Im Rahmen des Forschungsprojekts „Werkstoff- und Fügestellendämpfung“ werden an der Bauhaus-Universität Weimar in Kooperation mit der BMW Group Untersuchungen zur Energiedissipation durchgeführt. Dabei werden Effekte der Materialdämpfung von metallischen Werkstoffen im Allgemeinen untersucht als auch Dissipationseffekte, die in Schnittstellen an verschraubten Bauteilen auftreten. Ziel ist die Steigerung der Berechnungsqualität von akustischen FE-Simulationen an Fahrzeugen, insbesondere am Motor-/Getriebeverbund.
Die Fahrzeugakustik spielt heutzutage eine wichtige Rolle bei der Fahrzeugentwicklung. Durch gestiegene Komfortansprüche von Fahrzeughaltern sowie durch gesetzliche Regelungen zur Verringerung von Straßenlärm sind die Hersteller gefordet, die Geräuschemmisionen immer weiter zu verringern. Quellen solcher Emmisionen sind unter anderem die Antriebsaggregate eines Fahrzeugs, der Kontakt des Fahrzeugs mit der Fahrbahn, die Luftströmung um das Fahrzeug, sowie Geräusche der verbauten Mechatronik. Diese Anregungen äußern sich dann übertragen durch Luft- und Körperschall als Innen- und Außengeräusche des Fahrzeugs, sowie als Vibrationen, die die Insassen z.B. über das Lenkrad oder die Sitze verspüren.