Bauhaus-Universität Weimar
Professur Denkmalpflege und Baugeschichte

Trierer Empfehlungen der Hochschullehrer im Fachgebiet Denkmalpflege

Die Ausbildung und Lehre auf dem Gebiet des Bauens im Bestand bzw. der Denkmalpflege wird an den Hochschulen in Deutschland sehr unterschiedlich gehandhabt, Art und Umfang der Qualifizierung sind sehr verschieden. Daher hat der "Arbeitskreis Theorie und Lehre der Denkmalpflege e.V.", die Vereinigung der Hochschullehrer im Fachgebiet Denkmalpflege, auf seiner Tagung in Trier im Oktober 2004 folgende Anforderungen an die grundständige Ausbildung für zukünftige Architektinnen und Architekten formuliert:
 
Alles Planen und Bauen in Europa erfolgt heute im Bestand. Das Erfassen, Analysieren, Einordnen und Beurteilen von Beständen sind deshalb Kernkompetenzen jedes Architekten. Sie müssen in jedem Architekturstudiengang, unabhängig von der Dauer der Regelstudienzeit, vermittelt werden. Was bisher separat in Fächern wie Bau- und Kunstgeschichte, Bauaufnahme und Denkmalpflege gelehrt wurde, muss zukünftig in Modulen, die auf diese Kernkompetenzen hinzielen, vermittelt werden.


Im Einzelnen sind in die Module zu integrieren:

  • das formgetreue und werkplanfähige Bauaufmaß
  • die skizzenhafte Bauaufnahme / Detailaufnahme
  •  das analytische Freihandzeichnen
  • die Bau- und Stadtbaugeschichte
  • die Grundlagen der Kunstgeschichte
  • die Geschichte der Baukonstruktion

Sind diese für alle Architekten erforderlichen Grundlagen in den grundständigen Studiengängen gelegt, kann die Lehre im Fachgebiet Denkmalpflege in weiterführenden Studienabschnitten (Masterprogramme u. a.) darauf aufbauen und dort vertiefte Kenntnisse vermitteln. Trier im Oktober 2004 Der Vorstand des Arbeitskreises Theorie und Lehre der Denkmalpflege e. V.