Bauhaus-Universität Weimar
Professur Theorie und Geschichte der modernen Architektur
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Aktuelles und Veranstaltungen

Vortrag im Rahmen des Master- und Doktorandenkolloquiums

22. Mai 2012 | 17h 

Ronny Schüler

„A HOUSE IS NEVER JUST A HOUSE“
Architektur und Gesellschaft in Israel

Wie keine andere westliche Gesellschaft erkannte und forcierte Israel mit der Staatsgründung 1948 die Möglichkeiten der Architektur, erzieherisch und integrativ zu wirken. Es galt, die heterogene Bevölkerung jüdischen Glaubens, die seit Beginn der Einwanderungswellen am Ende des 19. Jahrhunderts stetig wuchs und
mit der Staatsgründung zu einer Nation wurde, zu einer Gesellschaft zu formen, die nicht nur durch den gemeinsamen Glauben, sondern darüber hinaus durch eine gemeinsame nationale und kulturelle Identität dauerhafte Lebensfähigkeit und Stabilität gewinne sollte. Den Planungswissenschaftlern, vor allem aber den Architekten, wurde hierbei eine entscheidende Rolle zugewiesen. In der Gründerjahren des Staates Israel entwickelt sich eine hochwertige, in ihrer Dichte weltweit vermutlich einmalige Architektur im internationalen Stil.
Die kritische Frage nach dem Erfolg diese nationalen Projektes stellt sich nicht erst seit heute. Mit den
Sozialprotesten des vergangen Sommers erhalten die Heterogenität und Zerrissenheit der israelischen Gesellschaft jedoch eine neue mediale Aufmerksamkeit, jenseits der Dauerthemen ›Nahostkonflikt‹ und ›Siedlungspolitik‹. Der Blick auf die Architektur des Landes enthüllt darüber hinaus einen dramatischen Verfall der Baukultur und das in einem Land, das für seine Kunst und sein Design weltweit durchaus geachtet ist. Was ist los mit den Architekten? Wie und warum haben sie ihre prominente Stellung und ihren Einfluss auf das architektonische und gesellschaftliche ›Projekt Israel‹ eingebüßt?
Diese Arbeit unternimmt den Versuch, anhand von Fallbeispielen die Rolle des Architekten in der zeitgenössischen israelischen Gesellschaft zu beleuchten. Die zentrale Frage lautet hierbei: Welche Rolle weist diese Gesellschaft ihren Architekten zu und welche gesellschaftsdiagnostischen Möglichkeiten eröffnet eine Untersuchung dieser Profession.

Gründung Bauhaus-Institut für Geschichte und Theorie der Architektur und Planung

Mi. 01. Februar 2012, 18:00  |  Oberlichtsaal

Das Bauhaus-Institut für Geschichte und Theorie der Architektur und Planung versteht sich als eine wissenschaftliche Forschungseinrichtung der Bauhaus- Universität Weimar. Die Ziele des Insituts bestehen darin, die unterschiedlichen Kapazitäten und Interessen im Bereich der architektur- und planungsgeschichtlichen Forschung und deren theoretischer Reflexion zusammen zu führen, die Vernetzung der Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchsförderung auf den historisch und denkmalpflegerisch sowie architektur- und planungstheoretisch ausgerichteten Gebieten des Bauens und Planens zu verstärken sowie disziplinübergreifende Forschung zu ermöglichen.

Das Rahmenprogramm eröffnet der Rektor der Bauhaus-Universität Weimar, Prof. Dr.-Ing. Karl Beucke, gefolgt von Prof. Dr. Carsten Ruhl, Sprecher des Bauhaus-Instituts und Lehrstuhlinhaber der Professur Theorie und Geschichte der modernen Architektur

Abgerundet wird es durch einen Abendvortrag von Herrn Prof. Dr. Wolfgang Pehnt mit dem Titel "Das Rauschen des Blutes und das Betriebsgeräusch des PC. Deutsche Architektur in globalen Zeiten".

