Überblick über die Projekte im Mai 2008
46 - Von der Kunst die Mode heißt
47 - Tragendes Glas
48 - Ausstellungsraum für Bauhaus 09
49 - eLBau
50 - An Bord der Bauhaus
46 - Von der Kunst die Mode heißt
Apolda Designer Exchange 2008
„Die Auseinandersetzung mit Mode ist schon deshalb interessant, weil sie es schafft, Kleidung von ihrer nützlichen Funktion zu emanzipieren und sie mit der ästhetischen zu verbinden.“ Wolfgang Sattler
Im Projekt *workspace 08* beschäftigten sich Studierende der Fakultät Gestaltung, Studiengang Produkt-Design und Visuelle Kommunikation, unter der Leitung von Prof. Wolfgang Sattler mit der Aufgabe, das Ausstellungsdesign für die Showrooms junger Modedesigner zu entwerfen und zu realisieren. Zum Apolda Designer Exchange 2008 und der Vergabe des renommierten Apolda European Design Award 2008 stehen nicht nur die Kollektionen der Nachwuchs-Modedesigner im Mittelpunkt, sondern auch die von den Studenten gestalteten Präsentationsbereiche. Für insgesamt 28 Kollektionen entwickelten die Projektteilnehmer in dem unter Denkmalschutz stehenden Eiermann-Bau in Apolda eine spannende Szenographie und eine innovative Ausstellungsarchitektur. Neben einem großzügigen Entree mit Screen-Wall und einer Chillout-Lounge, haben die Studierenden den Raum in 28 luftige Präsentationsbereiche gegliedert, deren „Innenleben“ je zwei bis drei Studierende in Absprache mit den Jungmodedesignern gestalten. Unter Assistenz der Mode- und Textilspezialistin Dr. Karin Thönnissen, der Grafikerin Liana Franke und dem künstlerischen Mitarbeiter Stefan Kraus näherten sich die angehenden Produktdesigner mit Fachvorträgen und einer Exkursion in die Modemetropole Paris dem Thema an, um anschließend ihre Konzepte und Ideen umzusetzen.
APOLDA DESIGNER EXCHANGE für Persönlichkeiten der Mode- und Textilindustrie
Ausstellung:
Dienstag 29. April bis 4. Mai 2008
im Eiermann-Bau Apolda, Auenstr. 11
Kontakt
Prof. Wolfgang Sattler
Professur Produkt-Design
Geschwister-Scholl-Straße 15, Zi. 009
Telefon: 0 36 43/58 32 43
E-Mail: wolfgang.sattler@gestaltung.uni-weimar.de
47 - Tragendes Glas
Neue Technologie zur Herstellung von Glasstützen
Die Entwicklung von Konstruktionen aus tragenden Glaselementen stellt eine Herausforderung für die Bauingenieure dar, denn Glas bricht spröde und verfügt allein über keine Resttragfähigkeit. Die Ingenieure Holm Friedrich und Jörg Hildebrand von der Professur Stahlbau der Bauhaus-Universität Weimar entwickelten eine neue Klebtechnologie, die bei einer Glasstütze Design und Zweck effizient miteinander verbindet. Der erste Prototyp besteht aus zwei gebogenen Glasscheiben und ist 2 Meter hoch, 18 Zentimeter breit und nur 1,5 Zentimeter dick. Die herkömmliche Technologie, die in der Verbindung von Glasschichten mit Folien besteht, kam aufgrund der komplizierten Geometrie der Stütze nicht in Frage. Stattdessen verwendeten die Bauingenieure einen besonderen Klebstoff, der maßgeblich dazu beiträgt, eine sehr hohe Resttragfähigkeit des Bauteiles zu garantieren. Die Integration der Glasstütze in vorhandene Konstruktionen wird durch ein neuartiges Fußteil mit multidimensionaler Ausrichtung sowie durch ein entsprechendes Kopfteil aus Kunststoff ermöglicht. Dadurch kann das Bauelement exakt justiert und im Schadensfall zügig ausgetauscht werden. Mit dieser Klebtechnologie lassen sich zukünftig schlanke und tragende Glaselemente auch mit komplexer Geometrie herstellen.
Die Integration der Glasstütze in vorhandene Konstruktionen wird durch ein neuartiges Fußteil mit multidimensionaler Ausrichtung sowie durch ein entsprechendes Kopfteil aus Kunststoff ermöglicht. Dadurch kann das Bauelement exakt justiert und im Schadensfall zügig ausgetauscht werden. Mit dieser Klebtechnologie lassen sich zukünftig schlanke und tragende Glaselemente auch mit komplexer Geometrie herstellen.
Kontakt:
Dipl.-Ing. Jörg Hildebrand
Fakultät Bauingenieurwesen
Professur Stahlbau
Telefon: 0 36 43/58 44 42
E-Mail: joerg.hildebrand@bauing.uni-weimar.de
www.uni-weimar.de/Bauing/stahlbau/
48 - Ausstellungsraum für Bauhaus 09
Futu.re.flexion, cube09 und bauhaus.loop.09
Die Ausstellung der Bauhaus-Universität im Jahre 2009 wird unweigerlich als Reflexion der Utopien der klassischen Moderne in zeitgemäßen Projekten und Ausbildungsformaten der heutigen Schule gelesen werden. Sich diesem Anspruch zu stellen, fordert zugleich angemessene Formate und Räume für diesen Diskurs anzubieten, fordert eine kommunikative Ausstellungsarchitektur neben den historischen Orten. Mehrere Entwurfsprojekte der Fakultät Architektur sind diesem Thema gewidmet. Mit Hilfe externer Partner werden sich einige davon realisieren und die Bild gewordene Idee vom heutigen Bauhaus weiter schärfen.
