickelt hat. Nach der Emeritierung von Professor Stark übernahm am 01.11.2009 Herr Prof. Dr.-Ing. Horst-Michael Ludwig die Institutsleitung und damit gleichzeitig die Leitung der Professur Werkstoffe des Bauens. Als stellvertretende Institutsleiterin steht ihm Frau Prof. Dr.-Ing. Andrea Osburg zur Seite. Sie ist Lehrstuhlinhaberin der Professur Bauchemie und Polymere Werkstoffe, die ebenfalls am FIB angesiedelt ist.
Am FIB werden Grundlagenforschung sowie angewandte Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet Baustoffe, Sanierung und Recycling mit den Schwerpunkten Zement, Mörtel, Beton, Gips, Polymere und Holz durchgeführt.
Der hohe wissenschaftliche Anspruch der Forschungsergebnisse wird in weit über 500 Publikationen und der aller 3 Jahre stattfindenden Internationalen Baustofftagung (Ibausil) deutlich. Als derzeit größtes Institut der Bauhaus-Universität Weimar beschäftigt das FIB etwa 100 Mitarbeitende mit einem Drittmittelforschungsetat von ca. 4,5 Mio. Euro im Jahr (2014).