Übersicht über die Projekte im Februar 2008

34 - Zukunft für das „Alte Gut“

Exkursion zum "Alten Gut" Zwätzen

Weimarer Studenten entwickeln Liegenschaft in Jena
Im Wintersemester 2007/08 führten Studenten des Studienganges Management [Bau Immobilien Infrastruktur] im Rahmen ihres Masterprojektes eine Projektentwicklung für die Liegenschaft „Altes Gut“ Zwätzen in Jena durch.

Bei der Immobilie handelt es sich um einen historischen, ortsprägenden Gutskomplex, der bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts als Komturei (Verwaltungssitz der geistlichen Ritterorden) genutzt wurde. Nach einer wechselvollen Geschichte mit Nutzungen als Lehrbetrieb und Lazarett wurde das Anwesen nach dem 2. Weltkrieg landwirtschaftlich genutzt. Nach der politischen Wende wurde das Grundstück der Friedrich-Schiller-Universität Jena zurückübertragen. Diese benötigt die Flächen jedoch nicht für dieweitere universitäre Entwicklung.

Die Studierenden haben im Rahmen des Projektes Nutzungskonzepte u.a. fürhochwertiges Wohnen entwickelt. Damit soll das „Alte Gut“ als attraktiver Mittelpunkt des Ortskerns Zwätzen reaktiviert werden. Ziel war es, mit einem wirtschaftlich fundierten Nutzungskonzept der Universität Jena als Eigentümer der Liegenschaft eine Grundlage für weitere Entscheidungen zugeben. Vor Vertretern der Stadt Jena, Mitgliedern des Ortschaftsrates und anderen interessierten Bürgern aus Jena-Zwätzen stellten die vier studentischen Projekte am 31. Januar 2008 ihre Arbeiten vor. Mit fundierten Markt-, Standort-und Zielgruppenanalysen stehen für die Universität Jena und mögliche Investoren wertvolle Informationen zur Verfügung. Zahlreiche innovative Ansätze für die weitere Entwicklung des Alten Gutes können weiter entwickelt werden.

Das Projekt stand unter der Leitung von Prof. Ramon Sotelo, Juniorprofessorfür Immobilienökonomie an der Fakultät Bauingenieurwesen der Bauhaus-Universität Weimar. Unterstützend waren die Professur Betriebswirtschaftslehre im Bauwesen der Bauhaus-Universität Weimar, die Liegenschaftsabteilung und der Lehrstuhl für Sozialgeografie der Friedrich-Schiller-Universität Jena, das Stadtplanungsamt und die Untere Denkmalschutzbehörde der Stadt Jena sowie Vertreter des Ortschaftsrates Jena-Zwätzen tätig.

www.uni-weimar.de/cms/bauing/

Kontakt:
Fakultät Bauingenieuwesen
Studiengang Management [Bau Immobilien Infrastruktur]
Prof. Dr. Ramon Sotelo
Juniorprofessur für Immobilienökonomie
Ramon.Sotelo@bauing.uni-weimar.de

35 - Feuerherz

Entwicklung und Vermarktung eines Filmes
Unter der Leitung der Professur für Marketing und Medien gestalteten Studierende der Fakultät Medien die Entwicklung und Vermarktung des Spielfilmprojektes „Feuerherz“ bis hin zur Kinopremiere mit. Im Rahmen der Veranstaltung Guru*Lab wurden gemeinsam mit den Produzenten, dem Regisseur und dem Senator-Filmverleihchef Anatol Nitsche verschiedene Drehbuchversionen, die Finanzierung und die Pre-Production aufgearbeitet, Marketingstrategien entwickelt und die Ansprache möglicher Kooperationspartner vorbereitet.

Oscar-Gewinner Andreas Bareiss (Produzent von „Nirgendwo in Afrika”) und Sven Burgemeister (Oscar-nominiert als Produzent von „Sophie Scholl”) verfilmen die Geschichte eines kleinen Mädchens, das im eritreanischen Bürgerkrieg zur Kindersoldatin gemacht wird. Das Skript von Drehbuchautor und Regisseur Luigi Falorni (ebenfalls Oscar-nominiert für „Die Geschichte vom weinenden Kamel“) basiert auf der über 400.000mal verkauften Autobiographie „Feuerherz“ von Senait Mehari.

