Zielstellung:

 

Bei Stahlbetontragwerken ist im allgemeinen eine Rißbildung in den zugbeanspruchten Querschnittsteilen nicht zu vermeiden. Aus diesem Grund müssen die entstehenden Rißbreiten auf Maße beschränkt werden, die im Hinblick auf die Dauerhaftigkeit, die Gebrauchsfähigkeit und das Erscheinungsbild nicht als Mangel angesehen werden.

In den Normen sind für den Nachweis zur Beschränkung der Rißbreite Konstruktionsregeln bzw. -tabellen angegeben. Mit deren Hilfe läßt sich bei lastbeanspruchten Bauteilen ein zulässiger Stabdurchmesser bzw. ein zulässiger Höchstwert der Stababstände und bei zwangsbeaspruchten Bauteilen eine erforderliche Mindstbewehrung ermitteln.

Ziel dieser Arbeit ist es, die theoretischen Grundlagen für den Nachweis zur Beschränkung der Rißbreite nach DIN 1045 (7.88), EC 2 und DIN 1045-1 (Entwurf 11.98) zu analysieren, und Unterschiede in den Berechnungsansätzen dieser Normen aufzuzeigen

Unter Nutzung dieser Berechnungsansätze sind Vergleiche mit grafischen Bemessungshilfen (für DIN 1045 (7.88) und EC 2) zu führen und Berechnungsalgorithmen zu erarbeiten, mit denen auf analytischem Wege der zulässige Grenzdurchmesser und die erforderliche Mindestbewehrung ermittelt werden können.

Weiterhin sind Vorschläge für ein Bemessungskonzept temperaturbeanspruchter Stahlbetonkonstruktionen zu erarbeiten, indem die erforderliche Mindestbewehrung anhand der tatsächlichen Temperaturverhältnisse und nicht wie in den genannten Normen über die Rißbildungsschnittgrößen ermittelt wird.

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