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    Media Security / Prof. Dr. Stefan Lucks
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    Kryptographie und Mediensicherheit

    Vorlesung

    Dozent: Prof. Dr. Stefan Lucks

    Früher galt die Kryptographie als Werkzeug für Militärs, Geheimdienste
    und Diplomaten. Aus dieser Zeit stammt auch noch die berühmte
    Enigma-Chiffriermaschine.

    Doch heute, in einer zunehmend vernetzten Welt, entwickelt sich die
    Kryptographie buchstäblich zu einer Schlüsseltechnologie für gesicherte
    Kommunikation. Von der Öffentlichkeit kaum bemerkt hat die Kryptographie
    schon längst Einzug gehalten in alltäglich genutzte Geräte, darunter
    Geldautomaten und Mobiltelefone.

    Der Entwurf kryptographischer Komponenten ist schwierig, und in der Praxis
    trifft man oft auf erhebliche Entwurfsfehler. (Dies kommentiert Bruce
    Schneier mit drastischen Worten: "Milliarden von Dollar werden für
    Computersicherheit ausgegeben, und das meiste davon wird für unsichere
    Produkte verschwendet.")

    Nicht nur der Entwurf kryptographischer Komponenten ist schwierig, auch
    der Einsatz von "an sich guten" Komponenten für sichere IT- und
    Mediensysteme ist fehlerträchtig und erfordert ein genaues Verständnis der
    jeweiligen Bedingungen, unter denen eine kryptographische Komponente als
    "sicher" gelten kann.

    Die Vorlesung gibt einen Einblick in Denkweise und Methodik der
    Mediensicherheit und der modernen Kryptographie.

     

    •  Sicherheitskriterien und theoretische Grundlagen.
    •  Secret-Key Algorithmen (z.B. DES, AES).
    •  Public-Key Kryptographie (z.B. RSA) und digitale Unterschriften.
    •  Kryptographische Kommunikationsprotokolle.
    •  Kryptanalyse, d.h., Angriffe auf Kryptosysteme.
    •  Einsatz von Kryptosystemen in der Praxis.
    •  Vertraulichkeit und Authentizität.
    •  Identität und Nichtabstreitbarkeit.
    •  Zugangskontrolle, Authentifikation und Biometrie Literatur.

    Termine (Ort):

    Vorlesung: Donnerstags von 11:10 Uhr bis 12:45 Uhr (Änderung gegenüber dem Vorlesungsverzeichnis!!!) in der Karl-Haußknecht-Straße 7, Hörsaal (IT-AP) ab dem 09.04.2009

    Übung: Montags von 09:15 Uhr bis 10:45 Uhr in der Bauhausstraße 11,  Seminarraum 013 ab den 20.04.2009

    Literatur:

    • D. R. Stinson: Cryptography Theory and Practice, CRC Press.
    • A. J. Menezes, P. C. van Oorschot, S. A. Vanstone: Handbook of Applied Cryptography, CRC Press.
    • J. Buchmann: Einführung in die Kryptographie, Springer Verlag.
    •  A. Beutelspacher: Kryptologie, Vieweg Verlag.
    • A. Beutelspacher, J. Schwenk, D. Wolfenstetter: Moderne Verfahren der Kryptographie, Vieweg Verlag.
    • C. Eckert: IT-Sicherheit. Konzepte - Verfahren - Protokolle, Oldenbourg
    • AES Proposal
    • A Tutorial on Linear and Differential Cryptanalysis

    Zielgruppe:

    Mediensysteme Bachelor

    Materialien/Unterlagen:

    Weitere Informationen:

    Klausurzulassung:

    keine 2 aufeinander folgenden Übungsblätter mit weniger als 50% der zu erreichenden Punkte

    Beispiel: Blatt 1 hat eine Gesamtpunktzahl von 20 Punkten. Blatt 2 hat eine Gesamtpunktzahl von 10 Punkten Zulassung zur Klausur erfolgt, wenn ein Student entweder 50% der Punkte im ersten oder im zweiten Blatt erreicht hat. Diese Rechnung wird auf jedes in diesem Semester behandelte Übungsblatt angewende:

    • Student A: hat in ersten Blatt 7 Punkte und im zweiten 9 Punkte. Damit hat er in Blatt 2 mindestens 50% der Punkte erreicht und ist für die Klausur zugelassen.
    • Student B: hat 9 Punkte auf dem ersten Blatt und 3 auf dem zweiten. Damit hat er in keinem der beiden Blätter mindestens 50% erreicht und ist für die Klausur nicht zugelassen.

    Bonus:

    • 2/3 aller Punkte der Übungsblätter oder
    • oder 50% der Punkte in jedem Übungsblatt

    Hinweise zur Klausur

    Bitte beachten Sie, dass die alte Probeklausur sich auf den Stoffumfang einer längeren Vorlesung (4+2) bezieht - es ist also nicht schlimm, wenn Sie nicht alle dort gestellten Fragen beantworten können.

    Zu der neuen Probeklausur geben wir keine Lösungshinweise. Sie sollten in der Lage sein, alle Aufgaben mit Hilfe Ihres Verstandes und Ihrer Unterlagen --einschließlich Ihrer eigenen Vorlesungsmitschrift-- zu lösen.

    Hilfsmittel:

    Als Hilfstmittel bei der Klausur können Sie ein DIN-A4-Blatt mit handgeschriebenen Notizen nutzen (beidseitig beschrieben, wenn Sie möchten). Auf dem Blatt müssen auch Ihr Name und Ihre Matrikelnummer vermerkt sein (gut lesbar für die Klausuraufsicht).

    Andere Hilfsmittel sind nicht zugelassen, insbesondere auch kein Taschenrechner.

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