Die Gebäudehülle muss nicht nur einen ausreichenden Wärmeschutz aufweisen, sondern auch vor einwirkender Feuchtigkeit geschützt sein. Während die Vorgänge beim Feuchtetransport durch Diffusion hinreichend untersucht wurden, sind die Auswirkungen von Undichtigkeiten in der Konstruktion und dem daraus folgenden konvektiven Feuchtetransport noch nicht ausreichend bekannt. Bisherige Untersuchungen zeigen jedoch, dass mittels konvektivem Feuchtetransport um ein vielfaches mehr Feuchte in die Konstruktion eingetragen werden kann als es durch diffusive möglich ist. Ursache derartiger Hüllflächeninfiltrationen sind Druckdifferenzen zwischen Innenraum und Umgebung. Man unterscheidet „Freie Konvektion“ bei der sich aufgrund von Dichteunterschieden zwischen den Systemgrenzen eine Druckdifferenz einstellt und „Erzwungene Konvektion“ deren antreibende Kraft hauptsächlich der Wind ist. Die sich daraus ergebenden Folgen sind die Entstehung von Wärmebrücken sowie Schimmel- und Pilzwachstum (Abb. 1, 2).

Abb. 1: Beispiel für konvektiven Feuchtetransport   

Abb. 2: Beispiel für konvektiven Feuchtetransport

Neben der Weiterentwicklung und Kombination verschiedener quantifizierender und qualifizierender Messmethoden wie Blower-Door und Tracer-Gas, werden messtechnische Untersuchungen zur Höhe des konvektiven Feuchteeintrags in die Konstruktion durchgeführt. Im Rahmen des Forschungsprojektes „nuBau“ wurde dafür ein Messsystem entwickelt, das zur Bestimmung von Volumenströmen durch Leckagen in kompletten Wandkonstruktionen und Wandbauteilen genutzt werden kann (Abb. 3). Die Druckdifferenz wird durch unterschiedliche digital / mechanisch regelbare Ventilatoren realisiert. 3 verschiedene, sehr genaue Messtechniken können dabei zur Verifizierung der Messergebnisse herangezogen werden. Es ist möglich Feuchtemengen, welche bei unterschiedlichen Druckdifferenzen in die Konstruktion eingetragen werden, zu bestimmen. Die anschließende Beurteilung, ob das Potential eines Feuchteschadens besteht, wird vorerst rechnerisch durchgeführt.

Abb. 3: Versuchsstand zur Untersuchung des konvektiven
Feuchtetransports

April 2012

Deadline Call for Papers

zur 2. Tagung
Nutzerorientierte Bausanierung

 

März 2012

Präsentation studentischer Ergebnisse des Projekts "Bauschadensanalyse und Sanierung"

 

November 2011

Silbermedaille für Thorsten Thurow und Jörg Braunes
für ihren "vereinfachten Tachymeter" bei der
"iENA 2011" in Nürnberg

 

1. Platz für Franziska Baldy
beim 2. Wissenschaftstag
der Bauhaus-Uni Weimar

 

Kooperationsvertrag mit Gemeinde Ponitz und Förderverein "Renaissanceschloss"

 

September 2011

Präsentation der aktuellen

Forschungsergebnisse

 

Juni 2011

Best Paper Award für Professur Bauphysik

 

Oktober 2010

Abschlussarbeit gewinnt Hochschulpreis

 

September 2010

1. Tagung "nuBau"

erfolgreich durchgeführt

 

August 2010

Bauhaus Summer School

"Nutzerorientierte Bausanierung"

 

April 2010:

Deadline abstracts

 

Februar 2010:

Registrierung für Tagung

freigeschaltet

 

Januar 2010:

Neue Projekt-

homepage online

 

Oktober 2009:

Ankündigung

1. Tagung NuBau