Juni 2011

137 - Die Optik des Unterwegs-Seins

Die aktuelle Ausgabe wirkt edel und hip. Foto: Port 2010.
Die aktuelle Ausgabe wirkt edel und hip. Foto: Port 2010.
Bilder, die vom Unterwegs-Sein erzählen. Foto: Port 2010.
Bilder, die vom Unterwegs-Sein erzählen. Foto: Port 2010.
"Port" wirkt gleichzeitig fertig und unfertig. Foto: Port 2010.
"Port" wirkt gleichzeitig fertig und unfertig. Foto: Port 2010.
Mehr als ein Hochglanzmagazin. Foto: Port 2010.
Mehr als ein Hochglanzmagazin. Foto: Port 2010.

»Port« heißt ein unabhängiges Magazin von Studierenden der Bauhaus-Universität Weimar

»Das ist ein riesiges Experimentierfeld: Wo sonst haben Studierende schon die Möglichkeit ein Gesamtkonzept von A bis Z durchzuexerzieren?«, fragt Ricarda Löser. Die zierliche Frau mit dem hellbraunen Pferdeschwanz spricht von »Port«. So heißt ein fakultätsübergreifendes Magazin der Studierenden der Bauhaus-Universität Weimar. »Port« bewegt sich irgendwo zwischen Zeitschrift und Buch. Es enthält ausgewählte Projekte, Diplome und freie Arbeiten. Die Redaktion und Gestaltung des jährlich erscheinenden Magazins liegen komplett in der Hand Studierender. Selbst die Finanzierung organisieren sie selbst.

Eine riesige Bandbreite

Von Seiten der Hochschule begleitet Ricarda Löser, künstlerische Mitarbeiterin der Bauhaus-Universität Weimar, das Projekt. Sie sagt: »Ich höre mir hauptsächlich die Gestaltungskonzepte an und kommentiere sie dann. Die eigentliche Arbeit aber machen die Studierenden.« Die thematische Bandbreite von »Port« erstreckt sich von Fotographie, Kunst, über Architektur, Interieur, Gestaltung, bis hin zu Kultur und Gesellschaft.

Mehr als ein Hochglanzmagazin

Die aktuelle Ausgabe hat einen schwarzen Einband. Ein goldener Aufdruck ziert das Cover. Im Heftinneren prangt eine Schrift, die in ihrer Geometrik und Gleichmäßigkeit an frühe Schriftarten der Bauhaus-Bewegung erinnert. »Das Magazin wirkt insgesamt auf den ersten Blick edel und hip«, sagt Ricarda Löser. Mit der »Port« zielten die Studierenden aber dezidiert nicht darauf, ein Hochglanzmagazin vorzulegen.

Etappen des Weges

Dies zeigt sich nicht nur in der Auswahl des Papiers, sondern auch und vor allem im Inhalt: Die Macher setzten ganz auf Prozesshaftigkeit. »Port« präsentiert neben fertigen Arbeiten auch Etappen des Weges zum Endprodukt, etwa erste Skizzen, Dias oder Ideen, die wieder verworfen werden, Möbelstücke, welche die Studierenden doch nicht fertigen. Oder in den Worten von Ricarda Löser: »Die aktuelle Ausgabe setzt aufs Unterwegs-Sein.« Gerade die Darstellung des Arbeitsflusses verleiht dem Magazin etwas sehr Dynamisches und Greifbares. So schafft »Port« den Spagat, gleichzeitig fertig und unfertig zu wirken.

Humor, Inhalt und Stil

Bei allem Enthusiasmus verfällt die Gestaltung der aktuellen Ausgabe nie ins Überambitionierte: Die Zeitschrift ist kein selbstverliebtes Magazin von Grafikern für Grafiker. Vielmehr ist sie ein durchdachtes Heft mit Mut zu Humor, Inhalt und Stil. Eine ganz subjektive Auswahl an Texten und Gestaltung verdichtet sich zu einem schönen, intelligenten Magazin.

Strahlkraft

Mit dem hohen Anspruch an Inhalt und Form liegt »Port« im Trend. Zwar durchlebt die Medienbranche derzeit schwierige Zeiten, aber in dieser Krise blühen gerade Nischen auf. Es entstehen mehr ungewöhnliche Print-Formate. Tollerweise gibt es in Weimar Magazine wie »Horizonte« oder »Loom« oder eben »Port«: Sie sind ambitioniert und rundum klug gemacht. Außerdem entstehen sie gänzlich vor Ort. Die Zeitschriften stammen aus dem Kosmos der Bauhaus-Universität Weimar, aus unabhängigen Initiativen von Studierenden. »Leute, die hier studieren wollen, informieren sich doch genau über solche Zeitschriften wie die ,Port’.«, sagt Ricarda Löser mit Blick auf die aktuelle Ausgabe in Schwarz-Gold. Das Magazin »Port« hat eine große Strahlkraft – weit über den Mikrokosmos der Bauhaus-Universität Weimar hinaus. 

Die »Port« erscheint jährlich zur summaery der Bauhaus-Universität Weimar und steht im Bauhaus.Atelier zum Verkauf.

Weitere Informationen und die Möglichkeit, die »Port« zu bestellen, finden sich hier:
http://www.uni-weimar.de/projekte/port/2010/

 

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Zuletzt geändert: 27.03.2012
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