Einleitung

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Einleitung
Klassische Bemessung
Interaktive Bemessung
Anwendung auf Rotationsschalen
Fazit
Quellen
Die Bemessung von Stahlbetontragwerken stellt einen komplexen Vorgang dar. Neben Nachweisen für die Tragfähigkeit von Bauteilen müssen auch Bedingungen für die Gebrauchstauglichkeit erfüllt werden. So sind nicht nur Aussagen über die statisch erforderlichen Bewehrungsmengen und ihrer Anordnung zu treffen, sondern auch über die Mindestbewehrung zur Rissbreitenbeschränkung. Erschwerenderweise unterscheiden sich die Stahlbetonnormen in ihren Sicherheitskonzepten und in weiteren Teilaspekten. Während DIN 1045 (1988) nur einen globalen Sicherheitsfaktor verwendet, wurden in EC 2 und DIN 1045-1 Teilsicherheitsbeiwerte zur realitätsnaheren Erfassung von Einwirkungen und Tragwerkswiderständen eingeführt.

Die klassische Bemessung von Schalentragwerken im Stahlbeton ist eine aufwändige und langwierige Aufgabe, für die eine Reihe von Randbedingungen und Forderungen zu berücksichtigen sind. Sie teilt sich in die Schnittgrößenermittlung und die eigentliche Bemessung auf. Im ersten Schritt sind zahlreiche Lastfälle zu analysieren und zu bemessungsrelevanten Lastfallkombinationen zusammenzustellen. Im zweiten Schritt werden die erforderlichen Bewehrungsmengen aus den Grenzzuständen der Trag- und Gebrauchsfähigkeit ermittelt.

In dieser Diplomarbeit wird eine alternative Bemessungsvariante entwickelt, die die oben genannten Schritte zusammenfasst und eine sichere Auslegung ermöglicht. Die Grundlage bildet die Ermittlung von Tragwerkswiderständen nach Vorgabe von Querschnitt, Material und Bewehrung, und dem anschließenden Vergleich mit den angreifenden Schnittgrößenkombinationen aus der Interaktion von Moment und Normalkraft. Im Dialog mit dem Nutzer kann die erforderliche Bewehrung optimiert werden. Am Beispiel von rotationssymmetrischen Stahlbetonschalentragwerken wird die Funktionsfähigkeit dieses Konzepts demonstriert.
 
Bauhaus-Universität Weimar Professur Massivbau I © Copyright 2002 by Dipl.-Ing. Torsten Richter