Laserbeugungsanalyse mit Coulter LS 230


Standort Korngrößenlabor

Geräte-Bezeichnung Coulter LS 230
Hersteller Coulter Cooperation Miami, USA,
Baujahr 1996
Meßbereich 0,04 ... 2000 µm in 116 Größenklassen in einem Meßgang
Schema binokulare Technik und PIDS (Polarization Intensity Differential Scattering)-Technologie im Submikronenbereich
Naßmessung mit unterschiedlichen Meßmodulen möglich
Dispergierung im HFM (Hazard Fluid Module) mit integriertem Ultraschallstab separate Dispergierung bei Verwendung
des SVM (Small Volume Module) und MVM (Micro Volume Module)
Meßergebnisse als Verteilungsdichte- und / oder Verteilungssummenfunktion möglich statistische Werte
wie Mittelwert, spezifische Oberfläche und Interpolationswerte u. a.
Meßprinzip

Die Laserbeugungsanalyse nutzt die Eigenschaft von Teilchen, Lichtstrahlen in Abhängigkeit von ihrer Größe unterschiedlich zu beugen bzw. zu streuen. Im Gültigkeitsbereich der Fraunhoferschen Beugungstheorie (d > 0,4 µm) ist die Korngröße umgekehrt proportional dem Beugungswinkel und damit dem Radius der Fraunhoferschen Beugungsringe. Die detektierte Lichtintensität auf den Beugungsringen ist ein Maß für die Menge der Teilchen. Im Korngrößenbereich 0,04 ... 0,4 µm wird die PIDS-Technologie angewendet. Aus dem weißen Licht einer Wolfram - Halogen Lampe werden die Wellenlängen 450, 600 und 900 nm der Reihe nach gefiltert und polarisiert. Die Differenzen der Streulichtintensität der Senkrechtstreuung bei horizontal und vertikal polarisiertem Licht der bestimmten Wellenlängen korrellieren direkt mit der Korngröße. Die Erfassung der Lichtintensitäten erfolgt dabei in 6 Detektionswinkeln. Für alle dispersen Feststoffe mit Korngrößen < 2000 µm. Bevorzugter Einsatz für Schüttgüter, die im Bauwesen verwendet werden, wie Zement, Kalk, Gips, Sand, Mörtel, Asche, Schlacken, Mikrosilica und unterschiedlichste Recyclingprodukte, aber auch Analyse von Tröpfchengrößen, z. B. Epoxidharzemulsionen.