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Fortbildungsseminar

Faseroptische Sensoren - Messsysteme mit Zukunft

24. und 25. September 2012

 

Technische Universität Graz Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung Bauhaus-Universität Weimar

 


 


Geleitwort:

Die Entwicklungen im Bereich faseroptischer Sensoren zur Messung von Deformationen, Dehnungen, Schwingungen, Temperaturen usw. haben einen hohen Leistungsstand erreicht und werden von verschiedenen Disziplinen bereits für Überwachungsaufgaben, z. B. bei Ingenieurbauwerken, eingesetzt. Faseroptische Sensoren haben die entscheidenden Vorteile, dass keine elektrische Energie am Messort für ihren Betrieb zur Verfügung gestellt werden muss, die optischen Signale in Fasern auch über lange Distanzen (bis zu einigen Kilometern) problemlos übertragen werden können, sie von elektromagnetischen Feldern weitestgehend unabhängig sind, auch nicht, z. B. durch Blitzeinschläge, zerstört werden können und sie in radioaktiven Bereichen einsetzbar sind. Mit diesen Sensoren können z. B. kleinste Veränderungen im Bereich weniger Mikrometer gemessen oder Temperaturen genau erfasst werden. Da die Fasern preiswert sind, können sie auch direkt im Innern der Bauwerke bzw. Bauteile dauerhaft verlegt werden, so dass nunmehr Informationen nicht nur, wie sonst bei geodätischen Messungen üblich, von der Oberfläche der Bauwerke erhalten werden, sondern auch aus dem Innern. Damit eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten, um das zeit- und lastabhängige Verhalten der Bauwerke besser verstehen zu können. Um die in den faseroptischen Messsystemen vorhandenen Potenziale für die Ingenieurgeodäsie weiter publik zu machen, wird dieses Seminar von der TU Graz (Institut für Ingenieurgeodäsie und Messsysteme), der BAM Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung (Fachbereich Optische und faseroptische Verfahren) in Berlin und der Bauhaus-Universität Weimar (Professur Geodäsie und Photogrammetrie) gemeinsam organisiert. Im Seminar werden die physikalischen Grundprinzipien der faseroptischen Messtechnik dargestellt. Anhand von Untersuchungen und Kalibrierungen werden die Leistungspotenziale dieser Messsysteme erläutert. Nach einigen sehr interessanten Demonstrationen faseroptischer Sensorik in der Geotechnik und im Bauwesen in Verbindung mit geodätischen Aufgabenstellungen werden weitere Anwendungsszenarien identifiziert, in denen die Faseroptik vorteilhaft eingesetzt werden kann. Die Methodenvielfalt für Überwachungsaufgaben wird mit dieser Technik stark erweitert. Im Seminar sollen weiterhin auch Fragen zur Zuverlässigkeit, zur Betriebstauglichkeit der Sensoren und zum Kosten-Nutzen-Verhältnis dieser Messsysteme unter realen Einsatzbedingungen angesprochen werden.

Zielgruppen:

Das Seminar richtet sich in erster Linie an Praktiker aus den Bereichen:
- Ingenieurgeodäsie,
- Bauingenieurwesen und
- Geotechnik,
aber auch an diejenigen, die in diesen Bereichen in der Lehre sowie in der Aus- und Weiterbildung tätig sind.

Leitung:

Univ. Prof. Dr. Werner Lienhart
Technische Universität Graz
Institut für Ingenieurgeodäsie und Messsysteme

Dr.-Ing. Wolfgang Habel
BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung
Fachbereich Optische und faseroptische Verfahren

Prof. Dr.-Ing. Willfried Schwarz
Bauhaus-Universität Weimar
Professur Geodäsie und Photogrammetrie

Ort:

Bauhaus-Universität Weimar, Hörsaal A
Marienstraße 13, 99423 Weimar

Organisation:

Prof. Dr.-Ing. Willfried Schwarz
Bauhaus-Universität Weimar


Hinweis:

Direkt im Anschluss an dieses Seminar, am 25. und 26.09.2012, wird das Seminar "Interdisziplinäre Messaufgaben im Bauwesen - Weimar 2012", das sechste Mal in Folge, an der Bauhaus-Universität Weimar stattfinden, so dass die Gelegenheit gegeben ist, an beiden Seminaren teilzunehmen. Es ist ein erklärtes Ziel dieser Seminarreihe, den Dialog zwischen den Disziplinen des Bauingenieurwesens, der Geotechnik und der Ingenieurgeodäsie zu verbessern und das gegenseitige Verständnis bei der Bearbeitung gemeinsamer Projekte zu fördern. Im Hinblick darauf wird dieses Seminar von Verbänden und Organisationen des Bauingenieurwesens, der Geotechnik und der Ingenieurgeodäsie gemeinsam organisiert.


Flyer zum Seminar als PDF-Datei

 



Letzte Änderung am 29.03.2012