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Hauptaufgaben und Vorteile
Hochwasserschutz
Die wichtigste Funktion, die die TS zu erfüllen hat, ist die des Hochwasserschutzes für den mittleren und unteren Bereich
des Jangtsekiang. Der Hochwasserrückhalteraum hat ein Volumen von 22,15 Mrd. m³ (ca. 55 % vom Stauraum). Der stromab am
meisten gefährdete Bereich (Jingjiang) war bisher nur vor einem HQ 10 geschützt, nach dem Bau der TS ist dieser Bereich
vor einem HQ 100 sicher. Auch kann ein HQ 1000 abgeführt werden, wenn die riesigen Retentionsflächen rechts und links des
Ufers mit einbezogen werden und wenn mit geeigneter Art und Weise die Flut verteilt wird. Ohne den Bau der TS wäre es
möglich, daß die Hauptdeiche entlang des Flusses durchbrochen werden könnten. Die Schäden durch Überflutung im mittleren
und unteren Bereich des Flusses und die Überflutungsgefahr der Stadt Wuhan könnten gemildert werden. Die TS schafft
günstige Bedingungen für die Nutzbarmachung und die Verbesserung des Dongting Lake Gebietes.
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Wasserkraftwerk
Die installierte Leistung der 3SchluchtenTS wird 18.200 MW betragen, mit einer mittleren jährlichen [Ausstoß] von 84 860 Wh.
Der größte Teil der erzeugten Elektrizität dient der Versorgung von Ost- und Zentralchina, nur ein kleiner Teil wird in den
Osten der Provinz Sichuan geleitet. 40 bis 50 Mill. Tonnen Rohkohle werden pro Jahr nicht verbrannt. Diese zuverlässige,
billige und erneuerbare Energieressource spielt eine wichtige Rolle in der Entwicklung der Ökonomie und im Schutz vor
Umweltverschmutzung.
Schiffahrt
Der 660 km lange Wasserweg von Yichang nach Chongqing wird nach Fertigstellung der Talsperre stärker für den Schiffsverkehr
genutzt werden können. Bis zu 10.000 Tonnen Schiffe können dann direkt bis zum Hafen von Chongqing ihre Ware transportieren.
Die Transportkapazität wird von derzeit 10.000 t pro Jahr auf 50.000 t pro Jahr anwachsen und gleichzeitig werden sich die
Kosten für die Schiffahrt um ca. 35 - 37 % verringern. Der minimale Abfluß im Unterlauf in der Trockenzeit kann von
3.000 m³/s auf über 5.000 m³/s vergrößert werden und auch hier im mittleren Bereich die Bedingungen für den Schiffsverkehr
erheblich verbessern.
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Projektplan und Hauptbauwerke
Standort
Nach wiederholten Studien und Analysen von 15 alternativen Standorten wurde das Gebiet um Sandouping ausgewählt. Das
gesamte Einzugsgebiet für diesen Standort ist mehr als eine Million km² groß, mit 451 Mrd. m³ durchschnittlich jährlichem
Abfluß und ca. 530 Mill. t Sedimenteintrag. In Sandouping ist der Fluß relativ breit und die Berge rechts und links des
Ufers sind ziemlich flach, im Fluß selbst gibt es noch eine Insel (Zhongbaodao) welche für die Umleitung des Yangtzes in
den verschiedenen Bauphasen genutzt wird. Die Baustelle ist mit einer 40 km langen Trasse nach Yichang an das Eisenbahnnetz
angeschlossen, außerdem gibt es noch eine autobahnähnliche Schnellstraße und über den Yangtze wurde unmittelbar vor der
Baustelle eine Hängebrücke errichtet. Der Untergrund ist gewachsener Fels aus widerstandsfähigem und unversehrtem Granit
mit einer zulässigen Druckspannung von 100 MPa. Der Fels ist wenig geklüftet und verworfen, und der überwiegende Teil ist
sehr gut verfestigt. Die Seismik in diesem Gebiet hat eine kleine Intensität und eine niedrige Frequenz. Dessen ungeachtet
wurde von der Verwaltung das gesamte Gebiet als Erdbebengefährdet 6 klassifiziert.
