Übersicht über die Projekte im Januar 2008
29 - Lebenszyklusorientiertes Management öffentlicher Liegenschaften
30 - Die Stadt der Agenten und Automaten
31 - Mediacity-Konferenz
32 - 2D-Photogrammetrie für die experimentelle Bestimmung der Beanspruchungen in Holzbauteilen
33 - Werbekampagne Thüringer Feuerwehr
29 - Lebenszyklusorientiertes Management öffentlicher Liegenschaften am Beispiel von Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen
PPP macht (Hoch-)Schule
Hinter dem Namen „Lebenszyklusorientiertes Management öffentlicher Liegenschaften am Beispiel von Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen“ (LEMA) verbirgt sich eine Forschungsarbeit, die sich mit nachhaltigen Lösungen für die besonderen Herausforderungen des Immobilienbestandes deutscher Hochschulen auseinandersetzt.
Zum einen gibt es in diesem für unsere weitere gesellschaftliche Entwicklung im globalen Wettbewerb so entscheidenden Bereich seit Jahren einen erheblichen Bau und Sanierungsstau, der dringend aufgelöst werden muss. Zum anderen sind Hochschulimmobilien typischerweise durch große Heterogenität und verschiedenartige, wechselnde Nutzung geprägt. Benötigt werden daher flexible Gebäude und Immobiliendienstleistungen, die eine hohe funktionale und technische Qualität aufweisen und zugleich wirtschaftlich sind.
Herkömmliche Vorgehensweisen stoßen offensichtlich an ihre Grenzen. Insofern ist es besonders dringend, für die Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen alternative Organisations- und Finanzierungsformen zu finden. Eine Form ist die Zusammenarbeit von
öffentlichen und privaten Partnern – Public Private Partnership (PPP). Mit PPP an Hochschulen besteht allerdings bislang kaum Erfahrung. Deshalb erfordern diese komplexen, den gesamten Lebenszyklus (Planen, Bauen, Finanzieren, Betreiben, Verwertung) umfassenden Vertrags- und Organisationsmodelle für den Hochschul- und Wissenschaftsbereich eine differenzierte Betrachtung.
Im Rahmen der Forschungsarbeit wird ein Ansatz der angewandten Innovationsforschung verwendet, der die Analyse, Strukturierung und wissenschaftliche Begleitung von Veränderungsprozessen umfasst. Es werden daher konkrete Modellprojekte strukturiert, auf ihre Eignung als PPP-Projekte untersucht und wissenschaftlich begleitet.
Das Projekt (Forschungszeitraum: Oktober 2006 bis März 2008) wird von der Bauhaus-Universität Weimar, Professur Betriebswirtschaftslehre im Bauwesen, in Zusammenarbeit mit der Hochschul-Informations-System GmbH (HIS) durchgeführt und durch das BBR im Rahmen der Forschungsinitiative Zukunft Bau sowie HOCHTIEF PPP Solutions GmbH als privatem Drittmittelgeber finanziell gefördert.
www.uni-weimar.de/Bauing/bwlbau/neu/
Kontakt:
Univ. Prof. Dr.-Ing, Dipl.-Wirtsch.-Ing. Hans Wilhelm Alfen Professur Betriebswirtschaftslehre im Bauwesen
Tel.: +49 (0) 36 43-58 45 92
E-Mail: wilhelm.alfen@bauing.uni-weimar.de
30 - Die Stadt der Agenten und Automaten
Computersimulation unterstützt die Stadtplanung
Das Forschungsprojekt an der Professur Informatik in der Architektur befasst sich mit der Planungsunterstützung durch die Analyse räumlicher Prozesse mittels Computersimulationen. Erst wenn man – zumindest im Prinzip – versteht, wie eine Stadt mit ihren komplexen verwobenen Vorgängen im Wesentlichen funktioniert, ist eine sinnvolle Stadtplanung möglich. Denn jede Planung bedeutet einen Eingriff in den komplexen Organismus einer Stadt. Findet dieser Eingriff ohne Wissen über die Funktionsweise des Organismus statt, können auch die Auswirkungen nicht abgeschätzt werden. Im Rahmen des Projekts werden Methoden untersucht, wie urbane Prozesse mittels Computersimulationen unter Zuhilfenahme so genannter Multi-Agenten Systeme und Zellulärer Automaten verstanden werden können.
