Forschung an der Bauhaus-Universität Weimar
Forschungsprofil
Das fachliche Profil der Hochschule ist gekennzeichnet durch die Verknüpfung ingenieurwissenschaftlicher Disziplinen und künstlerisch-gestalterischer Fächer. Die beiden üblicherweise getrennten Sphären der Kunst und der Wissenschaft werden hier integral gedacht. Kreative Potentiale und herausragende Forschung werden miteinander verbunden. Damit knüpft die Bauhaus-Universität an den ursprünglichen, von Walter Gropius proklamierten Bauhaus-Gedanken einer „neuen Einheit von Kunst und Technik“ an.
Ihre übergreifende Kompetenz besitzt die Bauhaus-Universität in der fundierten Analyse, Konzeption und (Um-) Gestaltung von Stadt- und Lebensräumen, von gebauter, physischer und auch virtueller Umwelt. Vernetztes Denken in und zwischen Fakultäten und Instituten, in Forschung, Lehre und Weiterbildung kennzeichnet die Weimarer Arbeitsweise. Dabei sieht sich die Bauhaus-Universität dem Humboldtschen Prinzip der Einheit von Lehre und Forschung verpflichtet.
Forschungsschwerpunkte
Ein besonderes Augenmerk wird bereits jetzt und in verstärktem Maße in den kommenden Jahren auf die folgenden vier identifizierten Schwerpunkte gerichtet:
- die kulturwissenschaftliche Medienforschung, die ausgebaut und deren Spitzenposition – insbesondere durch das Internationale Kolleg für Kulturtechnikforschung und Medienphilosophie - dauerhaft gefestigt werden soll;
- der Bereich Digital Engineering, welcher ingenieurwissenschaftliche und informationstechnologische Entwicklungen für das Entwerfen und die Analyse komplexer Systeme hervorbringt;
- die Stadt-, Infrastruktur- und Raumforschung sowie
- das Forschungsfeld Werkstoffe und Konstruktionen.
In allen wissenschaftlich-künstlerischen Bereichen spielt die Praxisnähe in Form von Prüfaufträgen, Berater-, Juroren- und Gutachtertätigkeiten eine große Rolle.
Wissenschaftlicher Nachwuchs
Bedeutende Strukturen im Bereich der Ausbildung und der Betreuung des wissenschaftlichen Nachwuchses bilden:
- das Graduiertenkolleg „Mediale Historiographien“ an der Fakultät Medien,
- das Internationale Promotionsprogramm (IPP) der Europäischen Urbanistik an der Fakultät Architektur,
- der Promotionsstudiengang Kunst und Design und
- das Graduiertenkolleg „Bewertung gekoppelter numerischer Partialmodelle im Konstruktiven Ingenieurbau“.
Die Bauhaus-Universität Weimar fokussiert seit kurzem noch stärker auf ihre Nachwuchsförderung: die Bauhaus Research School (BRS) ist seit Oktober 2007 als Dachorganisation aller strukturierten Promotionsprogramme und Graduiertenkollegs der Bauhaus-Universität Weimar hochschulübergreifend tätig und wird vom Freistaat Thüringen unterstützt.
Kompetent auch auf anderen Gebieten
Schließlich ist die Bauhaus-Universität Weimar mit der Fakultät Gestaltung gleichzeitig auch einzige Kunsthochschule in Thüringen. Künstler, Gestalter und Designer unterstreichen mit ihren neuartigen und kreativen Projekten den Innovationsstandort Weimar.
Den Wissens- und Kompetenztransfer von der Hochschule in die unternehmerische Praxis gewährleistet bereits seit Jahren erfolgreich die Gründerwerkstatt neudeli durch intensives Coaching von Existenzgründern.
Über die Bauhaus-Universität hinaus werden zudem Forschungsleistungen an An-Instituten wie der Materialforschungs- und –prüfanstalt Weimar (MFPA) erbracht.
Zuletzt geändert: 01.02.2010
© 1994-2010, Bauhaus-Universität Weimar.
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