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    Europäische Medienkultur / Jun.-Prof. Dr. Hedwig Wagner
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    Die EMK-Module dienen den dt. Studierenden zur Vorbereitung ihres Aufenthaltes in Lyon und den frz. Studierenden des Studienprogramms zur Einführung in hiesige Lehr- und Lernmethoden sowie hiesiges wissenschaftliches Denken und zur Erarbeitung von Problemstellungen. Diese Module werden der Komplementarität der Lyoner kommunikationswissenschaftlichen Ausrichtung und der Weimarer kulturwissenschaftlich-medientheoretischen Konzeption am besten gerecht, wenn in diesen speziellen Modulen die Schnittmenge, die Konvergenzen beider Richtungen gesucht werden. Diese gibt es a.) in Form von gemeinsamen Theoriepositionen, b.) durch den Bezug auf Mediengeschichte und c.) auf Medienphänomene.
    In der unterschiedlichen Herangehensweise und wissenschaftlichen Problemstellung in der Diskussion der Texte und der Referate wird die Differenz beider Konzeptionen erkennbar. Diese muss reflektiert werden, damit ein Wissenschaftsverständnis für beide Ausrichtungen entwickelt werden kann. Meine Seminarangebote für die Module der EMK sind zum einen themenzentriert angelegt: Gegenwärtige gesellschaftspolitische Medienphänomene aus den allgemeinen geisteswissenschaftlichen Gebieten, die aus den unterschiedlichen
    Theoriepositionen der info-com und der Medienkultur/Medientheorie bearbeitet werden. Die angebotenen Seminare sind selbständig konzeptioniert, jedoch in Absprache mit den frz. Kooperationspartnern und harmonisiert mit den Studienmodulausrichtungen des Masters European Film and Media Studies.
    Zum anderen ist die von mir anvisierte Ausrichtung der EMK einer doppelten Zielsetzung verpflichtet: Zum einen ist eine Doppelkompetenz anzustreben in den jeweiligen nationalen, also deutschen wie französischen, aktuellen Wissenschaftsdiskursen, spezifiziert auf Weimar bzw. unseren Kooperationspartner in Lyon. Doch soll es nicht bei der doppelten akademischen Sozialisation bleiben, um Grenzgänger zu ermöglichen, vielmehr geht es darum, dass die Studierenden der Europäischen Medienkultur europawissenschaftliche
    Kompetenzen erwerben. Die Ideengeschichte Europas sowie zentrale Themen der jungen Disziplin der Europawissenschaften sind stets integraler Bestandteil der EMK-Module. So sollten sich die Kurse mit transnationalen Medienereignissen beschäftigen, der europäischen Kulturgeschichte unter spezifischen Fragestellungen wie die nach Epochenumbrüchen, Strukturmerkmalen und transversalen Medienvernetzungen nachgehen. Selbstverständlich wird in diesen Modulen die besondere bilinguale Sprachkompetenz genutzt, um relevante Werke im Original zu lesen und fachwissenschaftlich zu bearbeiten. Besonders frz.spr.- geprägte intellektuelle Strömungen wie der Strukturalismus, die Dekonstruktion, die Postmoderne bieten sich hier an.

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