Mo 09. Januar 2012, 19:00  |  Audimax

Beatriz Colomina is Professor of Architecture and Founding Director of the Program in Media and Modernity at Princeton University. She is the author of Privacy and Publicity: Modern Architecture as Mass Media (MIT Press, 1994), Sexuality and Space (New York: Princeton Architectural Press, 1992).
Recently she curated with a team of Ph.D. students from Princeton the exhibition “Clip/Stamp/Fold: The Radical Architecture of Little Magazines 196X-197X.”
Her next research project is "X-Ray Architecture: Illness as Metaphor."

Beatriz Colomina trägt auf Einladung der Studentischen Vortragsreihe HORIZONTE zum Semesterthema 'Fetisch' vor, zu dem auch ein Seminar vom Lehrstuhl Theorie und Geschichte der modernen Architektur angeboten wird.

 

 

 

als Gastdozent im Rahmen des SOKRATES-Programms folgende Vorlesungen

ARCHIGRAM - 09. Dezember 2011 | 11h | Audimax
Geschichte und Theorie der modernen Architektur
Geschichte der modernen Architektur 
(Bachelor of Science)

CONTEMPORARY SPANISH ARCHITECTURE - 13. Dezember 2011 | 11h | Hörsaal A
Positionen der Architekturtheorie
(Master of Science)

METABOLIST ARCHITECTURE - 15. Dezember 2011 | 09:15h | Audimax

Architekturtheorie
(Bachelor of Science)

Die Vorlesungen werden auf Englisch gehalten.

Weiß als Farbe des Neoliberalismus

Vortrag von Olaf Pfeifer

12. November 2011 | TU Graz

Im Rahmen der Tagung 'Is there (Anti-)Neoliberal Architecture?' an der TU Graz vom 11.-12. November 2011 entdeckt Dipl.-Ing. Olaf Pfeifer das Weiße als paradigmatische Farbe des Neoliberalen.

Zum Tagungsprogramm

Autobiographie und ästhetische Erfahrung.

John Soanes Künstlerhaus in Lincoln´s Inn Fields

27. Oktober 2011, 14:45 Uhr |  Kunstgeschichtliches Institut Mainz

Vortrag von Prof. Carsten Ruhl

zum Tagungsprogramm

 

 

Magical thinking - Monumental form.

Aldo Rossi and the architecture of image.

26. Oktober 2011Università IUAV di Venezia

Vortrag von Prof. Carsten Ruhl

 

 

 

 

 

 

Marco Rüdel
Marcel Breuer
Frederike Lausch
Michael Protschky
Kassandra Löffler

Thesis Verteidigungen

Mittwoch, 28. September 2011

Marco Rüdel
MODELLUS operandi
09:00 Uhr | Raum 110

Stefanie Isabel Mück
Haus Harnischmacher II - Marcel Breuer
10:30 Uhr | Raum 110

Frederike Lausch
Irrationalität im Entwurfsprozess
Eine Betrachtung ausgewählter Architekturtheoretischer Schriften
nach 1960 unter dem Blickwinkel der Irrationalität

13:00 Uhr| Raum 110

 

Donnerstag, 29. September 2011

Michael Protschky
(Space)
Raum als Definition von Architektur am Beispiel der Architekturbiennale 2010 in Venedig
09:00 Uhr | Raum 110

Kassandra Löffler
Die Dialektik von Architektur und Natur
Entwicklung einer Analogie
10:30 Uhr | Raum 110

Mediendschungel
© Christoph Faltenbacher

Summaery 2011 - Präsentation der Entwurfsarbeiten WS 2010 und SoSe 2011

14. Juli 2011, 16h  |  Raum 110

Im Rahmen des Rundgangs der Fakultät stellen wir die Entwurfsarbeiten der Studierenden der Seminare 'Rom - Neues Bauen in der Ewigen Stadt'(Entwurf einer Pilgerherberge in der Via delle Botteghe Oscure, Sommer 2010) und 'Medien(t)räume' (Innenraumkonzept für die Jugendabteilung der Stadtbibliothek Leipzig, Winter 2010/2011) aus.



