Baustoffingenieurwissenschaft
Seit jeher bestimmen Bau- und Werkstoffe den technischen Fortschritt in unserer Gesellschaft. Neue Entwicklungen in der Technik setzen die Verfügbarkeit von Bau- und Werkstoffen mit maßgeschneiderten Eigenschaften voraus.
Diese Entwicklungen unterliegen dabei stets technischen und ökonomischen, aber auch ökologischen Zwängen. Steigende Anforderungen in den Bereichen des Neubaus, aber auch der Sanierung, des Umweltschutzes, des Recyclings und der Nutzung von Reststoffen, und zwar nicht nur bei der Baustoffproduktion, erweitern das Feld der Baustoffingenieurwissenschaftler täglich.
Studienverlauf
Das Studium im Studiengang Baustoffingenieurwissenschaft ist 2-stufig konzipiert.
Das heißt, dass zunächst ein Bachelorabschluss nach 6 Semestern Regelstudienzeit erworben wird, danach folgt ein 4-semestriges Masterstudium.
In das Masterstudium kann man nicht nur mit dem zuvor absolvierten Bachelor-Studiengang Baustoffingenieurwissenschaft einsteigen, sondern auch mit einem anderen erfolgreich absolvierten Ingenieurstudium, wie z. B. Bauingenieurwesen. Der Master-Studiengang Baustoffingenieurwissenschaft gliedert sich in zwei Studienrichtungen. Zur Auswahl stehen die mehr ingenieurstechnische Ausbildung in der Studienrichtung Baustoffe und Sanierung sowie die materialwissenschaftlich orientierte Studienrichtung Materialwissenschaft Bau.
Das ECTS (European Credit Transfer System) wird durchgängig angewandt und vereinfacht damit das Anerkennen von Studienleistungen, die an anderen Einrichtung erbracht wurden. Die Credits bescheinigen dem Studenten den erfolgreichen Abschluss des Faches und den Umfang erbrachter Leistungen in dem Fach.
Studienziel
Der gesamte Studienablauf des Bachelor-Studienganges Baustoffingenieurwissenschaft ist so organisiert, dass die aufeinander aufbauenden Lehrinhalte die Erlangung einer wissenschaftlich fundierten Berufsfähigkeit ermöglichen. In sechs Semestern werden Fachkenntnisse und -fertigkeiten vermittelt, die nach dem Abschluss als Bachelor of Science (B. Sc.) Baustoffingenieurwissenschaft den direkten Einstieg in das Berufsleben ermöglichen.
Ziel des viersemestrigen Master-Studiengangs Baustoffingenieurwissenschaft ist die Ausbildung von wissenschaftlich orientierten und mit praktischem Verständnis für Bau- und Werkstoffe ausgestatteten Ingenieuren. In der Studienrichtung Baustoffe und Sanierung steht der Erwerb von Wissen zu der Dauerhaftigkeit und den Schädigungsmechanismen von Baustoffen, der Diagnose von Bauschäden sowie den Möglichkeiten der Instantsetzung und Sanierung im Vordergrund. Kerninhalt der Studienrichtung Materialwissenschaft Bau ist das grundlegende Verständnis der Struktur-Eigenschaftsbeziehungen von Bau- und Werkstoffen. Dies ist die Voraussetzung, multifunktionale Materialien und maßgeschneiderte Baustoffe entwickeln zu können.
Einsatzfelder
Durch den bekannten Begriff „Ingenieur“ in der Berufsbezeichnung wird ein Qualitätsmerkmal deutscher Hochschulausbildung fortgeführt. Potentielle Arbeitgeber können daraus sofort auf die Qualifikation der Absolventen schließen.
Zu den vielfältigen Aufgaben der Absolventen des Studienganges Baustoffingenieurwissenschaft gehören Tätigkeiten wie:
• Forschung und Entwicklung auf dem gesamten Gebiet der Baustoffe
• Herstellung von Baustoffen einschließlich Fertigungstechnik
• Baustoffprüfung, -zulassung und Qualitätssicherung am Bau
• Baustoff- und Bauberatung
• Baustellenbetreuung
• Planungen in der Bausanierung
• Bausanierung
• Qualifizierte Schadensdiagnose und Ursachenforschung
• Recycling und Umweltschutz
• Management und Controlling im Baustoff- und Materialbereich
• Controlling und Projektmanagement im gesamten Baustoffsektor


