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Weimar ist
nicht nur in der Bundesrepublik Deutschland als Wirkungsort der
bedeutendsten Schriftsteller der Weimarer Klassik und als "Nachbar"
des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald zum Symbolort für
das Begriffspaar "Humanismus und Barbarei" geworden. Dass jedoch
Weimar ähnlich wie München die politische und organisatorische Basis
für den Aufstieg der Partei Hitlers und deren Kampf um die Macht
bildete, ist bis heute kaum im Allgemeinwissen verankert. Gruppen
und Schulklassen, die nach Weimar kommen, um sich mit der NS-Geschichte
auseinander zu setzen, besuchen dazu in der Regel die Gedenkstätte
Buchenwald. Das ist auch mehr als nahe liegend, kann jedoch häufig
dazu führen, dass die Auseinandersetzung mit der NS-Geschichte damit
als "erledigt" angesehen wird. Die Stadt Weimar gerät dabei meist
nicht ins Blickfeld. Die anschließende oder vorgelagerte Besichtigung
der Stadt wird zum "Gegenbild" (das "humanistische Weimar"), und
es erfolgt keine Kontextualisierung des KZ Buchenwald mit der NS-Geschichte
der Stadt. An einzelnen Orten der Stadt soll diese Kontextualisierung
exemplarisch herausgearbeitet werden.
Die Veranstaltung
findet in Kooperation mit dem Forschungsprojekt "Aspekte der nationalsozialistischen
Bewegung und Herrschaft in Weimar von 1920 bis 1945" (StattReisen
Weimar e.V.) statt.
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