Speichersystem an der Bauhaus-Universität Weimar
Speicherbereitstellungsverfahren
Die Bereitstellung des Speicherplatz in der neuen Umgebung erfolgt im wesentlichen über zwei verschiedene Protokolle. Das ist zum einem das CIFS-Protokoll und zum anderen das WEBDAV-Protokoll. Damit die Zugriffsgeschwindigkeit auf den Speicher skalierbar wird, existieren wiederum zwei verschiedene Verfahren, die die Zugriffe auf verschiedene Rechnersystem verteilen können. Das Microsoft DFS ist eines dieses Verfahren, welches einen intelligenten Mechanismus bereitstellt, Verfügbarkeit und Lastverteilung miteinander zu verbinden. Microsoft DFS setzt auf der Zugriffsseite auf eine Clientkomponente auf, die in aktuellen Microsoft Betriebssystemen schon integriert ist. Ohne diese entsprechende Komponente ist ein Zugriff nicht möglich, was wiederum den Einsatz auf verschiedene Plattformen erschwert. Mit DFS wird nicht nur eine Verteilung der Zugriffe auf verschiedener Server realisiert (auch eine Konsolidierung der Netzwerkfreigaben ist möglich), sondern ein Clientsystem findet auch automatisch Ersatz beim Ausfall eines DFS-Zieles. Solange noch mindestens ein weiteres DFS-Ziel der Speicherfreigabe aktiv ist, wird ein Zugriff auf die Verzeichnisfreigaben sichergestellt. Das Microsoft DFS ist eine Technologie die auf den CIFS-Protokoll aufsetzt und nur mit diesem Zusammenarbeitet. Das zweite Verfahren für die Lastverteilung ist das DNS-Round-Robin Verfahren. Diese Methode wird über die zentrale DNS-Infrastruktur bereitgestellt und benötigt keine zusätzliche Clientkomponente, wenn man davon ausgeht, dass ein DNS-Client standardmäßig auf jedem Rechnersystem installiert ist. Bei diesem Verfahren wird einfach ein Pool von IP-Adressen einem symbolischen Namen zugeordnet und jeder Abfrage nach der Adresse dieses Namens wird eine Adresse aus dem Pool zurückgegeben, so dass die Zugriffe auf verschiedene Server verteilt werden. Außerdem kann dieses Verfahren sowohl mit CIFS als auch mit WEBDAV eingesetzt werden. Der Nachteil am Round-Robin-Verfahren ist zum einen, die etwas hölzerne Verteilung der Last auf verschiedene Serversysteme und zum anderen, dass es damit nicht möglich ist, den Ausfall eines Serversystem abzusichern. Hat sich ein Client mit der physikalischen Netzwerkadresse aus dem Adresspool des Zielsystems verbunden und fällt dieses System aus, dann ist der Client nicht in der Lage automatisch auf ein anderes System auszuweichen. Hier hilf der ClusterGateWay-Server PolyServer der Firma Hewlett Packard. Dieser besitzt die Möglichkeit Speicherplatz über sogenannte virtuelle Serverdienste bereitzustellen. Fällt ein realer Clusternknoten aus, auf dem ein virtueller Serverdienst läuft, dann wechselt der virtuelle Serverdienst auf einen anderen noch funktionierenden Clusterknoten und steht somit nach kurzer Ausfallzeit wieder zur Verfügung. Diese Möglichkeit in Verbindung mit DNS-Round-Robin kann dazu verwendet werden, Lastenausgleich und Verfügbarkeit ähnlich wie beim Microsoft DFS miteinander zu verbinden. Microsoft DFS stellt zwar einen intelligenteren Mechanismus für die Lastverteilung bereit als das Round Robin Verfahren, im Gegensatz zu DFS ist das Round-Robin-Verfahren plattformunabhängig und kann sowohl mit CIFS als auch mit WEBDAV eingesetzt werden.
Nachfolgend nochmal die kurze Zusammenstellung der angebotenen Speicherdienste im zentralen Storage:
- CIFS über DNS Round Robin
- CIFS über Domain DFS
- WEBDAV über DNS Round Robin
- WEBDAV über Firewallproxy (noch in Arbeit)
Zuletzt geändert: 04.03.2011
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