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Projektplan
Die Talsperre setzt sich aus der Hauptsperre, 2 Kraftwerken, einem Schiffshebewerk und einer Schiffsschleuse zusammen.
Seit langer Zeit werden in Tiefenstudien und in der Forschung verschiedene Untersuchungen über die beste Struktur, über
die beste Zusammenstellung und über die Gestaltung der TS betrieben. Es wurden wissenschaftliche Forschungen und Tests in
Bezug auf die Hydraulik, Sedimentation, Gestaltung und Material gemacht. Der Hochwasserüberlauf ist in der Mitte des
Flusses angeordnet. Das Krafthaus befindet sich an der Rückseite der nichtüberströmten Seiten der TS. Es ist noch ein
Kavernenkraftwerk am rechten Ufer geplant. Die Schiffsschleuse ist am linken Ufer.
Talsperre
Die TS ist eine Gewichtsstaumauer aus Beton. Die Gesamtlänge, gemessen in der TS-Achse, ist 2.309.47 m, die Kronenhöhe ist
185 m NN und das maximale Stauziel ist 175 m NN. Die Hochwasserentlastungsanlage ist 483 m lang und im mittleren Bereich
der TS angeordnet. Sie besteht aus 23 Grundablässen und 22 surface sluice gates. Die Grundablässe sind 7 m hoch und 9 m
breit, die Sohle ist 90 m NN. Die lichte Breite der surface sluice gates ist 8 m und ist am Fuß 158 m NN. Der maximale
Abfluß kann bis zu 116 000 m³/s betragen, dem entspricht die maximal mögliche Flut.
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Krafthaus
Je ein Krafthaus ist am rechten und linken Fuß der TS angeordnet. Die Gesamtlänge des linken Krafthauses beträgt 643,6 m und
hat 14 Turbinen und Generatoren. Auf der rechten Seite ist das Krafthaus 584,2 m lang und hat 12 Turbinen und Generatoren.
Die insgesamt 26 Turbinen sind Francis-Tuirbinen mit einer Leistung von je 700 MW, die Gesamtleistung ist demnach 18.200 MW.
Die Turbinen produzieren eine durchschnittliche Jahresleistung von 84.680 Wh. Eine 500 kV AC Trasse leitet den Strom nach
Zentralchina und in den Osten der Provinz Sichuan, eine 500 kV DC Trasse leitet den Strom nach Ostchina. Insgesamt gibt es
15 Trassen. Auf der rechten Seite wurde genug Platz gehalten für ein Untertagekrafthaus für 6 Turbinen und Generatoren.
Die Leistung dieser in Zukunft gebauten Anlage soll zusätzlich 4.200 MW bringen.
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Schiffsschleuse und Schiffshebewerk
Die Schiffsschleuse hat 5 Stufen und zwei Trassen. Jede Stufe ist 280 m lang, 34 m breit und 5 m tief. Die Schleuse können
10.000 t Schiffe passieren. Der Trog des Schiffshebewerk ist 120 m lang, 18 m breit und 3.5 m tief. Das Schiffshebewerk
kann jeweils ein Schiff bis zu 3.000 t heben. Es ist für Passagierschiffe gedacht. Solange die Talsperre gebaut wird, ist
auf dem Standort des Schiffshebewerk eine temporäre Schiffsschleuse installiert. Die Maße für die Stufen sind 240 m x 24 m x 4 m.
