Übersicht über die Projekte im März 2008
38 - Airports - In Metropolitan Regions [AIMR]
39 - Bestandsdokumentation denkmalpflegerischer Bauwerke
40 - Hummelfell und Bärenpanzer
38 - Airports - In Metropolitan Regions [AiMR]
Die „AirportCity“
Das internationale und interdisziplinäre Research and Design Studio AiMR "Airport - In Metropolitan Regions" des Instituts für Europäische Urbanistik [IfEU] der Bauhaus-Universität Weimar untersucht und vergleicht im Wintersemester 2007/08 zwei rezente Flughafenentwicklungen in Europa: Berlin-Schönefeld und Lissabon-Alcochete. Das Studio konsultiert externe Experten der Luftfahrtbranche aus Lehre und Praxis in Form von Interviews, Symposien und Exkursionen.
Ziel des Think Tank ist es, innovative Strategien zur stadträumlichen und kulturellen Integration von Airports in Metropolregionen zu entwickeln. Denn die weltweit wachsende Luftfahrtbranche fordert Städte und Metropolen in Europa heraus, ihre ehemals militärisch genutzten Flughäfen für die zivile Luftfahrt zu öffnen, die Kapazität der bestehenden Flughäfen zu erhöhen oder Neue zu planen.
Flughäfen sind heutzutage nicht mehr nur "Airfields". Vergleichbar mit den Hauptbahnhöfen zum Ende des 19. Jahrhunderts entwickeln sich Flughäfen mehr und mehr zu urbanen Knoten ihrer Region. Diese Entwicklung wird von Flughafenbetreibern gezielt genutzt. Die Marketingstrategie der "AirportCity" nutzt die verkehrstechnische Zentralität der Flughäfen zum Ausbau weiterer Funktionen wie die des Shoppings, Offices und Entertainments. Das regionale Netzwerk erfährt hierdurch eine Verschiebung der bisherigen Zentrumsfunktionen. Darüber hinaus generiert der Flughafen in seinem Umfeld beträchtliche Urbanisierungsprozesse. Diese Entwicklung findet in den meisten Fällen nur unter unzureichendem stadt- und landschaftsräumlichen Know How der beteiligten Stakeholders statt.
www.uni-weimar.de/cms/index.php?id=7220
Kontakt:
Institut für Europäische Urbanistik [IfEU]
Gastprofessor M.Sc. Rainer Johann
rainer.johann@archit.uni-weimar.de
39 - Bestandsdokumentation denkmalpflegerischer Bauwerke
Zwei Messmethoden für einen Zweck
Um denkmalpflegerische Gebäude zu messen werden zwei Messmethoden an der Bauhaus-Universität benutzt. Einerseits wird das Verfahren der reflektorlosen Tachymetrie von der Professur Geodäsie und Photogrammetrie zusammen mit der Professur Bauaufnahme und Baudenkmalpflege eingesetzt. Seit mehreren Jahren führen sie ein jährlich stattfindenes Aufmaßpraktikum in Südburgund durch. Dadurch werden die Grundlagen geliefert, um daraus die Detailaufnahmen und -zeichnungen anfertigen zu können. Mit dieser Messmethode wurde auch das Schlösschen in Naumburg aufgenommen.
Die Außenfassade des Schlösschens in Naumburg wurde dagegen von Architekturstudenten mit dem Verfahren des terrestrischen Laserscannings aufgenommen. Die Studenten haben dann aus den vielen Messdaten die Fassadenelemente dreidimensional gezeichnet.
Kontakt:
Fakultät Bauingenieurwesen
Prof. Dr.-Ing. Willfried Schwarz
Professur Geodäsie und Photogrammetrie
Tel.: 0 36 43/ 58 45 30
willfried.schwarz@bauing.uni-weimar.de
40 - "Hummelfell und Bärenpanzer"
Insektenfell inspiriert künstlerische Arbeit
"Hummelfell und Bärenpanzer" – so der Titel einer Arbeit, die letztes Jahr im Rahmen der beiden Fachkurse Malerei und Plastik von Susanne Ring entstand. Bei der Projektbearbeitung waren die Medien Malerei und Keramik vorgegeben, doch die konkrete Thematik wurde frei gewählt.
Für Susanne Becher, Studentin der Freien Kunst, stand der Begriff „Hülle“ im Vordergrund. Ein Ausgangspunkt war die Verwendung verschiedener Tierfelle in schamanischen Riten. In solchen kultischen Bräuchen sollen sich beim Einhüllen mit der Haut eines bestimmten Tieres dessen Eigenschaften wie Mut, Stärke oder Geschicklichkeit übertragen, gleichsam eines magischen Maskierens.
Einen weiteren Ansatz bot Susanne Bechers Faszination an Fluginsekten. Denn bei einer starken Vergrößerung von Tierfotografien lässt sich erkennen, dass die Oberfläche der Insektenkörper fellähnlich ist. Zudem haben die Körperhüllen den Charakter eines Schutzpanzers. Susanne Bechers Arbeiten wollen die sinnlichen Reize, die von der Stofflichkeit der verschiedenen Hüllen ausgehen, mit Hilfe von Ölfarbe und Keramik / Ton neu interpretieren.
Die Fachkurse boten somit als offene Plenen die Möglichkeit, die eigenen künstlerischen Konzepte zu präsentieren und zur Diskussion zu stellen.
Kontakt:
Susanne Becher
E-Mail: quantico_VA@gmx.net
Zuletzt geändert: 17.02.2011
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