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Jörg H. Gleiter M.S. |
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4 S |
Architekturtheorie
IV
Die Rückkehr des Verdrängten: Ornament in der
Moderne |
| Inhalt |
Seit
Vitruv stand das Ornament im Zentrum aller Architekturtheorien. Erst
die Moderne profilierte sich mit einem Angriff gegen das Ornament.
Adolf Loos' Anklageschrift "Ornament und Verbrechen" steht dafür
paradigmatisch. Seither gilt mit Referenz auf Sigmund Freud die These
von der Verdrängung des Ornaments (Michael Müller) als alles
entscheidendes Merkmal der Moderne. Das kann aber nur die eine Hälfte
der Moderne sein; denn mit Freud müsste das Ornament, wie jedes
Verdrängte, als ein Unheimliches und Schauerliches, aber schon
Bekanntes, Neurotisches in unsere Alltagswelt an die Oberfläche
wiederkehren. Das Seminar wird sich auf den Horrortrip und die Suche
nach dem unterdrückten, als Unheimliches wiederauftauchenden
Ornament in der Moderne begeben. Die Frage nach dem verdrängten
Ornament in der Moderne wird unversehens zur Frage nach der Rekonzeptualisierung
der Moderne selbst. Wie kehrt es wieder? Aber wichtiger: Wie sucht
man überhaupt danach? Das Erarbeiten eines analytischen Instrumentariums
steht im Zentrum des Seminars. Mit den Techniken der Psychoanalyse,
Semiotik, Rhetorik und kritischen Theorie soll dieses entwickelt werden. |
| Prüfungsart |
Fachprüfung |
| Voraussetzung |
Vordiplom |
| Zielgruppe |
A/97
und älter |
| Zeit/Ort |
Zeit
und Ort werden durch Aushang bekanntgegeben. |
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