Im Rahmen dieses vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forschungsprojektes, mit fast 4 Millionen Euro über eine Laufzeit von 5 Jahren eines der größten Projekte der Bauhaus-Universität Weimar, wird an der Lösung verschiedener Probleme geforscht. Dafür wurde ein fakultätsübergreifendes, interdisziplinäres Team bestehend aus Informatikern, Architekten, Bauphysikern und Materialforschern aufgebaut. Ziel des Projektes ist die Entwicklung einer verbindenden Datenbasis, die zukünftig als gemeinsame Entwurfs- und Planungsgrundlage beim Bauen im Bestand dienen soll. Dieses digitale Gebäudemodell wird als computergestützte Verknüpfung verschiedener bauwerksdiagnostischer Methoden dienen. (Video >>)
Der Fokus des Projektes liegt dabei auf den Bereichen, die eine hohe Relevanz für die nutzerorientierte Bausanierung aufweisen (Abb. 1). Dabei handelt es sich einerseits um bauphysikalische Methoden, die eine Optimierung der Behaglichkeit des Nutzers erwarten lassen. Hierbei kommen verschiedene Verfahren zur Optimierung des Raumklimas, wie zum Beispiel die Strömungs- und Gebäudesimulation, zum Einsatz. Hinzu kommt aber auch die immer wichtiger werdende energetische Optimierung, wie z.B die Leckageortung und die Vermeidung von konvektivem Feuchtetransport, die bei der Sanierung von Bestandsgebäuden zu berücksichtigen ist
Abbildung 1: Fokus und Ziel des Projektes
Andererseits werden neue baustofftechnologische Verfahren zur Materialentwicklung und -prüfung entwickelt. Dazu zählt die zerstörungsfreie Bauzustandsanalyse, der aus Gründen der Substanzerhaltung bei der Sanierung von bestehenden Bauwerken eine wesentliche Rolle zukommt.
Im Rahmen des Forschungsvorhabens wird insbesondere an der Adaption dieser akustischen Untersuchungsmethoden gearbeitet. Eine wichtige Rolle spielen dabei die Verfahren Ultraschall-Scherwellen-Tomografie zur Bewertung der inneren Struktur von Bauwerksteilen, Ultraschall-Transmissionsverfahren zur globalen Zustandsbewertung von Bauwerksteilen sowie die Entwicklung von Methoden zur Auswahl und Bewertung angepasster Ergänzungsbaustoffe. Dabei wird auch an der Entwicklung neuer Rezepturen für die bei der Sanierung notwendigen Ergänzungsbaustoffe geforscht. Anhand zahlreicher Parameter, die an diesen Rezepturen geprüft werden, wird eine Anwendermatrix erstellt. Das zukünftig in das digitale Bauwerksmodell integrierte Programm wird dem Anwender eine höhere planerische als auch ökonomische Sicherheit geben.
Diese für eine Sanierung relevanten Informationen werden in das bestehende digitale Gebäudemodell integriert, sodass jeder Fachplaner darauf Zugriff hat (Abb.2). In der exemplarischen Verknüpfung dieser bauwerksdiagnostischen Methoden im digitalen Gebäudemodell zeigt sich das Potential für neuartige Untersuchungsstrategien, welche die Integration weiterer Verfahren ermöglichen. Durch die Vielzahl der im digitalen Gebäudemodell abgelegten Informationen wird es zudem erstmals möglich sein, verschiedene Sanierungsvarianten sinnvoll miteinander zu vergleichen, um somit die für den späteren Nutzer optimale Variante auszuwählen. (Video >> ,Video >>)
Abbildung 2: Exemplarische Zusammenführung verschiedener Informationen in einem Bauwerksmodell
November 2011
Silbermedaille für Thorsten Thurow und Jörg Braunes
für ihren "vereinfachten Tachymeter" bei der
"iENA 2011" in Nürnberg
1. Platz für Franziska Baldy
beim 2. Wissenschaftstag
der Bauhaus-Uni Weimar
Kooperationsvertrag mit Gemeinde Ponitz und Förderverein "Renaissanceschloss"
September 2011
Präsentation der aktuellen
Forschungsergebnisse
Juni 2011
Best Paper Award für Professur Bauphysik
Oktober 2010
Abschlussarbeit gewinnt Hochschulpreis
September 2010
1. Tagung "nuBau"
erfolgreich durchgeführt
August 2010
"Nutzerorientierte Bausanierung"
April 2010:
Deadline abstracts
Februar 2010:
Registrierung für Tagung
freigeschaltet
Januar 2010:
Neue Projekt-
homepage online
Oktober 2009:
Ankündigung
1. Tagung NuBau