»Wasser + Umwelt«
Das Weiterbildende Studium Wasser und Umwelt führte im März 2006 in Weimar die Präsenzphase zum Kurs WW58 "Wasserversorgungstechnik" durch. Während einer Exkursion hatten die Teilnehmer Gelegenheit, drei Anlagen zur Trinkwasseraufbereitung bzw. -analyse zu besuchen. In Luisenthal konnten die, zur Thüringer Fernwasserversorgung gehörende, Trinkwasseraufbereitungsanlage (TWA) sowie das Institut für Wasser- und Umweltanalytik GmbH (IWU) besichtigt werden. In Bad Berka stand abschließend der Besuch der örtlichen TWA "Tannrodaer Gewölbe" - Wasserversorgungszweckverband Weimar - auf dem Programm.
| Führung durch die TWA Luisenthal, | |
| IWU - Institut für Umweltanalytik, | |
| TWA "Tannrodaer Gewölbe" in Bad Berka , |

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Die TWA Luisenthal ist ein Standort der Thüringer Fernwasserversorgung (TFW) mit Hauptsitz in Erfurt. Das Rohwasser bezieht die TWA Luisenthal aus der Ohra-Talsperre, deren Einzugsgebiet vorwiegend forstwirtschaftlich genutzt wird. Die installierte Aufbereitungskapazität der TWA beträgt maximal 67.000 m3/d.
Zur Aufbereitung des Rohwassers zu hygienisch einwandfreiem Trinkwasser werden mehrere Verfahrensschritte durchlaufen:
Quelle: Homepage der Thüringer Fernwasserversorgung (TFW)
| TWA Luisenthal | ||
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Der Sitz des IWU befindet sich im Hauptgebäude der TWA Luisenthal. Im Zuge der Fertigstellung des Bauvorhabens Ohra-Talsperre wurde im Mai 1966 auch die Arbeit im Betriebslabor der "Fernwasserversorgung Nordthüringen" aufgenommen. Aufgaben des Labors waren die Untersuchung des Oberflächenwassers der Talsperre einschließlich ihrer Zuläufe, die Überwachung der Trinkwasseraufbereitung und die Kontrolle des Rohrnetzes der Fernwasserversorgung.
Seit 1994 arbeitet das Institut als wirtschaftlich eigenständiges Unternehmen. Das Institut ist ein nach DIN EN ISO/IEC 17025:2000 akkreditiertes Prüflabor, das sich mit der Analytik und Begutachtung von Trink-, Bade-, Oberflächen- und Abwässern beschäftigt. Es nimmt regelmäßig an Ringversuchen des Niedersächsischen Landesgesundheitsamtes, Außenstelle Aurich, der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) Berlin, der Analytischen Qualitätssicherung Baden-Württemberg, der Thüringer Landesanstalt für Umwelt u.a. teil. Neben der Kontrolle des Trinkwassers wurde das Aufgabenspektrum des Institutes erweitert z.B. auf die Untersuchung von Umweltproben (Boden, Altlasten, Abfall, Klärschlamm), Schwimm- und Badewasser, das Angebot ingenieurtechnischer Leistungen oder die Durchführung praxisbezogener Forschungsvorhaben.
Quelle: Homepage des Instituts für Umweltanalytik GmbH (IWU)
| Instituts für Umweltanalytik | ||
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Das letzte Exkursionsziel an diesem Tag war die Trinkwasseraufbereitungsanlage (TWA) in Bad Berka. Die Trinkwassergewinnung im "Tannrodaer Gewölbe" - einer der ergiebigen Bundsandstein-Grundwasserleiter im Südwesten des Landkreises - hat für die Städte Weimar und Bad Berka eine mehr als 60jährige Tradition.
Aus den Tiefbrunnen im Kohl- und Dambachsgrund sowie der Ilmaue, oberhalb von Bad Berka, wird qualitativ hochwertiges, von anthropogenen Einflüssen weitestgehend freies Grundwasser gefördert. Die geologische Herkunft verlangt, im Sinne der Trinkwasserverordnung, neben dem Entfernen von gelöstem Eisen und Mangan auch das Austreiben überschüssiger Kohlensäure.
Anfang der 30er Jahre entstand eine Trinkwasseraufbereitungsanlage mit einer Kapazität von 5.000 m3/d. Infolge unzureichender Kapazitäten wurde die Anlage Anfang der 60er Jahre und dann noch einmal im Jahr 1995 um- bzw. neugebaut. Mit der Erneuerung im Jahr 1995 erfolgte, neben einer weiteren Kapazitätserhöhung auf 14.500 m3 Reinwasserabgabe pro Tag, eine roh- und reinwassertechnische Verknüpfung der bis dato getrennten Versorgungsgebiete Bad Berka / Weimar und Blankenhain durch eine gemeinsame Aufbereitungsanlage.
| Trinkwasseraufbereitungsanlage (TWA) Bad Berka | ||
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