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Mythos Billboard
vom Bild zum Screen zum Raum ...
Prof. Wolfgang Sattler / Prof. Dr. Bernd Fröhlich / Dipl.-Ing. Stefan Kraus / Dipl.-Inf. Jan Hochstrate / Dipl.-Des. Alexander Kulik
Bekanntmachungen an Bauzäunen sind frühe und nach wie vor äußerst effektive öffentliche Anzeigen. Mittlerweile wimmelt es in urbanen Umgebungen nur so von Anzeigetafeln für designte Imagekampagnen der Industrie, die längst nicht mehr als Bauzaun, sondern einzig zu diesem Zweck errichtet werden. In vielen Museen, Kaufhäusern und Bahnhöfen begegnet man jedoch immer häufiger auch ihrer technologischen Weiterentwicklung. Statt statischer Informationen zeigen Videoprojektoren und großformatige Bildschirme bewegte Bilder, die uns Geschichten erzählen sollen. Die Interaktion mit den Computern, die diese Displays steuern beschränkt sich jedoch meist auf die Möglichkeit den gebetsmühlenartig wiederholten Erzählstrang zu stoppen und an ausgewählten Passagen wieder starten zu können. Nicht viel aber doch genug, um deutlich zu machen, dass es sich um ein bidirektionales Medium handelt. Eines, dessen Potential längst noch nicht ausgeschöpft wird.
Die spezifische Information, die wechselnde Betrachter mit unterschiedlichen Interessen über ein Produkt, einen Service oder einen Ausstellungsgegenstand tatsächlich suchen (und sei es nur der Wunsch, ein beworbenes Produkt von anderen Seiten und in bestimmten Kontexten zu sehen), finden sie selten besser mit Hilfe der aufwendigen Technik. Dabei liegt genau darin ihr Potential. Die gesuchte Information wäre schließlich meist verfügbar... Um die Kommunikation zu verbessern, stehen uns Technologien zur Verfügung, die mehr können als ein Monitor, eine Maus und ein Lautsprecher. Um damit mehr als zu sehen, zu zeigen und zu hören, brauchen wir also neue Informations- und Werbekonzepte, die den Möglichkeiten neuer Medien Rechnung tragen.
Ziel:
Es geht um Entwurf und realitätsnahe Umsetzung von medial erweiterten Präsentationsräumen. Hintergedanke ist die nahtlose Überlagerung und Verschmelzung medialer, interaktiver Inhalte und Schnittstellen. Ziel ist die Kreation eines Erlebnisraumes, der verschiedenste Inhalte vermitteln kann. Mediale Eigenschaften eines Objektes können ebenso gestaltet werden wie physikalische Eigenschaften.
Potentielle Showroom Themen:
Präsentation einer Modekollektion
Produktpräsentationen
Thematische Ausstellung ( Geschichte/Kunst/Theorie)
Erkundung von Informationsräumen
Im Projekt beschäftigen wir uns mit:
Wahrnehmung von Realität und der Entwicklung von Fenstern zu konstruierten Symbolwelten. Von der Fassade als italienische Tradition der Schauwand in der Renaissance bis hin zu den „billboards“ unserer Zeit...(von Leon Battista Alberti bis "Learning from Las Vegas“)
Bild- und Raumkonzepten zur Vermittlung von Informationen, Atmosphären und Identitäten (Images). Von Kultur zu Technik und zurück...
Designentwurf und technischer Realisation von Interaktionsszenarien im Raum und die dazugehörenden relevanten Eingabegeräte mit dem Ziel des Prototypenbaus.
Teaching:
Einführung in Szenographie / Ausstellungsgestaltung
Einführung in die Entwicklung von Storyboards sowie die Modellierung von Interaktionssystemen
Einführung in die Elektronik, Sensorik und Microcontroller
Einführung in Informationsvisualisierungstechniken
Einführung in MAX/MSP/Jitter
Einführung in Touch Designer
Inspiration:
Richtet sich an M,G,A
Ort / Start / Projekttag: siehe Aushang
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