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    Web Technology · Information Systems · Prof. Dr. Benno Stein
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    BAT - Blind Accessibility Tool

    Kurzbeschreibung

    Das Blind-Accessibility-Tool BAT soll Blinden und Sehbehinderten das Zurechtfinden auf Webseiten erleichtern. Es handelt sich um eine Browsererweiterung für Firefox, die im laufenden Betrieb aktiviert werden kann.

    Ziel ist es, einzelne inhaltliche Abschnitte einer Seite zu erkennen, die in einem so genannten Metaabschnitt am Anfang der Seite aufgelistet werden. Auf diese Weise wird Blinden der direkte Zugriff auf die Inhalte einer Webseite ermöglicht, ohne dass sie die gesamte Seite vollständig erfassen müssen.

    Browser Add-on

    Wenn Sie BAT intallieren möchten, reicht im günstigsten Fall ein Klick. Nach der Installtion können Sie im Browser BAT jederzeit mit der Tastenkombination STRG+SHIFT+B (gleichzeitig zu betätigen) aktivieren bzw. deaktivieren. Bitte folgen sie den unten aufgeführten Links, je nachdem, welcher Fall auf Sie zutrifft:

    BAT

    Sie surfen mit Firefox? Dann klicken Sie bitte hier. (10 KB)

    Firefox+BAT

    Sie surfen mit Internet Explorer und möchten Firefox nicht installieren?
    Einen direkt ausführbaren Firefox inclusive BAT finden Sie hier. (6.8 MB)
    Einfach herunterladen, entpacken und PortableFirefox.exe starten.

    Firefox

    Sie möchten Firefox zuerst installieren? Hier finden Sie ihn (neue Seite).

    Projektübersicht

    Blinde müssen beim Zugriff auf das Internet viele Hindernisse überwinden. Insbesondere Webseiten, die nicht hinsichtlich Benutzerfreundlichkeit und Barrierefreiheit optimiert sind, stellen große Schwierigkeiten dar, da sie oft nicht korrekt wiedergegeben werden können. Die Zugänglichkeit leidet vielfach, da der Aufbau von Webseiten eher gestalterischen Richtlinien unterliegt, und sich kaum jemand Gedanken um blinde Besucher macht. Hinzu kommt, dass blinde Internetnutzer zunächst keinen Überblick über eine Webseite haben und sich zeilenweise durch den gesamten Inhalt arbeiten müssen. Es dauert also eine Weile, bis sie zu den gewünschten Informationen gelangen oder feststellen, dass die gar nicht vorhanden sind. Wir verfolgen daher den Ansatz, ankommende Webseiten direkt im Webbrowser zu vereinfachen und zusammenzufassen. Indem inhaltliche Abschnitte erkannt und in einem Metabereich zusamengefasst werden, der als vereinfachte Navigation dient, wird ein schneller Zugriff gewährleistet. Die Vereinfachung der Webseite befreit sie von allem, was von Blinden nicht erfasst werden kann oder belanglos für sie ist. Die nachfolgenden Bildschirmfotos zeigen zwei Webseiten, jeweils in Normalansicht und mit Hilfe von BAT bearbeitet.

     

    Die Erkennung einzelner Abschnitte beruht auf der Suche und Auswertung von Trennelementen. Wir gehen dabei davon aus, dass jeder Abschnitt einen gewissen Abstand zu anderen Abschnitten hat bzw. dass bestimmte HTML-Elemente zur ihrer Trennung genutzt werden. Jeder gefundene Abschnitt wird in eine der Kategorien "Inhalt", "Navigation" oder "Formular" eingeordnet. Schon während der Suche werden die Seiten regelbasiert vereinfacht. Dazu gehört, dass Elemente, die für den Blinden keinen Nutzen haben, entfernt werden. Beispielsweise sind das Bilder ohne Alternativtext, Stylesheets oder Flash-Elemente. Bilder mit Alternativtext, werden durch diesen ersetzt. Webseiten werden in der Software durch das Document-Object-Model (DOM) repräsentiert. Es modelliert die hierarchische Struktur der Webseite, also die vorliegende Verschachtelung von HTML-Elementen, die Ausgangspunkt für die Abschnittserkennung ist.

    Blindengerechte Zugangsplattform. Mit Firefox und dem Blind Accessibility Tool steht eine plattformübergreifende Lösung für den blindengerechten Zugriff auf das Internet zur Verfügung. Sie ist unabhängig vom eingesetzten Screenreader (z.B. JAWS 7) oder Betriebssystem, erleichtert ihnen jedoch die Aufarbeitung der angezeigten Inhalte. Ein Screenreader ist eine alternative Benutzerschnittstelle. Sie vermittelt die Informationen, die gewöhnlich auf dem Bildschirm ausgegeben werden mit Hilfe nicht-visueller Ausgabegeräte. Die Bedienelemente und Texte werden dabei mittels Sprachsynthese akustisch, oder taktil über eine Braillezeile wiedergegeben. Die Ausgabe ist dabei nicht auf Text beschränkt: Wiedergegeben werden alle am Bildschirm dargestellten grafischen Elemente wie Fenster, Menüs, Auswahlboxen, aktuelle Eingabeposition, Symbole usw. Eine Braillezeile wird als Ausgabegerät an einen Computer angeschlossen. Mit ihr können die Zeichen auf dem Bildschirm in Brailleschrift ausgegeben werden.

    Personen

    Students: Anne Köpsel, Katja Schöllner

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