Kontakt:
Fakultät Architektur
Professur Informatik in der Architektur
Dipl.-Ing. Reinhard König
Reinhard.Koenig@archit.uni-weimar.de
31 - MEDIACITY-Tagung
"Situations, Practices and Encounters"
Wie verändert ein Handy-Gespräch, diese private Geste im öffentlichen Raum, die Architektur der Stadt? Diese Frage und viele andere will die vom 18. bis zum 19. Januar 2008 an der Bauhaus-Universität stattfindende Konferenz „MEDIACITY – Situations, Practices and Encounters“ beantworten. Dem interdisziplinären Anspruch des MEDIACITY-Projektes folgend werden zur Konferenz Beiträge von Teilnehmern aus den verschiedensten Wissenschaftsbereichen wie Architektur, Urbanistik, Soziologie, Medienwissenschaften und verwandter Disziplinen erwartet. Die Konferenz widmet sich der Frage, wie soziale Beziehungen und Räume der Stadt durch den Gebrauch und die Präsenz neuer Medien geschaffen, erfahren und genutzt werden.
Weitere Informationen zur Konferenz sowie Anmeldung unter: www.mediacityproject.com
Kontakt:
MEDIACITY Projekt
Bauhaus-Universität Weimar
Ralf Hennig (Koordination)
Tel.: +49(0)3643/582649
Tel.: +49(0)3643/742126
E-mail: info@mediacityproject.com
32 - 2D-Photogrammetrie für die experimentelle Bestimmung der Beanspruchungen in Holzbauteilen
Holz unter Druck
Photogrammetrie ist eine berührungslose Messtechnik, die durch die Interpretation von Messpunkten und Oberflächenstrukturen innerhalb von aufgezeichneten Messbildern geometrische wie physikalische Informationen gewinnt. Die intensive Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ermöglichte die schrittweise Entwicklung eines photogrammetrischen 2D-Messverfahrens an der Professur Holz- und Mauerwerksbau. Derzeitig können bereits für ausgewählte Beanspruchungsanalysen online erste Messergebnisse sicher erreicht werden. Die Leistungsfähigkeit des Messverfahrens beruht auf der berührungslosen Antastung eines feingliedrigen Messpunktrasters gegenüber den integralen und teilweise durch zusätzliche Apparaturen und Klebeschichten gestützten konventionellen Messtechniken. Informativ sind die Ergebnisse zur Beanspruchungsanalyse von Holz unter Druckbeanspruchung als kleiner Auszug zu dem bereits erfolgreich umgesetzten Versuchsprogramm dargestellt.
Das berührungslose Messen von frei differenzierbaren Messpunktrastern eröffnet nicht nur neue Perspektiven zur Erfassung des Entfestigungsverhalten von Holz bis in den Versagenszustand sondern auch die visuelle Übertragung des Versagensprozesses in numerische Simulationsrechnungen ist erzielbar. Diese intelligente Kombination der lokalen hochpräzisen messtechnischen Erfassung von Verzerrungsfeldern mit anschließenden numerischen FE-Simulationen führte zu viel versprechenden Erkenntnissen. Die erreichten Ergebnisse sind wegweisend für die weitere Erforschung der während der jeweiligen Beanspruchungssituation im Holz ablaufenden komplexen Prozesse.
Kontakt:
Fakultät Bauingenieurwesen
Prof. Dr.-Ing. K. Rautenstrauch
Professur Holz- und Mauerwerksbau
Holz-mauerwerksbau@bauing.uni-weimar.de
Tel.: 036 43/58 45 46
www.uni-weimar.de/Bauing/holz/
33 - Werbekampagne Thüringer Feuerwehr
Feuer - wer?
„Wenn ich groß bin, werde ich mal Feuerwehrmann!“, doch die Realität sieht anders aus: in Thüringen gibt es immer weniger Freiwillige Feuerwehren und bei Einsätzen bleiben in den Fahrzeugen immer öfter Plätze leer. Unter der Leitung von Prof. Werner Holzwarth haben sich Studenten des Studiengangs „Visuelle Kommunikation“ mit dem Problem auseinandergesetzt und Entwürfe für die Werbekampagne gemacht. Die Studenten gingen in mehrere Feuerwachen, um sich dort an der Basis über die Arbeit zu informieren.
Innerhalb weniger Wochen entstanden im Rahmen des Projekts „Florian“ mehrere Dutzend Entwürfe - frech, provokativ, interessant. In der Zwischenzeit ist eine Auswahl der Entwürfe in die Realität umgesetzt worden; „Hauptdarsteller gesucht“, „Feuer-wer?“ und „Keine Hilfe ohne Helfer“ heißen drei Projekte. Sie stehen im Mittelpunkt der ersten Runde der Werbekampagne. Die entstandenen Plakate, Flyer, Aufkleber und Postkarten werden in den Städten und Gemeinden verteilt.
Kontakt:
Prof. Werner Holzwarth
Studiengang Visuelle Kommunikation
Tel: 0 36 43/58 33 34
Werner.Holzwarth@gestaltung.uni-weimar.de
Zuletzt geändert: 17.02.2011
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