Das Wesen des Lebens ist unaufhörliche Metamorphose. (Walter Gropius)
Diese Aussage weist darauf hin, dass Leben Bewegung ist. Somit sind auch Formgebungen des Menschen zeitabhängige Lösungen und Aussagen. Solche Festlegungen entstehen im Regelfall durch Auswahl, Reduktion und Vereinfachung.
Wenn “evolutionsgerechtes Verhalten“ den Einsatz aller geistigen und emotionalen Fähigkeiten bedeutet, um jeweils zu zeitweiligen Lösungen zu gelangen, erscheint es sinnvoll, die phantastische Vielschichtigkeit der Natur ansatzweise begreifen zu beginnen. Mehrschichtiges Denken und das Einfühlen in die örtliche Situation sollten dabei immer wieder geübt werden. |
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Die Freude am schöpferischen Experiment als Teil der Natur zu fördern, das Eingebettetsein in sie zu begreifen und die Lust darauf zu kultivieren, ist ein Ziel des Lehrstuhls Landschaftsarchitektur. Weil Natur ein dynamisches System ist, ist es notwendig, dass Gestaltung mit dem "Faktor Zeit" bewusst gemacht wird: einförmige ("uniforme") Systeme sind wegen ihrer Ausschließlichkeit (starke Reduktion) nur mit hohem Energieaufwand am Leben zu erhalten und stehen im Widerspruch zu vielfältigen ("polykulturellen") und lebendigen Systemen.
Das Verständnis für und den kreativen Umgang mit prozesshaften Vorgängen zu vermitteln und in Übungen und Entwurfsprojekten zu vertiefen, ist Anliegen des Lehrstuhls. |
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Ökologische Formen der Gestaltung sind nicht nur Gestaltungen von Fachleuten für die Menschen, sondern auch Gestaltungen mit und durch die Menschen, die sogenannten Laien. Demnach ist Ökologie - ein Systembegriff - ein interaktives, offenes, sich veränderndes Netzwerk von Mensch, Tier und Pflanze in Raum und Zeit. „Systeme, die für Veränderungen nicht offen sind, können nicht für sich in Anspruch nehmen, ökologisch genannt zu werden.“ (Louis Le Roy)
In diesem Sinne entwickeln die Architekturstudierenden im Rahmen der im Hauptstudium angebotenen Lehrveranstaltungen Entwurfskonzeptionen mit Raumqualitäten, die anspruchsvolle Sinneswahrnehmungen befriedigen sollten. |