Das Guru*Lab-Team: Victor Henning, Andreas Bareiss, Prof. Dr. Thorsten Hennig-Thurau (v.l.)
Guru*Lab-Workshop mit Andreas Bareiss in Weimar
Setfoto des Films "Feuerherz"

Ein besonderes Highlight: Drei Studentinnen begleiteten den 40-tägigen Filmdreh "on location" in Kenia, um das offizielle Making-Of des Films zu erstellen. Betreut wurden sie dabei von Prof. Wolfgang Kissel, Inhaber der Professur für Medien-Ereignisse. Der Film „Feuerherz“ wird dieses Jahr im Wettbewerb der Berlinale gezeigt.

www.uni-weimar.de/medien/marketing/events.php

Kontakt:
Fakultät Medien
Prof. Thorsten Hennig-Thurau
Professur Marketing und Medien
tht@medien.uni-weimar.de

36 - LOOM-PDF Magazin

Foto: Kilian Ulmann

Online-Plattform für studentische Fotoarbeiten der Fakultäten Architektur und Medien
Loom, zu Deutsch „Lichtschimmer“, heißt das englischsprachige Magazin, das abwechselnd vor der Fakultät Architektur und der Fakultät Medien herausgegeben wird. Alle sechs Monate füllen neue fotografische Essays thematisch geordnet eine Ausgabe, die ausschließlich online erhältlich ist. Die Bauhaus-Universität zollt damit der hohen Qualität und dem künstlerischen Anspruch der studentischen Projekte Tribut und präsentiert sich der interessierten Öffentlichkeit. „Mit Loom gehen wir einen weiteren Schritt in der Außenwirkung unserer Universität. Wir wissen, was unsere Studenten können, doch möchten wir auch, dass alle anderen daran teilhaben können,“ erklärt Alexander Lembke, Herausgeber der ersten Ausgabe von Loom. „Langfristig planen wir Loom als semiprofessionelles und daher auch experimentelles Fotomagazin der Fakultäten Architektur und Medien zu etablieren, das den Anspruch hat, frische, neue Ideen aus unserer Universität in die Welt zu tragen.“

Foto: Johannes Heinke
Foto: Salla Rautiairen
Foto: Salla Rautiairen

www.loom-mag.net

Kontakt:
Fakultät Medien
Alexander Lembke
E-Mail: alexander.lembke@medien.uni-weimar.de

Fakultät Architektur
Walter Bergmoser
E-Mail: walter.bergmoser@archit.uni-weimar.de

37 - Die Stadt im Reagenzglas

Die Stadt als kontinuierlicher Prozess denken
Wie entstehen Stadtstrukturen und wie können sie nachhaltiger geplant werden?
Städtische Strukturen resultieren aus verschiedenen kontinuierlich ablaufenden, sich wechselseitig beeinflussenden Prozessen. Stellt man das Erscheinungsbild einer Stadt zu einem bestimmten Zeitpunkt dar, erhält man lediglich eine Momentaufnahme dieses dynamischen Systems. Ziel der  entwickelten Methoden ist die Simulation der Stadt als kontinuierlicher Prozess. Planung bedeutet stets die konzeptionelle Vorwegnahme noch nicht existierender Zustände. Dabei konzentriert sich die gegenwärtige Praxis der Planung lediglich auf den Vergleich von Soll und Ist und kann deshalb nur statische Lösungen vorschlagen. Wesentlich für eine qualitätvolle und nachhaltige Stadtentwicklung ist aber eine Auseinandersetzung mit den Prozessen, die zu den jeweiligen Zuständen geführt haben bzw. führen sollen. Die Planung soll hierzu methodisch in sinnvolle Sequenzen zerlegt werden und so mithilfe des Computers die differenzierte Reaktion auf  komplexere Zusammenhänge ermöglichen. Untersucht wird dieser Ansatz durch die Erstellung von kombinierbaren Programmbausteinen innerhalb verschiedener Softwareprototypen.

http://infar.architektur.uni-weimar.de/

Kontakt:
Professur Informatik in der Architektur
Dipl.-Ing. Christian Bauriedel
Christian.Bauriedel@archit.uni-weimar.de

 

Zuletzt geändert: 17.02.2011
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