Professur BWL im Bauwesen
Diplomand erhält GEFMA-Hauptpreis 2010
Bei der diesjährigen Prämierung von Abschlussarbeiten durch die GEFMA konnte sich Kai Janisch, Absolvent des Studienganges Management [Bau Immobilien Infrastruktur], gegen 21 weitere Bewerber durchsetzen. Er erhält den mit 2.500 EUR dotierten Hauptpreis für seine Diplomarbeit „FM-gerechte Verlegung von Infrastrukturnetzen an Standorten mit chemisch-pharmazeutischer Produktion“. In seiner Arbeit untersucht Herr Janisch die Verlegung von Infrastrukturnetzen bei Industrieparks. Dabei ordnet er die technischen Parameter der Verlegung in die Sichtweise des Facility Managements ein und vergleicht die Lebenszykluskosten verschiedener Verlegearten. Die Diplomarbeit wurde beim Praxispartner Merck KGaA in Darmstadt erstellt und durch Frank Kiesewetter von der Professur BWL im Bauwesen wissenschaftlich betreut. Der Preis wurde am 11. März 2010 im Rahmen der Messe „Facility Management 2010“ in Frankfurt übergeben.
Der Preisträger Kai Janisch (2.v.l.) und die Betreuer Thomas Grüber, Dr. Gottfried Trautmann (beide Merck KGaA) und Frank Kiesewetter (v.l.n.r.)
Forschungspreis der Deutschen Immobilien Akademie 2009
Zum elften Mal verlieh die Deutsche Immobilien-Akademie (DIA) gemeinsam mit dem baden-württembergischen Ministerpräsidenten Günther Oettinger auf der Gewerbeimmobilienmesse Expo Real in München Anfang Oktober 2009 ihren Forschungspreis. Den Preis in der Kategorie „Dissertation“ erhielt Dr. Katrin Fischer von der Bauhaus-Universität Weimar für ihre Arbeit „Lebenszyklusorientierte Projektentwicklung öffentlicher Immobilien als PPP“.
Die unter der Betreuung von Prof. Dr.-Ing. Hans Wilhelm Alfen, Professur Betriebswirtschaftslehre im Bauwesen an der Bauhaus-Universität Weimar entstandene Dissertation Dr. Katrin Fischers wurde von der Jury aufgrund ihrer Lösungsansätze für aktuelle Problemstellungen, ihrer Bereicherung der immobilienökonomischen Forschung und ihres praktischen Nutzens für diese Ehrung ausgewählt.
Katrin Fischer entwickelt im Rahmen ihrer Arbeit den Value-Management-Ansatz, der neben den Produktions- auch die Koordinationskosten bei der Planung berücksichtigt. Er umfasst die drei Bereiche Gestaltung der Vertrags- und Transaktionsbeziehung, operative Kontrolle und strategische Steuerung. Als Basis für eine ergebnisorientierte Leistungsbeschreibung sieht er die Erstellung eines mit den Nutzern abgestimmten Bedarfskonzeptes bestehend aus Nutzungs-, Betriebs- und Raumkonzept vor. Für die Kontroll- und Steuerungsmöglichkeiten während der Vertragslaufzeit bietet er Vorschläge, wie Leistungsstandards gesichert, aber auch die Koordinationskosten möglichst gering gehalten werden können.
Bisher ist die Situation im öffentlichen Immobilienmanagement dadurch geprägt, dass die einzelnen Wertschöpfungsstufen einer Immobilie nicht optimal aufeinander abgestimmt werden. Höhere Kosten und Qualitätseinbußen führen zu Wertverlusten. Öffentliche Immobilieneigentümer müssen daher entscheiden, ob sie anfallende Leistungen selbst erstellen oder durch Private erbringen lassen. Bisher herrscht die Variante der Eigenerstellung vor. Public Private Partnership (PPP) als eine alternative Beschaffungsvariante der öffentlichen Hand hat in Deutschland in den vergangenen fünf Jahren jedoch erheblich an Bedeutung zugenommen, da sie nachhaltige Effizienzvorteile gegenüber anderen Beschaffungsvarianten bietet
Zuletzt geändert: 20.08.2010
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