Exkursion im Rahmen des Kurses WW52 - Abwasser II Abwasserbehandlung zur Kläranlage Gera - Stublach
Auf Bilder klicken um Bilder zu vergrößernAm 23. März fuhren die 35 Fernstudierenden des Kurses WW 52 "Abwasserbehandlung" zu den Kläranlagen Gera - Stublach und Jena.
KLÄRANLAGE GERA
Abb. 1: Kläranlage Gera
Zeitplan: Beauftragung der Planungsleistungen 1992 Fertigstellung der Entwurfsplanung März 1993 Bauausführung der Vorabmaßnahmen bis April 1994 Ausschreibungsplanung bis Juni 1994 Erstellung der Leistungsbeschreibung bis Juni 1994 Vergabe und Auftragserteilung Oktober 1994 Grundsteinlegung 22. März 1995 Richtfest 29. Mai 1996 Baudurchführung Nov. 1994 bis Dez. 1996 Inbetriebnahme Dezember 1996 Einfahr- und Optimierungsbetrieb bis Juni 1997 ![]()
Abb. 2: Lageplan Klärwerk Gera
ZULAUF UND RECHEN
Abb. 3: Rechenhaus
BELÜFTETER SANDFANG
Gleichzeitig treiben Fette und Leichtstoffe mit der Luft auf und werden in einer seitlichen Rinne gesammelt. Mittels einer Mammutpumpe gelangt der Sand vom Trichter des Bauwerkes in den Sandklassierer. Dort wird der Sand gewaschen und mechanisch entwässert.
VORKLÄRBECKEN
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Abb. 6: Exkursionsgruppe am Vorklärbecken, der Faulturm im Hintergrund
DENITRIFIKATIONSBECKEN
NITRIFIKATIONSBECKEN
Auf Grund der großen Beckentiefe kann sich der Sauerstoff besonders gut im Abwasser lösen.
Das gebildete Nitrat wird mit dem Rücklaufstrom in die Denitrifikationsbecken zurückgeführt.
NACHKLÄRBECKEN
Auf dem Fließweg kommt es zum Sedimentieren des Schlammes. Die sich am Beckenboden absetzenden Flocken werden mittels eines Räumerschildes in den Schlammtrichter befördert und in das Rücklaufschlammpumpenwerk geleitet.
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Abb.10 Exkursionsgruppe an der Räumerbrücke
RÜCKLAUFSCHLAMMPUMPWERK
ABLAUF:
Zur Eigenkontrolle der Ablaufqualität ist eine Ablaufgütemeßstation vorhanden. Es werden einige chemische Parameter durchgängig gemesse. Desweiteren befindet sich ein automatischer Probenehmer in der Station, welcher über 24 Stunden eine Tagesmischprobe aus dem Ablauf entnimmt. Die ablaufende gereinigte Abwassermenge wird über ein magnetisch-induktiv wirkendes Meßgerät erfaßt.
HOCHWASSERPUMPWERK
Die Pumpen fördern das gereinigte Abwasser über den Hochwasserspiegel und gewährleisten somit einen sicheren Abfluß.
FAULBEHÄLTER:
SCHLAMMBEHANDLUNG
Siebtrommeln: Um den Feststoffgehalt im Überschußschlamm von ca. 0,8 % auf 8-10 % Trockensubstanz zu erhöhen, wird dem Schlamm ein Flockungshilfsmittel zudosiert und zur Eindickung auf die Siebtrommeln gegeben.
Zentrifugen: Zur Entwässerung des ausgefaulten Schlammes werden Hochleistungszentrifugen eingesetzt. Zur besseren Flockenbildung wird zuvor dem Schlamm ein polymeres Flockungshilfsmittel zugegeben. Der Schlamm gelangt über eine Hohlwelle in den Seperator. Durch die Zentrifugalkräfte erfolgt eine Trennung in die feste und flüssige Phase. Der Schlamm wird auf ca. 35 % Trockensubstanz entwässert.
Schlammsilo:Der in den Zentrifugen entwässerte Schlamm wird mittels Dickstoffpumpen in das Schlammsilo gefördert. Dort wird er zwischengespeichert und kann direkt in Sattelzüge oder Muldencontainer im freien Fall abgefüllt werden.
GEBLÄSE- UND GENAROTORENHALLE
Turboverdichter: Für den Abbau der organischen Abwasserlast und die Oxydation des Ammoniums wird in großen Mengen Sauerstoff in Form von Druckluft benötigt. Zur Erzeugung der Druckluft sind 3 frequenzgesteuerte Turboverdichter mit einer Leistung von je 10000 Normkubikmetern Luft/Stunde installiert. Je nach dem rechnergestützt ermittelten Sauerstoffbedarf laufen die Verdichter einzeln oder im Parallelbetrieb.
Gasmotoren: Das bei der Faulung entstehende Klärgas wird durch zwei Gasmotoren verstromt und für den Energiebedarf der Kläranlage bereitgestellt. Die anfallende Abwärme wird zur Beheizung der Faulung und zur Deckung des Wärmebedarfes der Kläranlage genutzt.
GASBEHÄLTER
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Abb.14: GasbehälterKLÄRANLAGE JENA
Herr Dipl.-Ing. Waschina von den Stadtwerken Jena, Bereich Wasser/Abwasser sowie die örtliche Bauleitung führte die Exkursionsgruppe über die Rekonstruktions- und Erweiterungsbaustelle der Kläranlage Jena.
Die planerische und bauliche Aufgabe besteht hier darin, unter Gewährleistung des Anlagenbetriebes den biologischen Abwasserbehandlungsteil und die Schlammbehandlung zu erweitern und die gesamte Anlage zu rekonstruieren.
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Abb.15 : Exkursionsgruppe auf der Räumerbrücke
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26.07.2000