Mit dem „white cube“ wird zunächst scheinbar wiederum ein Mythos zitiert und bedient, um damit der Herausforderung an eine kommunikative Ausstellungsarchitektur einer Bauhaus-Universität gerecht zu werden. Der reine, weiße Kubus steht für radikale Einfachheit wie das Bauhaus in seiner vielfachen Projektion und Reflektion. Er entzieht sich unmittelbaren Kontexten und verweist auf seine universelle Verortung als Knoten im globalen Netz des Elementaren. Eine fast verschwörerische Geste aus der Zeit der geometrischen Globalisierung noch lange vor der terrestrischen (Erd-Kugel) oder der medialen (Netz). Der Würfel scheint geeignet als Metapher der Komplexitätsreduktion auch in immer komplexeren Systemen als kleinster gemeinsamer Nenner des Einfachen zu fungieren, seine gebrochenen Kanten geben zugleich den Hinweis auf seine gelebte Geschichte sowie die Zukunftstauglichkeit als Image einer Erbe Reflektion der Moderne. Das Bild des Kubus als Gegenstand und Gedanke gleichermaßen führt zu einer immersiven selbst-referentiellen Überlagerung. Es entstehen unbeschränkt viele richtungsneutrale geometrische Räume, die erst durch eine konkrete funktionale Widmung und konstruktive Materialisierung auf differenzierte Kontexte verpflichtet und verortet werden. Es entsteht im besten Falle ein Netz offener Räume mit starkem Verweischarakter auf einander und das gemeinsame Ganze. Eine sich selbst immer wieder reproduzierende und fortschreibende Idee des Einfachen im komplexen Zusammenspiel einer Ausstellung der Bauhaus-Universität 09...
Kontakt:
Fakultät Architektur
Prof. Bernd Rudolf
Professur Bauformlehre
Bernd.rudolf@archit.uni-weimar.de
Prof. Andreas Kästner
Professur Darstellungsmethodik
Andreas.kaestner@.archit.uni-weimar.de
49 - eLBau
elearning Bauphysik mit Zertifikats- oder Masterabschluss
Nach zwei Jahren Forschungs- und Entwicklungsarbeit und drei erfolgreichen Probeläufen mit stetigen Verbesserungen begann das berufsbegleitende Online-Studium mit dem Wintersemester 2007/08. Neben dem Einstieg in die Grundlagen der Bauphysik werden dabei Themen wie Energiesparendes Bauen, Passivhausplanung und Schadensanalyse oder fachübergreifende Gebiete wie Bauchemie oder Baubiologie behandelt.
Wie hängen energetischer und hygienischer Wärmeschutz zusammen? Können Wände atmen? Nach welchen Kriterien entwirft man energieoptimierte Gebäude? Was sind die Regeln der Technik? Wie plant und sichert man einen ausreichenden Schallschutz? Welche Faktoren beeinflussen die Raumakustik in Vortragsräumen? Viele dieser und ähnlicher Fragen tauchen bei der Planung von Gebäuden oder bei Gesprächen mit Bauherren auf.
Als modular aufgebautes Studium bietet das berufsbegleitende Studium die Möglichkeit, gezielt einzelne Themen zu bearbeiten, einen zertifizierten Abschluss in einem der Fachgebiete Wärme, Feuchte oder Schall zu erlangen oder sich umfassend auf dem Gebiet der Bauphysik weiterzubilden. Durch einen weiteren Ausbau des Studiums und die Ergänzung von Modulen zu Brandschutz, Licht und Anlagentechnik wird es (vorbehaltlich der erfolgreichen Akkreditierung) ab Oktober 2008 möglich sein, den Grad einen Master of Science zu erlangen.
Als blended-learning-Studium vereint eLBau die Vorteile von eLearning und Präsenzlehre. Mit einem großen Anteil an Online-Lernmaterialien bietet es dabei den Vorteil weitestgehend ortsungebunden zu lernen und das eigene Pensum, die Lerngeschwindigkeit und die Spezialisierung in großem Maße selbst zu bestimmen. Verschiedenste Lernansätze und -methoden sorgen für ein abwechslungsreiches und vielfältiges Studium. In Präsenzphasen erfolgt der Austausch in den Lerngruppen sowie die Praxismodule und Workshops.
Weitere Infos sowie eine Broschüre zum Download finden Sie unter: www.elearning-bauphysik.de
Kontakt:
Fakultät Bauingenieurwesen
Professur Bauphysik
Dipl-Ing. Karin Gorges
karin.gorges@bauing.uni-weimar.de
50 - An Bord der Bauhaus
Moderne und Migration
Als Auftakt zum bevorstehenden Bauhaus-Jubiläum veranstaltet die Juniorprofessur „Europäische Medienkultur“ der Fakultät Medien vom 29. bis 30. Mai 2008 eine internationale Tagung, in der sich Kunst und Wissenschaft begegnen sollen. Die Idee der Tagung besteht darin, „/das/ Bauhaus“ nicht nur als immobiles „Haus“ der Moderne zu verstehen, sondern gleichermaßen als „/die/ Bauhaus“, nämlich als eines jener surrealen Flug- oder Fahrzeugentwürfe, die das Bauhaus als Bewegung ausweisen. Von anderswo kamen die Bauhausmeister nach Weimar, und als sie Deutschland 1933 verließen, verwandelten sie „das Bauhaus“ in „die Bauhaus“. So verzwirnten sie die Begriffe von Moderne und Migration miteinander.
Tagungsprogramm unter www.uni-weimar.de/medien/europa/Aboard/AboardMainDE.htm
Kontakt
Fakultät Medien
Jun. Prof. Dr. Sonja Neef
Catherine Rogister
Anbord@medien.uni-weimar.de
Zuletzt geändert: 17.02.2011
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