Antrittsvorlesung Prof. Dr. Carsten Ruhl

22. Juni 2011, 17h |  Oberlichtsaal

Ephemere Räume - Ausstellen als architektonische Praxis

Mythos Monument - Urbane Strategien in Architektur und Kunst seit 1945

Die Reflexion des Monumentalen ist ein zentrales Thema der Architektur wie auch der Kunst nach 1945. Einerseits zeugen hiervon die Versuche, die moderne Architektur mittels eines neuen Begriffsverständnisses zu erneuern. Andererseits ist die Kunst spätestens seit den 1960er Jahren von dem Bestreben geprägt, das monumentale Selbstverständnis der Architektur zu kommentieren oder zu dekonstruieren. Der Band zeigt, wie Architektur und Kunst so in einen komplexen Dialog treten, der sich auf unterschiedlichen Ebenen beobachten lässt: von der unmittelbaren Konfrontation im urbanen Raum über die Konzeption utopischer Orte und Antimonumente bis hin zur kritischen Kommentierung zerstörter oder rekonstruierter Bauwerke und Denkmäler.

 

Mai 2011, 320 S., kart., zahlr. Abb., 32,80 €
ISBN 978-3-8376-1527-2

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Infizierung der Geschichte. Zur Theorie der Geschichte der Architektur | Vortrag Prof. Dr. Jörg H. Gleiter

18. Mai 2011, 19h  |  Oberlichtsaal

In der Reihe 'Antrittsvorlesungen' trägt Prof. Gleiter im Nachgang zu seiner Habilitation im Winter 2007 zu seinem aktuellen Buchtitel vor.

Die Moderne ist keineswegs geschichtslos. Wie Jörg Gleiter zeigt, gilt das besonders für die Architektur. Nach dem Bruch der Moderne mit dem Veralteten und unmittelbar Vergangenen – dem 19. Jahrhundert – dient die Rekonzeptualisierung der Architektur nichts Geringerem als der Suche nach dem Ältesten und Vorvergangenen, nach der Urgeschichte, an die anzuknüpfen ihr nur im offenen Erwartungshorizont ihrer innovativen Gegenwartspraxis gelingen kann.

Urbane Räume | Film- und Vortragsabende

April - Juni 2011 |   19.30h Kino-Raum 112, Medienhaus, Steuebenstraße 6a

Architecture in the Age of Empire | Die Architektur der neuen Weltordnung

11. Internationales Bauhaus-Kolloquium [Tagungsband]

Eine neue, kopflose Gewalt hat den Imperialismus vergangener Zeiten abgelöst. Die neue Weltordnung, das »Empire«, überschreitet alle Grenzen unserer alther- gebrachten politischen Begriffe – Staat und Gesellschaft, Krieg und Frieden, Kon- trolle und Freiheit. Das dezentralisierte und deterritorialisierte Empire beherrscht uns, indem es durch die Medien, die Technik und durch soziale Praktiken unmittelbaren Einfluss auf uns Menschen nimmt.
Architektur und Raumplanung haben sich in den letzten Jahrzehnten radikal gewandelt. Die alten, modernistischen Bestrebungen nach erschwinglichen Wohnungen und einer rationalen Organisation der Städte sind ebenso in den Hintergrund gerückt wie die postmodernen Obsessionen der Kommunikation, der Nutzerbeteiligung und des öffentlichen Raumes. Stattdessen stehen nun ästhetische und entschieden unpolitischere Belange im Vordergrund: Diskussio- nen zwischen einer kritischen und einer projektiven Praxis, zwischen Blobs und Kisten, zwischen Atmosphäre und Ornament.
Doch das ist noch lange nicht das Ende der Geschichte, wie im vorliegenden Band deutlich wird. Die Beiträge des 11. Bauhaus-Kolloquiums umspannen einen Zeitraum, der von der Gründung des Bauhauses in Weimar bis zur globalen Architektur unserer Zeit reicht, und verfolgen dabei die Entwicklung des Empires zurück, um gleichzeitig nach Konsequenzen und Alternativen zu fragen, denen die Architektur sich heute gegenübergestellt sieht.

Text in Deutsch oder Englisch, Broschur, 658 Seiten, ISBN: 978-3-86068- 417-7
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