»Wasser + Umwelt«

Präsenzphase und Exkursion des WW56 Abwasser IV - "Controlling in der Abwasserwirtschaft" im März 2005



Zurück zu: Exkursionen


"Das Prinzip aller Dinge ist das Wasser, aus Wasser ist alles und ins Wasser kehrt alles zurück." - Thales von Milet

Für den Kurs WW56 Abwasser IV - "Controlling in der Abwasserwirtschaft" fand im März 2005 die Präsenzphase statt. Die Teilnehmer hatten in dieser Woche die Gelegenheit, den in der Fernstudienphase bearbeiteten Lernstoff zu vertiefen. Dazu waren die Autoren der entsprechenden Kapitel anwesend und nahmen Stellung zu den Fragen der Studierenden, führten den Lehrstoff an Beispielen und Berechnungen weiter aus und berichteten über neue Erkenntnisse aus ihren Fachgebieten.

Klick = großes Bild - Die Exkursionsteilnehmer

Für eine vergrößerte Darstellung auf das Bild klicken

Zur Vertiefung der Kenntnisse wurde eine Ganztages-Exkursion für die Teilnehmer organisiert. Diese fand am Mittwoch, dem 2. März 2005, statt und umfasste den Besuch zweier Kläranlagen:

Abwasser ist per Definition verunreinigtes Wasser, welches sich aus häuslichem, gewerblichem und industriellem Schmutzwasser und aus dem von versiegelten Flächen abfließenden Niederschlagswasser zusammensetzt. Man unterscheidet z.B. in Schmutzwasser, Regenwasser, Fremdwasser, Mischwasser und Kühlwasser.

 

Verbandskläranlage Gotha

Mit dem Bau der ersten Fernwasserleitung von Tambach-Dietharz nach Gotha und dem weiteren Ausbau der Wasserversorgungsanlagen am Ende des 19. Jahrhunderts begann auch der Aufbau einer Kanalisation und Abwasserbehandlung in und um Gotha. Die erste Anlage mit mechanischer Reinigung und biologischer Nachklärung ging 1910 in Betrieb. Diese Anlage wurde bis in die 70-er Jahre hinein mehrfach umgebaut und erweitert, jedoch führen der ständig steigende Abwasseranfall und die damit nicht Schritt haltende Reinigungsleistung zu wiederholten Überlastungen der Kläranlage. In der Folge kommt es immer wieder zu kritischen Zuständen in den Vorflutern Nesse und Wilder Graben.

Entsprechend der vorgegebenen Überwachungswerte, welche im Ablauf einer Kläranlage einzuhalten sind, wurde somit Anfang der 90-er Jahre ein zentraler Neubau konzipiert, bestehend aus mechanischer Vorreinigung, biologischer Abwasserreinigung und chemisch-physikalischer Reinigungsstufe inklusive Schlammbehandlung.

Die neue Verbandskläranlage Gotha wurde am 17. März 1993 nach 2-jähriger Bauzeit in Betrieb gesetzt. Mit der Anlage kann Abwasser mit einer Schmutzfracht von ca. 150.000 Einwohnerwerten behandelt werden.

 
Bildergalerie Verbandskläranlage Gotha
Exkursion WW56 - Klick = großes Bild Exkursion WW56 - Klick = großes Bild Exkursion WW56 - Klick = großes Bild
 

Für eine vergrößerte Darstellung auf die Bilder klicken

 

Klärwerk Erfurt-Kühnhausen

Die vorhandene Kläranlage aus dem Jahr 1976 wurde seitdem wiederholt umgebaut und in ihrer Kapazität  dem gestiegenen Reinigungsbedarf angepasst. In den letzten Jahren wurde zudem die Technik grundlegend saniert und in zwei Teilabschnitten auf den neuesten Stand der Abwasserbehandlung erweitert.

Die Baumaßnahme umfasste die Errichtung neuer Belebungs- und Nachklärbecken sowie die Sanierung von vorhandenen Anlagenteilen. Durch die Nutzung alter Kläranlagenbestandteile konnten die Investitionskosten für die größte Kläranlage Thüringens mit ca. 36 Millionen € vergleichsweise günstig gestaltet werden. Das Projekt wurde durch das Land Thüringen mit 10 Millionen € gefördert. Mit der Anlage kann Abwasser mit einer Schmutzfracht von ca. 375.000 Einwohnerwerten (EW) behandelt werden. Insgesamt können so pro Jahr ca. 750 Tonnen Stickstoff und ca. 350 Tonnen organische Substanzen entfernt werden.

 
Bildergalerie Klärwerk Erfurt-Kühnhausen
Exkursion WW56 - Klick = großes Bild Exkursion WW56 - Klick = großes Bild Exkursion WW56 - Klick = großes Bild
Exkursion WW56 - Klick = großes Bild Exkursion WW56 - Klick = großes Bild Exkursion WW56 - Klick = großes Bild
 

Für eine vergrößerte Darstellung auf die Bilder klicken


Zurück zu: Exkursionen




last update:Wednesday, 16-Mar-2005 17:51:21 CET
© »Wasser + Umwelt«