Philosophie

Friedrich Nietzsche
Schreibmaschinentexte
Vollständige Edition
Faksimiles und kritischer Kommentar
Hrsg. von Stephan Günzel und Rüdiger Schmidt-Grépály
3., vollständig überarbeitete und korrigierte Auflage, Format: 16,8 x 29,7 cm, 104 Seiten, ISBN: 978-3-86068-396-5, Preis: 18,60 €
Liest man Nietzsches Texte auf der Schreibmaschine, erkennt man einen anderen Nietzsche: einen heiteren. Seine Zwei- und Vierzeiler erinnern weniger an ›Gedichte‹ als an Kinderreime. Es sind Verse eines humorvollen Menschen, die bisweilen so freizügig sind, dass sie Nietzsches Schwester Elisabeth vor einer vollständigen
Publikation zurückschrecken ließen.
Erstmals sind hier alle erhaltenen Typoskripte Nietzsches der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden. Sie werden in zwei Abteilungen als Faksimiles vorgelegt: zunächst Nietzsches Briefe, sodann eine Sammlung von Gedichten und Entwürfen – die 500 Aufschriften.
Die Originalschreibmaschine kann seit Oktober 2010 im Nietzsche-Archiv in Weimar besichtigt werden.
Schriften aus dem Kolleg Friedrich Nietzsche

Naturästhetik interkulturell
Ryosuke Ohashi
Format: 15,5 x 22,8 cm, Broschur, 92 Seiten, ISBN: 978-3-86068-448-1, Preis:
9,60 €
In diese Publikation sind insgesamt fünf Vorlesungen aufgenommen.
1. Die Kultur des »Windes« in Japan in interkultureller Perspektive;
2. Die Ästhetik des »Wassers« im Hinblick auf die Übersetzbarkeit der Kultur;
3. »Leben« aus ostasiatischer Sicht;
4. Der Zeitbegriff beim Zen-Meister Dôgen aus philosophischer Sicht;
5. Das überschüssige »Halbe« im Dialog mit der abendländischen Ontologie der »Ganzheit«.
Zuvor wird in der Einleitung der Naturbegriff im Fernen Osten erläutert. Die Gesamtperspektive der behandelten Naturästhetik ist durch und durch interkulturell-philosophisch.

Moderne und Historizität
Herausgegeben von Stefan Wilke
Format: 15,5 x 22,8 cm, Broschur, 184 Seiten, ISBN: 978-3-86068-440-5, Preis: 18,60 €
Die Tagung „Moderne und Historizität“ des Kollegs Friedrich Nietzsche der Klassik Stiftung Weimar fragte nach den Beziehungen gesellschaftlicher und ästhetischer Modernisierungsprozesse und ihren Folgen für eine historische Epistemologie. Die Beiträge spannen den Bogen von systemtheoretischen Konzepten der Moderne über die Reflexion der künstlerischen Avantgarden des 20. Jahrhunderts und ihren Geschichtstheorien bis hin zu Modellen des Historismus von den Vertretern der neapolitanischen Schule.

Universalismus
Herausgegeben von Klaus Vieweg
Format: 15,5 x 22,8 cm, Broschur, 198 Seiten, ISBN: 978-3-86068-437-5, Preis: 18,60 €
Universalistisches Denken geriet in den letzten Jahrzehnten häufig in die Kritik. Hinter diesem Konzept stehe, so der Verdacht, unausgesprochen eine Art Eurozentrismus. Manche sehen darin einen metaphysischen Dinosaurier und rufen das Ende der ›exklusiven Vernunft‹ und den Untergang des universalistischen Diskurses aus. Favorisiert wird stattdessen ein Kulturrelativismus mit seiner These von der radikalen Pluralität der kulturellen Formen und dem Bestreiten alles Allgemeinen. Dieser Relativismus gilt als der Anwalt der Toleranz und der bunten Mannigfalt, der Universalismus hingegen wird mit dem Stigma des Intoleranten und grauen Einen versehen, hier die Vielfalt und das zu allen kulturellen Formen Tolerante, dort das Imperiale und Uniforme. Nun wird sicher zu Recht die Gleichberechtigung der besonderen Kulturen eingefordert. Aber dies bringt Fragen mit sich: Was heißt denn Gleichberechtigung, was versteht man unter Besonderheit? Kann man sinnvoll Besonderheit ohne Allgemeinheit verstehen, ohne das Universelle im Sinne des Allgemeinen? Was kann als gleich oder universell angesehen werden?

Nicht-Arbeit
Politiken, Konzepte, Ästhetiken
Jörn Etzold, Martin Jörg Schäfer
Format: 15,5 x 22,8 cm, 250 Seiten, Broschur, ISBN: 978-3-86068-429-0, Preis: 18,60 €
Mit dem Titel „Nicht-Arbeit“ ist zugleich einen Anspruch und ein Dilemma formuliert: der Anspruch auf etwas, was nicht „Arbeit“ sein soll, sich der Welt der „Arbeit“ entzieht, ihre Dynamik unterbricht oder anderen Spielregeln folgt. Und doch, so markieren es die hier versammelten Beiträge, scheint dieser Gegenbegriff zur „Arbeit“ nur schwierig wenn überhaupt auf einen eigenen positiven Begriff zu bringen, der sich dem Bannkreis der Arbeit entzöge. Ob die „Freizeit“, der „Müßiggang“ oder die „Faulheit“ auf der einen Seite oder ob auf der anderen Seite das „Kapital“ oder die „Spekulation“: In allen Begriffen und Konzepten, die gegen (und gegen welche ihrerseits) die „Arbeit“ seit dem 18. Jahrhundert ins Spiel gebracht wurden, findet sich die „Arbeit“ als unhintergehbarer Bezugspunkt. Sie erscheinen oft als Spiegelbilder der bekämpften „Arbeit“ oder zumindest als unauflöslich mit ihr verschränkt.
Die in diesem Band versammelten Beiträge aus der Literatur-, Theater- und Kulturwissenschaft kennzeichnen Umgangsformen mit diesem Anspruch und diesem Dilemma: Politiken der „Nicht-Arbeit“ in der zeitgenössischen Praxis, Konzepte der „Nicht-Arbeit“ in Genealogien des modernen Arbeitsbegriffs und seiner Gegenspieler sowie Ästhetiken, die in der Sphäre der Kunst eine andere Praxis von „Arbeit“ und „Nichtarbeit“ ausprobieren.
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Bibliografie des Kollegs Friedrich Nietzsche 1993–2009
Herausgegeben von Marina Sawall
Zum 10-jährigen Jubiläum des Kollegs Friedrich Nietzsche erscheint die vorliegende Bibliografie. Ziel dieser Bibliografie ist es, im Sinne einer Dokumentation alle Publikationen zu erschließen, die aus Veranstaltungen und Fellowships des Kollegs hervorgegangen sind und auf diese Weise die vielfältige wissenschaftliche Auseinandersetzung zu veranschaulichen, die unter dem Dach des früheren Bewohners und Philosophen Friedrich Nietzsche in der Villa Silberblick (dem ehemaligen Nietzsche-Archiv) ihren Ausgang nahm.
Zuletzt geändert: 07.03.2012
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