Mai 2010

126 - Sun Palace




Fotos: Hamish John Appleby

Solartankstelle für Indiens Megacities

Um die mobile Lebensqualität in Megacities wie Mumbai oder Delhi zu verbessern, sollen neu auf den Markt kommende Fahrzeuge mit nachhaltiger Energiezufuhr ausgerüstet werden. Für diese so genannten „green machines“ haben Studierende der Fakultät Architektur Solartankstellen entworfen. Diese Energiestationen dienen als wichtiger Informationspool und Signal für die Förderung von nachhaltiger Mobiliät. Die Solartankstelle lebt von den langen Reihen sich aufladender Fahrzeuge. Die Ankunft und Abfahrt ist als Erlebnis zu begreifen. Um die Lebensqualität der vielen Rikschafahrer zu verbessern, die meist in, oder unter ihren Fahrzeugen schlafen, sollen einfache Unterkünfte angeboten werden, sowie ein kleiner Kiosk und eine Werkstatt zum Batteriewechsel. Das Raumprogramm umfasst neben den Ladestationen auch Serviceleistungen rund um die Mobilität, gastronomische Einrichtungen, Übernachtungsmöglichkeiten, Unterhaltung, Verwaltung und Technikräume. Das Projekt ist als Kooperationsprojekt vom Solarstandort Thüringen und dem indischen Verkehrsministerium zu verstehen. Die Solartankstelle wird als Typus in Indien gefertigt und kann dann z.B. nach Deutschland exportiert werden.

Kontakt
Fakultät Architektur
Professur Entwerfen und Innenraumgestaltung
Prof. Dr.-Ing. habil. Egon Schirmbeck
E-Mail: egon.schirmbeck@uni-weimar.de
Dipl.-Ing. Katharina Bonhag
E-Mail: katharina.sophie.bonhag@uni-weimar.de

125 - Weimar animiert!

Still aus „Fallen gelassen“ von Max Baberg und Daniel Büttner
Still aus „Der Bettnässer“ von Stephan Müller, Ingo Schiller
Still aus „Buffalo Hunters“ von Tom Drexl
Still aus „Die neue Waschmaschine“ von Winfried Bellmann

DVD-Kompilation der besten Animationsfilme

Gemeinsam haben das Alumni-Büro und das Bauhaus Film-Institut die DVD „Weimar animiert!“ herausgegeben, die die besten 100 Animationsfilm-Minuten der Fakultät Gestaltung und der Fakultät Medien zeigt. Der Animationsfilm in all seinen Facetten hat an der Bauhaus-Universität Weimar große Bedeutung. Seit seiner Gründung betreibt das Bauhaus Film-Institut in der Bauhausstraße 15 ein Trickfilmstudio als feste Institution, um die Produktion von Animationsfilmen klar zu verorten. In diesem Animationsstudio können die Studierenden auf ein breites Spektrum von Aufnahme- und Visualisierungstechnik zurückgreifen. Das Trickfilmschaffen an der Bauhaus-Universität ist außerordentlich produktiv: ob Zeichentrick, Stop-Motion oder 3D-Animationsfilm. Beispiel dafür ist etwa der Diplomfilm „Fallen gelassen“ von Max Baberg (Mediengestaltung) und  Daniel Büttner (Visuelle Kommunikation), der bereits einige Preise, u.a. beim Kurzfilmfestival „kurzsuechtig“, gewonnen hat. Der Film handelt von dem Mädchen Anna, das durch ihren Gegenspieler Lars, aber auch durch ihre widrige Umwelt und soziale Herkunft in einen Abwärts-Strudel gerät, aus welchem es kein Entrinnen zu geben scheint.

2010 begeht die Bauhaus-Universität Weimar zwei bedeutende Jubiläen ihrer Geschichte: 150 Jahre künstlerische Bildungseinrichtung ­ 100 Jahre Hochschulstatus. Ebenfalls vor 100 Jahren produzierte der Chemnitzer Kinopionier Guido Seeber den ersten deutschen Animationsfilm. Für die “Deutsche Bioskop³ entstand der etwa eineinhalbminütige Film “Prosit Neujahr 1910!³, eine zum Jahreswechsel 1909/1910 hergestellte viragierte Kombination aus Real- und Trickfilm. Die für das Filmprogramm “Weimar animiert!³ ausgewählten Arbeiten von Studierenden der Bauhaus-Universität entdecken diese Traditionslinien für die heutige Zeit neu!

Kontakt
Fakultät Medien
Professur Medien-Ereignisse / Bauhaus Film-Institut
Prof. Wolfgang Kissel
Juliane Fuchs
E-Mail: film-institut@uni-weimar.de

124 - Aufbaukörnungen

Größter Abfallstrom in Deutschland: Mineralische Bauabfälle (Foto: A. Schnell)
Vom Abfall zum Produkt: Leichtgranulat aus Bauschutt (Foto: Hamish John Appleby)
Einsatzmöglichkeiten: Schüttung oder Leichtbeton (Foto: Hamish John Appleby)

Vom Bauschutt zum Produkt

Bau- und Abbruchabfälle stellen den größten Abfallstrom in Deutschland dar. Allein das Aufkommen an mineralischem Bauschutt in Deutschland beträgt jährlich mehr als 50 Millionen Tonnen. Hiervon werden etwa zwei Drittel einem Recycling im Erd- und Landschaftsbau zugeführt, während weniger als ein Prozent des aufbereiteten Bauschutts im Hochbau Verwendung findet.

Im Rahmen des Verbundprojekts „Aufbaukörnungen“ wird derzeit mit Partnern aus den Bereichen Baustoff- und Betonherstellung, Verfahrenstechnik und Umweltengineering eine neuartige Recyclingtechnologie entwickelt, mit der hochwertige Produkte aus heterogenem, feinkörnigen Bauschutt hergestellt werden können. Das Produkt ist ein Leichtgranulat, welches als Gesteinskörnung mit wärme- und schalldämmenden Eigenschaften im Beton und zusätzlich in anderen Anwendungsfeldern - auch über den Bausektor hinaus - eingesetzt werden kann.

Durch die Technologie- und Produktentwicklung können der Anteil der Recycling-Baustoffe an der Betonproduktion deutlich erhöht und dadurch zusätzliche Absatzmärkte für die Recyclingbranche erschlossen werden. Weiterhin wächst die Ressourcenproduktivität der Baubranche, weil ein wiederholter Einsatz der in den Bauprodukten enthaltenen Rohstoffe ohne Niveauverlust möglich wird. Ferner eröffnet die neuartige Technologie Exportchancen für den Anlagenbau, da feinkörnige mineralische Bauabfälle nicht nur in Deutschland eine Herausforderung für die Recyclingbranche darstellen.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Projekt innerhalb des Schwerpunkts „Innovative Technologien für Ressourceneffizienz – Rohstoffintensive Produktionsprozesse“.

Kontakt
Fakultät Bauingenieurwesen
Professur Aufbereitung von Baustoffen und Wiederverwertung
Prof. Dr.-Ing. habil. Anette Müller
E-Mail: anette-m.mueller@uni-weimar.de
Web: www.aufbaukoernungen.de

 

Zuletzt geändert: 17.02.2011
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