Das Brendelsche Atelier

- Bauhaus.Atelier | Info Shop Café
Im sanierten Brendelschen Atelier hat das neue Besucher- und Informationszentrum der Bauhaus-Universität Weimar, dem Bauhaus.Atelier | Info Shop Café am 21. April 2010 seinen Betrieb aufgenommen. Die Bauhaus-Universität Weimar möchte mit dem Bauhaus.Atelier eine zentrale, repräsentative Anlaufstelle für Besucher sowie einen kommunikativen Ort für Professoren, Mitarbeitern und Studierende schaffen. Das Bauhaus.Atelier bietet einen Ort, an dem der offene, kreative und transdisziplinär geprägte Geist der Universität professionell und serviceorientiert umgesetzt, von jedem Besucher erlebt werden kann.
Im Bauhaus.Atelier | Info Shop Café sind die Veröffentlichungen des Universitätsverlags, Publikationen zum Thema Bauhaus oder aktuelle Fachliteratur erhältlich. Zudem finden die innovativen Souvenirs von den Gestaltern der Hochschule ihren Platz. Das Bauhaus.Atelier versteht sich als die wachsende Plattform für Produkte unserer Studenten und Alumni. Das Café lädt zum Verweilen ein und der Bauhaus-Spaziergang hat hier seinen Startpunkt.
Das Gebäude gehört zum Ensemble der Welterbestätten und steht unter Denkmalschutz. Durch die aktuellen Erweiterungsbauten der Bauhaus-Universität Weimar und der damit verbundenen Neugestaltung der Freiflächen hinter dem von Henry van de Velde errichteten Hauptgebäude befindet sich das Bauhaus.Atelier | Info Shop Café nun an zentraler Stelle. Es steht erstmals seit 1914 vierseitig frei und bildet nach der derzeitigen Sanierung den neuen Mittelpunkt des Hochschulcampus der Bauhaus-Universität Weimar.

Zur Geschichte des Gebäudes
Als Atelier für den Tiermaler und damaligen Direktor der Weimarer Kunsthochschule Professor Albert Brendel erbaut, galt das Gebäude schon im Jahr seiner Errichtung 1886 als kleine Sensation. Im Hof der großherzoglichen Kunsthochschule gelegen, wurde es von der Klasse von Tierzeichnern und -malern genutzt, die von Eisenfachwerk getragene Glaskuppel schaffte für das Zeichnen ideale Bedingungen. Das sensationelle Glaswalmdach musste allerdings 1904 zu einigen Teilen geschlossen werden, da das kleine Atelier in den Prellerhof umgesetzt wurde.
Mit der Gründung des Bauhauses spielte das Glashaus für alle Werksklassen eine zentrale Rolle. Mit einem Küchenanbau versehen, sollte es in den Jahren 1919 bis 1925 den Bauhäuslern vor allem als Speisenanstalt dienen, als Bauhaus-Mensa.
Durch den Weggang des Bauhauses aus Weimar hatte auch die kleine Mensa ausgedient. Die nachfolgenden Hochschulen nutzten das Haus bis in die 1990er Jahre hinein lediglich als Abstellraum.
1999 wurde die Bauhaus-Mensa in das Denkmalbuch des Thüringischen Landesamtes für Denkmalpflege aufgenommen. In den vergangenen Jahren diente das Haus vor allem als Atelier und Abstellraum für Plastiken. Zeitgleich begann die Universitätsleitung über eine neue Nutzung des kleinen, aber traditionsreichen Gebäudes nachzudenken.
Zuletzt geändert: 20.02.2012
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