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Die öffentliche Stadtplanung ist zunächst eine europäische Einrichtung. In Europa wurden ihre Fundamente gelegt, als im Laufe des 19. Jahrhunderts die Gesellschaften vor der Aufgabe standen, die Auswirkungen der kapitalistischen Industrialisierung auf die Städte zu bewältigen. Von hier gingen die meisten Innovationen aus, die die Verankerung der öffentlichen Planung in beiden Teilen Amerikas, in Asien, Afrika und Australien begleitet haben. Europa ist schließlich bis heute der Kontinent, in dem die öffentliche räumliche Planung den stärksten gesellschaftlichen Stellenwert genießt.
Die Geschichte der europäischen Stadtplanung ist gleichwohl schillernd. Neben großartigen gesellschaftlichen Errungenschaften hat sie Entwertung und Vernichtung von materiellen, kulturellen und natürlichen Gütern hervorgebracht. Ihre Tätigkeitsbereiche haben sich noch bis in die 1990er Jahre hinein erweitert und diversifiziert, die gesellschaftliche Legitimation der öffentlichen Planung und ihre Einflussmöglichkeiten auf die räumliche Entwicklung sind allerdings seit den 1980er
Jahren geschwächt worden. Die Folgen neoliberaler Wirtschaftspolitik, der demographische Wandel und die neue Sensibilität für das globale Klima scheinen
eine neue Aufwertung der öffentlichen Planung für Stadt und Land einzuleiten.
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richtet sich an:
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Ort:
Einschreibung:
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Master Architektur Diplom Architektur Europ. Urbanistik
deutsch
Zulassung Master/Hauptstudium
dienstags, 17.00 Uhr bis 18.30 Uhr,
Marienstraße 13, Hörsaal A
02. 04. 2007 Belvederer Allee 4, Lehrstuhl
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