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    Media Security / Prof. Dr. Stefan Lucks
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    Kryptographische Hashfunktionen

    Kryptographische Hashfunktionen sind einerseits ungewöhnliche kryptographische
    Algorithmen, andererseits aber auch die Last- oder Arbeitstiere in vielen
    Anwendungen: Ungewöhnlich sind sie insofern, als sie (im Gegensatz
    beispielsweise zu Ver­schlüsselungs- oder Signaturalgorithmen) keinen Schlüssel
    nutzen. Als Arbeitstiere treten die Hashfunktionen vielfach in kryptographischen
    Protokollen auf, wenn es darum geht, einen kurzen „Fingerabdruck“ von längeren
    Daten zu nehmen.

    Die Jahre 2004 bis 2006 waren in Bezug auf kryptographische Hashfunktionen
    dramatisch: Es erwies sich, dass die leider immer noch weithin genutzte
    Hashfunktion MD5 unsicher ist – auf einem PC kann man binnen weniger Sekunden
    einen Angriff durchführen. Schlimmer noch, sogar der bis dahin als sicher
    geltende Standard SHA-1 ist zumindest theoretisch angreifbar. Als Konsequenz
    daraus hat sich das US-amerikanische National Institute of Standards and
    Technology (NIST) entschlossen, einen Wettbewerb auszuschreiben, in dessen
    Verlauf eine neue, sichere Hashfunktion als Sieger gekürt und anschließend
    standardisiert werden soll.

    Die Vorlesung bietet zunächst eine Einführung in kryptographische Hashfunktionen
    und deren Anwendung in der Praxis. Weiter werden die in jüngerer Zeit präsentierten
    Angriffe demonstriert und Ansätze für die Entwicklung neuerer und
    (hoffentlich!) besserer Hashfunktionen erläutert. Das Ziel der Vorlesung besteht
    darin, Studierende in ein spannendes und hochaktuelles Forschungs-Teilgebiet der
    Kryptographie einzuführen.

    Vorlesung: Donnerstag 13.30 - 15.00 Uhr, Karl-Haußknecht-Str. 7 (Hörsaal)

    Übung (ab 01.11.): Donnerstag 15.15 - 16.45 Uhr, Bauhausstr. 11 (Raum 014)

    Folien zur Vorlesung:

    Übungsblätter:

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