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Bauphasen und Zeitplan
Flußumleitung
Die stufenweise Flußumleitung wird in drei Schritten realisiert. Im ersten Schritt wird der Seitenarm des Yangtze zwischen
der Insel und dem rechten Ufer, mit einem Kofferdamm geschlossen. Ist der Umleitungskanal fertig, wird der längslaufende
RCC Kofferdamm errichtet. Unterdessen ist auch die temporäre Schiffsschleuse an der linken Flußseite fertig. In dieser
Bauphase ist sowohl der Abfluß als auch der Schiffsverkehr im Hauptkanal noch gewährleistet. Im zweiten Schritt wird der
Umleitungskanal geöffnet und der Hauptkanal mit einem Kofferdamm geschlossen. In dieser Phase werden die
Hochwasserentlastungsanlage, die linksseitige TS und das Krafthaus errichtet. In dieser Zeit wird auch die endgültige
Schiffsschleuse und das Schiffshebewerk am linken Ufer gebaut. Der Schiffsverkehr kann zum einen über den Umleitungskanal
und zum anderen über die temporäre Schiffschleuse abgewickelt werden. Im dritten Schritt wird der Kofferdamm im
Hauptgerinne zurückgebaut und der Umleitungskanal wird geschlossen. Das Wasser wird bis zu einer Höhe von 135 m NN
angestaut. Bei dieser Höhe beginnt das linksseitige Kraftwerk und die Schiffschleusen zu arbeiten. Unterdessen wird die
rechtsseitige TS und Krafthaus errichtet. In dieser Zeit wird der Fluß durch die Grundablässe und der temporären Öffnung
der Hochwasserentlastungsanlage abgeleitet. Die Schiffe können die nun vollendete Schiffschleuse am linken Hang benutzen.
Zeitplan
Der Zeitplan für die Errichtung des Gesamtbauwerks sieht wie folgt aus:
Vorbereitung und Stufe I 5 Jahre (1993-1997)
Stufe II 6 Jahre (1998-2003)
Stufe III 6 Jahre (2003-2009)
Die gesamte Bauzeit wird 17 Jahre betragen, darin ist auch die Vorbereitung enthalten. Das Hauptgerinne wird im November
1997 geschlossen und die ersten zwei Turbinen werden 2003 ans Netz gehen. Das gesamte Projekt soll 2009 abgeschlossen sein.
Die herausragenden Ereignisse während des Baus sind:
23 Mill. m³ Erd- und Felsausgrabungen im dritten Jahr
8 Mill. m³ Erd- und Felseinbau im fünften Jahr
4.1 Mill. m³ Betoneinbau im achten Jahr
46 000 t Metalleinbau im zehnten Jahr
4 Turbinen und Generatoren einbauen im zwölften bis siebzehnten Jahr.
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Finanzierung
Die Gesamtkosten der 3SchluchtenTS sind mit 90 Mrd. RMB Yuan (ca. 18 Mrd. DM) veranschlagt worden. Dies ist zwar eine extrem
hohe Summe, aber aufgrund der Leistung des Kraftwerkes ist das Projekt in der Lage, sich selbst zu amortisieren. Die
Investitionen kommen aus verschiedenen Quellen:
1. Baufond der 3SchluchtenTS. Der Staatsrat legte 1992 fest, daß 0,3 Cent/kWh in den Baufond der TS fließen. 1994 stieg die
Abgabe auf 0,4 Cent/kWh und 1996 auf 0,7 Cent/kWh. Dieser Fond ist das Kapital für die 3SchluchtenTS und ist mit keinerlei
Steuern belegt. Der Baufond hatte Ende 1995 ein Guthaben von ca. 50 % von der nötigen Gesamtsumme. Das ist die wichtigste
Einnahmequelle für den Talsperrenbau.
2. Selbstfinanzierter Fond. Mit Genehmigung des Staatsrates gehört die GezhoubaTS der Three Gorges Project Development
Corporation, so daß deren Einnahmen in den selbstfinanzierten Fond fließen.
3. Ab 2003 gehen die ersten Generatoren ans Netz und bringen Gelder in die Kasse der Three Gorges Project Development
Corporation.
4. Anleihen und finanzielle Beteiligungen. Die oben aufgeführte Selbstfinanzierung und der Baufond stellen die Hauptquellen
der Finanzierung dar. Bei der hohen Bausumme reichen diese Fonds jedoch nicht aus, deshalb gibt es noch folgende
Finanzierungsquellen:
Inlandsanleihen · die staatliche Entwicklungsbank Chinas wird jährlich 3 Mrd. Yuan zur Verfügung stellen,
Ausländische Anleihen · Vorfinanzierung der aus dem Ausland bezogenen Lieferungen (Turbinen, Generatoren),
Finanzielle Beteiligungen · Einzahlung von Geldern in einen Fond für eine finanzielle Beteiligung an der GezhoubaTS und
3SchluchtenTS
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